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The Hilliard Ensemble Unofficial FanSite
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Vier Stimmen füllen den Dom (Worms, 28th April 2013)
Hilliard Ensemble singt in der Reihe „wunderhoeren“ Werke aus dem zwölften Jahrhundert.
Eine Solostimme ohne Mikrofon kann keinen riesigen Dom ausfüllen? Mit Musik aus dem zwölften Jahrhundert lockt man heute niemanden mehr hinter dem Ofen vor? In einem fast voll besetzten Dom ist es nie mucksmäuschenstill? Wer einer dieser irrigen Annahmen aufsaß, wurde jetzt durch einen der Höhepunkte von "wunderhoeren - Tage Alter Musik und Literatur" eines besseren belehrt. In Kooperation mit der Kasinogesellschaft gab das international renommierte britische Hilliard-Ensemble im gut gefüllten, stimmungsvoll beleuchteten Wormser Dom Musik der mittelalterlichen Meister Parotin (1165-1220) und Guillaume de Machaut (1300-1377) und anderes zum Besten. Musik also, die speziell für die Aufführung in großen Kathedralen komponiert wurde. Ohne Stimmgabel und Mikrofon und mit höchster Konzentration ließen David James (Countertenor), die Tenöre Steven Harrold und Rogers Covey-Crump und Gordon Jones (Bariton) mehrstimmige Gesangswerke der Notre-Dame-Schule erklingen, viele von unbekannten Verfassern. Die theoretische Einweisung vorab durch Musikwissenschaftlerin Dr. Sandra Ehses stimmte das Publikum darauf ein, harmonische oder rhythmische Hörgewohnheiten über Bord zu werfen und jeder der vier Männerstimmen einzeln in ihren Harmonien und ihrer Textausgestaltung nachzulauschen. Fremde Akkorde Statt vertrauter Terzakkorde brachten die vier Solisten härtere, "fremdere" Quart- und Quintakkorde zum Klingen. Dabei ließ das Ensemble, das in diesem Jahr bereits seit 40 Jahren gemeinsam musiziert, eine durchaus wahrnehmbare Rhythmik der Gesangswerke des späten Mittelalters zur Entfaltung kommen. Magisch-authentischer Höhepunkt des Konzerts war ein "Alleluja" von Perotin, das der Countertenor vom Westchor aus anstimmte und das die anderen Stimmen eindrucksvoll mit Bordun-Tönen untermalten, während sie langsam an den Längsseiten des Doms entlang schritten. So wurde das Publikum quasi umhüllt von einer unnachahmlichen Atmosphäre. Wer die Augen schloss, konnte sich an gregorianische Mönchsgesänge erinnert fühlen. Trotz der geringeren Lautstärke in den hinteren Reihen flossen gerade hier die Einzelstimmen zum harmonischen Ganzen ineinander, wurde aus vier Solostimmen ein kathedralenfüllender Choral. Das Hilliard-Ensemble machte erlebbar, dass Alte Musik nicht alt klingen muss. Verblüffend modern wirkte die Klangwelt der Werke Machauts. Nicht umsonst arbeitet das Ensemble mit dem Gewandhausorchester Leipzig, den New York Philharmonic unter Lorin Maazel, aber auch zeitgenössischen Komponisten sowie mit Jazzlegende Jan Garbarek zusammen. Ebenso zeitgemäß gaben die denn auch eine Zugabe und standen anschließend für Fragen und zur Verfügung.
source: www.morgenweb.de (4 May 2013)
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Architetture armoniche (Firenze, 12th April 2013)
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Jan Garbarek e Hilliard Ensemble nel Duomo di Santa Maria del Fiore a Firenze
Un mare di gente nel Duomo di Santa Maria del Fiore per Officium Novum, evento di apertura della rassegna O flos colende – Musica sacra a Firenze, giunta alla XVII edizione. Persone tra loro molto diverse, molte delle quali probabilmente attirate più dal contesto che dal nome di Jan Garbarek o dello Hilliard Ensemble. Ed è forse questo uno degli aspetti più interessanti della serata, che ha come centri focali la musica e l'architettura prima ancora degli stessi interpreti. Garbarek del resto è icona del musicista schivo e riservato, al servizio della musica prima di tutto. Non perde occasione per ribadirlo, entrando in scena dopo le note del suo sax, in una location così speciale che accentua all'ennesima potenza il fraseggio minimale e dal respiro mistico a cui ha abituato dai primi episodi ECM a oggi. A seguire, le quattro voci avvolgenti dello Hilliard Ensemble, tra le più abili nel legare senza forzature liturgie antiche e pagine colte contemporanee. L'assenza totale di amplificazione permette a Garbarek e ai suoi compagni di far emergere dalle musiche proposte (in particolare dalle liturgie bizantine e dalle composizioni dell'armeno Padre Komitas) arcobaleni di armonici che risuonano in tutta la monumentale altezza del Duomo, per un dialogo impalpabile tra le polifonie vocali e i colori del sax. Gli spostamenti precisi dei cinque musicisti tra il pubblico e tra i disegni delle navate accentuano il fascino della musica, così come le variazioni minime del canto e delle peregrinazioni di Garbarek, evocando una ritualità arcana indefinita. Conclusione affidata a "We Are the Stars", uno dei brani più affascinanti del sassofonista norvegese e tra i momenti più godibili della serata insieme a "Most Holy Mother of God" di Arvo Pärt. Scroscio di applausi. Maurizio Busia source: www.giornaledellamusica.it (15 April 2013)
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"Passio" von Arvo Pärt mit dem Hilliard Ensemble (Rostock, 2nd March 2013)
Nachdem der Rostocker Motettenchor gemeinsam mit dem Hilliard Ensemble in den vergangenen Jahren unter anderem LITANY, MISERERE und DE PROFUNDIS von Arvo Pärt musizierte, stand am 2. März 2013 erstmals die 1982 komponierte PASSIO (Johannespassion) des estnischen Komponisten auf dem Programm. Die Evangelistenpartie wurde von der Stammbesetzung der Hilliards - David James, Rogers Covey-Crump und Gordon Jones (ergänzt durch Mary Seers) – im Altarraum gesungen. Steven Harrold (Pilatus) und Robert Macdonald (Christus) musizierten mit dem Rostocker Motettenchor auf der Orgelempore, begleitet von dem routinierten Organisten Christopher Bowers-Broadbent. Sich immer wiederholende melodische Formeln schufen eine dichte, kontemplative Atmosphäre, die sich binnen kurzer Zeit auf das zahlreich erschienene Publikum übertrug.
Nach 70 Minuten spannungsvollen Musizierens gab es nach dem gewaltigen letzten D-Dur-Akkord eine lange Zeit der Stille. Dann konnte das Publikum nicht an sich halten und bedankte sich mit langem Applaus bei allen Ausführenden. Ein wenig Traurigkeit schwang bei aller Dankbarkeit bei so manch einem Zuhörer vielleicht schon mit, war dies Konzert doch vermutlich schon das letzte der Hilliards in Rostock: Nach über 40 Jahren wird das berühmte Vokalensemble im Dezember 2014 Abschied von den Konzertbühnen der Welt nehmen und in den wohlverdienten „Ruhestand“ treten. source: www.st-johannis-rostock.de (3 March 2013)
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Ergreifendes Weihnachtsgeschenk: Hilliard Ensemble in Fischbeck (Hessisch Oldendorf, 15th December 2012)
Restlos ausverkauft war das Konzert des renommierten Hilliard Ensembles in der Fischbecker Stiftskirche am Samstagabend. Astrid Werner verrät, warum es sich gelohnt hat, früh eine Karte dafür zu kaufen.
Es ist ein besonderes Konzert, das die Besucher am Samstagabend in der wunderschönen Stiftskirche erwartet. Warum das Hilliard Ensemble so einen herausragenden Ruf hat und was die Sänger reizte, nach zwei Jahren wiederzukommen, wird schon bei den ersten Stücken im Programm klar. Es ist ein vielfältiges und sehr ansprechendes Repertoire mit überwiegend sakraler Musik, doch auch mit einigen mittelalterlichen weltlichen Liedern. Sie singt das Ensemble im Quartett, aber auch in wechselnder Besetzung als Trio oder Duo sowie als Solo – immer eindrücklich und beeindruckend. Wie angetan die Besucher sind, zeigt sich an dem langen und herzlichen Applaus. Das Ensemble bedankt sich mit dem wohl ergreifendsten Stück an diesem Abend, nämlich mit einem Lied des zeitgenössischen estnischen Komponisten Arvo Pärt. source: www.dewezet.de (16 December 2012)
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English Christmas (Engelsk jul) in Oslo, 11th December 2012
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Jan Garbarek & The Hilliard Ensemble na Festiwalu Kultury Chrześcijańskiej (Łódź, 8th November 2012)
W ramach Festiwalu Kultury Chrześcijańskiej w czwartek (8 listopada) przed łódzką publicznością wystąpił Jan Garbarek i Hilliard Ensemble.
Koncert w Archikatedrze Łódzkiej rozpoczął się od śpiewu dobiegającego z tyłu kościoła. Członkowie kwartetu wokalnego śpiewając zmierzali w stronę ołtarza, przy którym jak się wydawało Jan Garbarek dźwiękami saksofonu nawoływał na wspólną medytację. Tu już wspólnie zaprezentowali materiał z płyty “Officium Novum”, płyty niezwykłej, inspiracją powstania której były dzieła twórcy armeńskiego Komitasa Vardapeta, a także muzyka starocerkiewna i prawosławna. Są na niej też wcześniejsze kompozycjami Jana Garbarka z nowymi słowami opartymi na poezji Indian plemienia Pasamaquoddy. Saksofon Garbarka tworzył w tych utworach piąty głos komponujący się z partiami śpiewaków. Czasem były to jedynie krótkie frazy podkreślające dynamikę utworu bądź będące rodzajem rozmowy z wokalistami, innym razem dłuższe improwizacje. Całość to muzyka niezwykle emocjonalna, dająca poczucie obcowania z boską doskonałością. Mimo, że od wydania płyty upłynęły już dwa lata dobrze się stało, że muzycy uświetnili swoim koncertem jubileuszowy Festiwal. Sam saksofonista chwalił akustykę Archikatedry, a owacja zgotowana na koniec muzykom była potwierdzeniem, że koncert wypadł znakomicie.
source: ddlodz.pl (9 November 2012)
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Mystische Klangwelten (Ingolstadt, 26th October 2012)
Es ist eine andere Welt, die da im Liebfrauenmünster so filigran gesponnen wird. Eine Klangwelt, in der die bisherigen Hörgewohnheiten nicht greifen, in der Klangfolgen und Harmonien in ungewohntem Zauber emporwachsen. Klang, der aus kühl distanziertem, handwerklich perfektem Chorgesang entsteht und von sehnsuchtsvollen, fantasiereichen Jazzsträngen aus dem Sopransaxofon umgarnt wird.
Der weite Bau schafft den Platz, um der asketischen, schnörkellosen Klangfülle ihrer Stimmen den Raum zur Entfaltung zu geben. Der Countertenor David James, die Tenöre Rogers Covey-Crump und Steven Harrold sowie Bariton Gordon Jones geben hier beim Hauptevent der diesjährigen 29. Ingolstädter Jazztage zusammen mit dem norwegischen Jazzsaxofonisten Jan Garbarek ihr einziges Deutschlandkonzert in diesem Jahr. Das britische Quartett und der skandinavische Ausnahme-Saxofonist haben mit ihrem unvergleichlichen Sound den Welthit „Officium“ geschaffen und auch im Liebfrauenmünster entwickeln sie den Zauber dieser spirituellen Intonationen. Die vier Vokalisten und Garbarek schaffen mit ihren Interpretationen im Stil fast schon gregorianischer Gesangstradition eine unwirkliche, mystische, spirituelle und nicht greifbare Stimmung. Das Saxofon und die Stimmen wachsen aus demselben Ursprung, umkreisen einander, berühren sich und stoßen einander wieder ab. Sie sind wie die Pole zweier sich drehender Magneten, ein Stück weit eng aneinander haftend und dann wieder auf schwebender Distanz beieinander. Das Publikum in den dicht besetzten Bankreihen und auf den Stühlen bis hinein in die letzten Kirchenwinkel ist gefesselt. Kein Husten, kein Räuspern unterbricht die mystische Aura und selbst das leise Knarzen der Eichenbänke stört. Schon von Beginn ihres Konzertes an schaffen die fünf eine eigene Dramaturgie. Jan Garbarek bummelt aus einer Nische neben dem Hauptaltar durch die Apsis, Applaus empfängt ihn. Kurz verbeugt er sich vor dem Publikum und nimmt das Sopransaxofon an den Mund. Mystisch anschwellenden Klängen lässt er Kadenzen folgen und wandert dabei wie ein verträumter Spaziergänger durch das Sanktuarium. Von irgendwo im undefinierbaren Hintergrund flechten sich Stimmen ein, schwellen an und geben sphärisches Volumen. Die Chorsänger wandeln bedächtig zwischen den Bankreihen sternförmig zum Altarraum und halten die Klangbalance aufrecht. Wie rankendes Efeu wachsen Stimmen und Saxofon aus einer Wurzel, verzweigen sich und klettern in gleicher Richtung und doch auf unterschiedlichen Pfaden die mächtigen Säulen des Kirchenschiffes empor demselben Ziel zu. Der leichte Nachhall im weiten Raum reflektiert zurück zum Altar und schafft zusätzliche Atmosphäre. Eine Stunde und fünfzehn Minuten lang fügen sie Lied an Lied und instrumentale Improvisationen aneinander. Keine Pause unterbricht die Abfolge. Jan Garbarek unterstreicht Nähe und Distanz seiner umrankenden Jazzklänge auch physisch. Immer wieder wandelt er in sich gekehrt und mit seinem Instrument an den Lippen durch das Kirchenschiff, den Blick auf die Kalksteinpflaster gesenkt. Ähnlich, wie sie gekommen sind, verschwinden die fünf Musiker singend und spielend schließlich in die Nische am Hochaltar. Die Mystik bleibt noch eine kleine Weile, bis frenetischer Applaus sie fortspült. source: www.donaukurier.de (28 October 2012)
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Suche nach spiritueller Dunkelheit (Biel, 21st October 2012)
Der Leidensweg Christi in der Stadtkirche Biel: Zusammen mit dem Violinisten Paul Giger intoniert das Hilliard Ensemble neu vertonte Passionstexte.
«Tenebrae» (zu Deutsch: Dunkelheit, Finsternis), so nennt sich die musikalische Neuschöpfung des Schweizer Komponisten Roman Rutishauser, die in den letzten Wochen schweizweit mit dem Hilliard Ensemble aufgeführt wurde. Der Titel des Werks leitet sich von den lateinischen Responsorien (Wechselgesängen) her, die in der früheren Liturgie jeweils in den Nachtstunden der Karwoche, von Gründonnerstag bis Karsamstag, gesungen wurden und den letzten Leidensweg Christi gleichsam meditativ nacherzählten. Aus diesen Responsorien hat Rutishauser eine Auswahl von acht Texten getroffen, die er für fünf Gesangsstimmen von Kontratenor bis Bass gesetzt hat. Dazu gesellt sich eine einzelne Geige, eine weitgehend improvisierende und selbständige Stimme, die mit dem Ensemble in einen stimulierenden Dialog tritt. Fehlende Eindringlichkeit Das ganze Unternehmen erinnert an das Experiment, das dem Hilliard Ensemble 1994 schlagartig eine globale Medienpräsenz bescherte: Seinerzeit lancierte es mit dem norwegischen Jazzmusiker Jan Garbarek eine Produktion, bei der mittelalterliche Motetten mit einem improvisierenden Sopransaxofon kombiniert wurden. Im Vergleich zum damaligen Welterfolg handelt es sich diesmal allerdings um einen weniger überzeugenden Nachläufer. Rutishausers Komposition lässt es vor allem in der ersten Hälfte an Eindringlichkeit missen, das Gefühl einer irdischen Enthobenheit, einer Entrückung in kosmische Gefilde, das der Komponist eigentlich anstrebt, stellt sich nur bedingt ein. Die allzu statische Vertonung, die in dissonanten Konstellationen verharrt und teilweise Textstellen bis zur Ermüdung wiederholt, erreicht nur streckenweise eine wirklich tiefe emotionale Spannkraft. Träumerische Versunkenheit Ein Dilemma des Komponisten scheint gewesen zu sein, dass er berührende Klangbilder erschaffen wollte, aber zugleich eine Textfolge präsentierte, die eine dramatische Geschichte erzählt und nach entsprechender Ausdeutung verlangt. Wenn die Sänger von den Feinden Christi singen, die «einen ruchlosen Plan» ersinnen, aber gleichzeitig in kreisenden Endlosschlaufen verharren, dann wirkt die musikalische Deutung wenig überzeugend. Erst gegen Ende des Leidenswegs beginnt die unbändige Kraft der Musik regelrecht aufzublühen, nämlich in den letzten beiden Responsorien, als Jesus gekreuzigt wird. Hier erzeugt Rutishauser eine Stimmung, die der Verzweiflung und Trauer, der Hoffnung und Zuversicht eine ungeheuere Intensität verleiht. Hier erweitert er auch sein Ausdrucksspektrum, zielt stärker auf eine polyphone Verschlungenheit der Stimmen, die im Zusammenwirken ein kosmisches Ganzes bewirken und den Zuhörer in einen Sog träumerischer Versunkenheit fortreissen. Eindringlich verhallt ein letztes Mal die Klage des Gekreuzigten, bevor das Werk in leiser, aber hoffnungsvoller Weise schliesst. Homogene Einheit Zu der berückenden Wirkung tragen massgeblich die Musizierenden bei, deren ausserordentliche Qualitäten zu einer perfekt ausgewogenen Klangsinnlichkeit führen. Mit welch klarer Diktion und lupenreiner Intonation die Sänger ihre samtweichen Stimmen in den Kirchenraum entschweben lassen und zu einer homogenen Einheit übereinander schichten, ist phänomenal. Ihre klare Balance wissen sie mit dynamischen und agogischen Nuancen zu ergänzen, ohne je ihre inständige Präsenz einzubüssen. Dazu übernimmt der Violinist Paul Giger gewissermassen den Part des Gegenübers, der mit seinem Instrument sensibel auf die Gesangslinien reagiert und dabei kraftvolle bis ätherische Klänge über das vokale Fundament streut. Mit einem sicheren Gespür für die Stimmungslage lotet er fantasiereich das Spektrum seiner Geige aus, agiert und reagiert, beruhigt oder stimuliert die Sänger. Aus diesem improvisierenden Miteinander speist sich an diesem Abend die transzendentale Kraft der Musik. source: Bieler Tagblatt (22 October 2012)
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Klang der Jahrhunderte. Das Hilliard-Vokalensemble zaubert fremde Welten in den Dom (St Blasien, 13th October 2012)
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In gleichsam paradiesische Klangsphären erhoben die vier Sänger des Hilliard-Vokalensembles ihr Publikum, als sie am Samstagnachmittag die gewaltige Raumdimension des Doms mit ihren leuchtenden, wandlungsfähigen Stimmen erfüllten.
Das rund um den Globus bekannte Sängerquartett hatte sich ein Programm vorgenommen, welches in zweierlei Hinsicht hohe Anforderungen stellte: Zum einen an die Interpreten selbst, zum anderen aber auch an die Zuhörer, denn diese mussten sich auf den eingangs vielleicht ein wenig befremdlich wirkenden Kontrast zu vertrauten Hörgewohnheiten einlassen, um sich ganz dieser reichen, vielgestaltigen Musik hingeben zu können. Ausgehend von der Frühphase der abendländischen Mehrstimmigkeit, führte das auch nahezu unbekannte Komponisten würdigende Programm (zur besseren Erschließung mit ins Deutsche übersetzten Gesangstexten versehen) durch die Jahrhunderte bis in die Gegenwart hinein. Gleich der weit bis ins ausgehende 12. Jahrhundert zurückführende Eröffnungsgesang eröffnete eine Welt ungewohnter Höreindrücke: Vokalisen-artig eindringlich ausgesungene Tonsilben folgten in repetierender Eindringlichkeit und behutsam an- und abschwellender Dynamik einem feinnervigen Puls, der die vier Stimmen vorwärts trug und zugleich ein ankerndes Zentrum umkreisen zu lassen schien. Erstaunlich, wie modern diese jahrhundertealte Musik von Magnus Perotinus ("Viderunt omnes") daherkam. Das im 13. Jahrhundert entstandene "Stirps Iesse" eines unbekannten Komponisten ließ jeden der vier Sänger in solistisch eingefügten Passagen buchstäblich zu Wort kommen und verströmte einen sanften, ruhigen, geradezu liedhaften Zauber. Interessant hiernach der Sprung in die Moderne mit zwei Stücken des zeitgenössischen Komponisten Jonathan Wild. Fächerten sich im ersten Gesang unisono gesungene Passagen immer wieder zu akkordischer Stimmenführung in wendungsreicher Harmonik auf, so bestach das Folgestück durch die atemberaubende Präzision der in verschiedenen Kombinationen erklingenden Stimmen. Diesen Eindruck verstärkte noch das um 1500 entstandene "Ah! Gentle Jesu" (Sheryngham), in dem sich ein dialogisierender Zwiegesang in Frage und Antwort-Manier vollzog. Eine ideale Wahl hatte Titularorganist Bernhard Marx mit Auszügen aus zwei Orgelsinfonien (der neunten und der fünften) Charles-Marie Widors getroffen. Der in warmem Timbre glühende Klangcharakter des "Andante sostenuto" korrespondierte stimmig mit dem zuvor Gehörten und erweiterte komplementär dessen Klangraum. Den folgenden Variationen-Satz ließ Marx in wechselnden Farben und Stimmungen, Tempi und dynamischen Fühlungen aufscheinen, durchwoben von kompositorisch reicher Fantasie wie interpretatorischer Empathie für diese romantische Klangsprache. Auch im zweiten Vokalteil mit Werken aus der Renaissance ("Ave Maria" von J. Desprez), einem preisungsvollen "Gloria" aus dem 14. Jahrhundert und zweien in der Gegenwart zu verortenden Textvertonungen Arvo Pärts unterstrichen die vier Profi-Sänger ihren qualitativen Anspruch sowie ihre jedem einzelnen Werk in seiner individuellen Charakteristik gerecht werdende, bis ins Detail sublim ausbalancierte Ausgestaltung und -formung. Rahmend umfasst von Pärts geistlicher Vokalmusik, führten vier armenische Gesänge nicht nur in die unbekannte Sphäre der armenischen Sprache, sondern öffneten zudem einen Klangraum traditioneller armenischer Musik, den wohl kaum einer der Zuhörer je zuvor betreten haben dürfte. G. de Machauts Ehrgesang "Gloria" sollte zwar laut Programm den musikalischen Schlusspunkt setzen. Doch dem großen Applaussturm fügte das Hilliard-Ensemble dann doch noch eine Zugabe an. source: www.badische-zeitung.de (15 October 2012)
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Hilliard Ensemble/Fretwork – review (London, 2nd October 2012)
There can be few periods in the history of human culture in which the delights associated with melancholia have been better explored or exploited than in Elizabethan England. For every "Hey nonny no" there's a "Flow my teares" ready to blast it. All but two of the Orlando Gibbons madrigals presented at this concert were concerned with death and mortality, spun out in strains of such bewilderingly exquisite construction that, to borrow a phrase, even lilies in their springtime must have hung their heads.
Technically post-Elizabethan, Gibbons' 1612 set suggest the composer was more interested in using the imported madrigal form to expand native song tradition, something borne out in the artful approach taken here by the Hilliard Ensemble and Fretwork. The evening combined purely instrumental settings and unaccompanied ones, the Hilliards – performing with sopranos Julia Doyle and Julie Cooper – excelling in the wondrously splintered pomposities of I Waigh Not Fortune's Frowne and the more naked lamenting in Ah, Deere Hart. In any of the various combinations employed throughout the evening, which concluded, aptly, with a quite glorious performance of The Silver Swanne, both ensembles caught perfectly the magical way in which Gibbons' dovetailing lines can fracture and coalesce in the space of a line, ravishing harmonies to flourishing and fading in a single breath. The Gibbons songs were interleaved with a new piece by Nico Muhly, a composer with a distinct touch of the Elizabethan about him. Entitled My Days, it sets Psalm 39 together with a particularly descriptive section from Gibbons' autopsy, and proved entirely worthy of the Hilliards and Fretwork, for whom it was composed. Based around a highly ornamented falling line, the music echoed Gibbons' fluctuating metres, its way of creating a melodic line from collisions between voices and allowing the sense of harmony – enhanced by the use of period tuning – to emerge haphazardly in conversation between the parts.
source: www.guardian.co.uk (4 October 2012)
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Deutsche Kammerphilharmonie unter Järvi und das Hilliard Ensemble (Bonn, 30th September 2012)
Mal eben gut 700 Jahre Musikgeschichte innerhalb eines Konzertes zu durchschreiten, ist schon eine echte Herausforderung. Der Dirigent Paavo Järvi und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen - seit vielen Jahren Residenzorchester des Beethovenfestes - nahm sie an, allerdings nicht ohne sich der Hilfe des britischen Hilliard-Ensembles zu versichern, das seit Jahrzehnten auf die Vokalmusiktradition der vorbarocken Zeit spezialisiert ist.
Die frühesten Kompositionen an diesem Abend waren denn auch A-cappella-Werke aus dem 14. Jahrhundert, fünf Motetten des französischen Komponisten Guillaume de Machaut. Diese spätmittelalterliche Musik klingt in der Wiedergabe von David James (Countertenor), Rogers Covey-Crumb (Tenor), Steven Harrold (Tenor) und Gordon Jones (Bariton) wunderbar rein, die kompliziert organisierten Stimmen dieser weltlichen und geistlichen Gesänge wirken selbst unter den akustischen Bedingungen der Beethovenhalle unangestrengt, fast meditativ. Erst dann kamen die Musiker aus Bremen auf die Bühne. Auf den Pulten lagen Noten eines Komponisten aus dem 20. Jahrhundert (Strawinski), der sich mit einem Meister der Renaissance (Gesualdo) auseinandersetzte: Die altertümliche Harmonik und Melodik der frühen Musik und der Klang eines sehr farbig besetzten modernen Orchesters gehen hier eine überaus reizvolle Verbindung ein, die vor allem durch die vorzüglichen Bläser der Kammerphilharmonie eine bemerkenswerte Leuchtkraft erhielt. In der Programmdramaturgie folgte mit beinahe logischer Konsequenz ein Werk des 21. Jahrhunderts, das aber durchaus ans Mittelalter anknüpft. In "Questions...", das der estnische Komponist Erkke-Sven Tüür den vier Stimmen des Hilliard-Ensembles sozusagen auf den Leib geschrieben hat, stehen die Männerstimmen einem Streichorchester gegenüber. Die Textgrundlage ist eher prosaisch: Ein vertontes Interview mit dem amerikanischen Quantenphysiker David Bohm (1917-1992), der überzeugt war, dass die Trennung von Kunst und Wissenschaft nur eine vorläufige sei. Die Fragen werden in dichtem vierstimmigem Satz formuliert, bei den Antworten lockert Tüür den Satz ein wenig mehr auf. Und das Orchester kommentiert die Gedanken und Aussagen, mitunter sehr direkt und in der Interpretation der Kammerphilharmonie ungemein energetisch. Der Schluss dieses auch von den vier britischen Stimmen mit großer Intensität vorgetragenen Dialogs aber wirkte beinahe mit einem auskomponierten Fragezeichen. Neben den Ausführenden nahm auch der aus Estland angereiste Komponist (den mit Järvi die gemeinsame Zeit als Musiker in einer Rockband verbindet) den Applaus entgegen. Nach der Pause setzte man mit mit der zweiten Sinfonie von Johannes Brahms ein orchestrales Glanzlicht. Diese Interpretation hatte alles, was man sich nur wünschen kann: Leidenschaft, Feuer, Virtuosität, mitreißende rhythmische Kraft und dabei eine nur selten zu vernehmende Durchhörbarkeit. Besser kann man ein Publikum für einen kommenden Brahms-Zyklus nicht anfixen. Nach dem Trompetensignal des Finales riss es die Zuhörer förmlich von den Sitzen. Mit zwei Zugaben bedankte man sich dafür: Nach Brahms' Ungarischem Tanz folgte Sibelius' "Valse triste", deren trübe Moll-Stimmung so klangschön wiedergegeben wurde, dass sie sich in pures Glück verkehrte. source: www.general-anzeiger-bonn.de (2 October 2012)
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Bach vie prekvapiť aj po tristo rokoch (Bratislava, 17th September 2012)
Trinásty ročník Konvergencií sa v pondelok večer začal v bratislavskom Dóme sv. Martina mimoriadnym koncertom v mimoriadnej kvalite. Hoci špičkový The Hilliard Ensemble na tomto festivale už účinkoval pred dvoma rokmi - so saxofonistom Janom Garbarekom - očakávania festivalového publika boli opäť veľmi vysoké, pretože každý projekt tohto súboru je výnimočný.
Ich ostatný projekt s exoticky znejúcim – pritom latinským názvom Morimur, ktorý evokuje smrť – je zaujímavý bachovský projekt nemeckej muzikologičky Helgy Thoene. Vychádzala z myšlienky, že čaru mágie čísiel – v období baroka veľmi populárnej a rozšírenej – nemohol odolať ani lipský majster. Početné citovanie vlastného mena vo svojich skladbách, všadeprítomná matematická dokonalosť skladieb a rôzne iné „nástrely“ ju v bádaní povzbudzovali. Výsledok výskumu bol skutočne zaujímavý. V slávnej husľovej Ciaccone sú citované úryvky rôznych chorálov v strednom i spodnom hlase. Je to, samozrejme, skutočnosť na prvé, „bežné“ počutie nepostrehnuteľná. Podobné odkazy však rozhodne prvoplánové nie sú a Bach nie je výnimkou. K vyššiemu poznaniu sa človek, prípadne poslucháč dopracuje len detailnejším štúdiom. Rozhodne to však za námahu stojí. V praxi to vyzerá tak, že jednotlivé časti Partity d¤mol pre sólové husle striedajú chorály ukryté v jej útrobách. Striedanie očarujúce a magické. Špeciálne v rukách (či lepšie povedané v hrdlách) protagonistov koncertu a vynikajúcej huslistky Muriel Cantoreggi z Francúzska. Jej hra, jej legáto, artikulácia, to všetko sa približuje k pomyselnému ideálu priblíženia sa ľudskému hlasu. Plus vcítenie sa do tepu osobitného rytmu Bachovej hudby, dar, ktorý majú nemnohí. Prosto vokálna dimenzia jej hrania urobila striedanie inštrumentálnej a vokálnej zložky úplne prirodzeným. Interpretáciu vokálneho súboru nie je, myslím, nutné rozoberať – znesie tie najvyššie parametre. I keď klasická, čisto mužská zostava je neprekonateľná. Ošúchané vety typu – Bachova hudba je večná, nadčasová – nie sú síce originálne, ale stopercentne pravdivé. Navyše treba ešte dodať nie nepodstatný detail – veľký Johann Sebastian Bach vie ešte aj po tristo rokoch stále prekvapiť.
source: kultura.pravda.sk (20 September 2012)
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Ein Ensemble von Weltrang (Schaffhausen, 6th September 2012)
Das Hilliard Ensemble gastierte mit einer Neukomposition eines Schweizer Komponisten in Schaffhausen.
Es war eines der aufsehenerregendsten Cross-over-Projekte aller Zeiten: als das auf Interpretation alter Musik spezialisierte Hilliard Ensemble im Jahre 1994 eine CD mit dem dänischen Jazzsaxofonisten Jan Garbarek veröffentlichte, worauf dieser zu den mittelalterlichen Polyfonien der Vokalisten ätherische Improvisationen in den Kirchenraum zauberte. Die Scheibe «Officium» wurde zu einem Welterfolg, und das Hilliard Ensemble war in aller Munde. Die grössten der zeitgenössischen Komponisten schrieben Werke für das Vokalensemble, das in wechselnden Besetzungen entweder zu viert, zu fünft oder als Sextett auftritt. Dass man diese Meister des Gesangs nun in Schaffhausen erleben durfte, war einem Werk geschuldet, das der zeitgenössische Schweizer Komponist Roman Rutishauser geschrieben (man darf vermuten: dem Hilliard Ensemble auf den Leib geschrieben) hat: «Tenebrae» ist eine rund 85 Minuten dauernde Vertonung von sieben Texten aus dem katholischen Responsorium zur Karwoche. Die Vokalisten werden dabei nur von einer grösstenteils improvisierenden Violine begleitet. Paul Giger – selber ebenfalls bedeutender Schweizer Komponist – gestaltete diesen Part trotz sichtbar starker Erkältung überaus klug und spannungsreich, oft an der Grenze zum Geräusch, zum nur angedeuteten Ton. Postmodern und spirituell «Tenebrae» bedeutet Dunkelheit, und etwas mehr davon hätte man sich in der städtischen Konzertkirche gewünscht. Die Musik pendelt zwischen leise und sehr leise. In einem kleineren Raum, vielleicht bei Kerzenlicht, wäre mehr Intimität zu erreichen gewesen. Aber auch so lauschte ein erfreulich zahlreich anwesendes Publikum sehr konzentriert und diszipliniert der Komposition. Ganz unterschiedliche, meist meditative Klangbilder von teilweise erschütternder harmonischer Schönheit sind es, unterbrochen von Passagen mit rhythmisch akzentuierterer Gestik, die sich aus einer grossen Palette von Stilen bedient, ohne dabei ins Eklektische abzudriften. Manche Blöcke – sogenannte Loops – werden von den Sängern improvisiert. Vielleicht fehlt dem Werk in seiner Episodenhaftigkeit ein wenig der grosse dramatische Spannungsbogen, Rutishauser ist jedoch ein Meister der kleinen Form, der wirklich wunderschönen, ergreifenden Chorsätze in einer fast schon eingängigen, postmodernen und dabei durchaus spirituell inspirierten Musiksprache. Dabei ist es eine wahre musikalische Feierstunde, den britischen Herren in ihrer Fünferbesetzung bei glockenreinen Harmonien und einigen auch solistisch beeindruckenden Gesangskünsten (Bariton Jones Gordon) zuzuhören. source: Schaffhauser Nachrichten (8 September 2012)
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Gombert in Landshut, 29th June 2012
source: www.landshuter-hofmusiktage.com
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Garbarek jazzt Kontraste. Vokalmusik und Saxophon als gewöhnungsbedürftige Liaison (Wetzlar, 8th June 2012)
Er habe den Jazz hinter sich gelassen. So hat es Saxophon-Legende Jan Garbarek zuvor gesagt. Seine neuen musikalischen Projekte orientieren sich an Volksmusik und an geistlichen Liedern aus dem Mittelalter. Im Wetzlarer Dom erlebten 950 Besucher beim Hessentag den christlichen Garbarek mit dem britischen Hilliard Ensemble.
"Officium Novum" hieß am Freitagabend das Programm in Anlehnung an das legendäre Album, mit dem Garbarek bereits 1994 Jazz und Gregorianische Gesänge zusammen brachte. Mit seinem neuen Programm wandert der Weltmusiker weiter nach Osten und widmet sich dem armenischen Komponisten Komitas Vardapet, der um das Jahr 1900 herum mittelalterliche Kirchenmusik und kaukasischen Liturgien verfasste. Das Hilliard Ensemble hat dessen Werke studiert und bearbeitete sie nun mit Garbarek zu eigenen, völlig neu arrangierten Werken. So gehörte das in Wetzlar dargebotene "Surb, surb" zur Liturgie der Heiligen Messe der orthodoxen Kirche. Das Hilliard-Ensemble sang im Dom die komplexen Harmonien, die stets zu einem kontemplativen und komplizierten Schlussakkord hin führten. Auf die filigranen Männerstimmen setzte Garbarek seine Saxophon-Sequenzen. Immer wieder unterbrach Garbarek den ruhigen harmonischen Fluss mit jazzigen Einsprengseln. Jan Garbarek, Sohn eines polnischen Einwanderers und einer Norwegerin, wuchs in Oslo auf und gilt als der beste Saxophonist der Welt. Nach seinen großen Erfolgen im Duo mit dem Pianisten Keith Jarrett wandte sich Garbarek den Volksmusiken der Welt zu. Auch das Hilliard Ensemble wurde mit der originalgetreuen Interpretation von christlichen Gesängen aus Mittelalter und Renaissance weltberühmt. Einige Werke des Programms "Officium Novum" beim Hessentag gingen gar bis in die Zeit der Antike zurück. 950 Besucher hören weltberühmte Musiker im Dom Wenn Garbarek und das Hilliard Ensemble mittelalterliche Klänge mit zeitgenössischen Elementen des Freejazz verknüpften, entstand daraus manches Mal ein ansprechender und überraschender neuer Zusammenklang, oft aber blieb ein eher beziehungsloses Nebeneinander zurück. Denn während das Hilliard Ensemble ganz in den Mönchsgesängen aufging, die ihm Weltruhm eintrugen, blkiebe Garbarek seinem Stil als freier Improvisator treu. Der Saxophonist, der einen völlig eigenen Stil entwickelte, als er sich autodidaktisch das Saxophonspiel aneignete, setzte wie immer Kontrapunkte, die verstören und aufhorchen lassen. Die Passagen, in denen Garbarek sich stark einbrachte, wurden dabei auf der einen Seite für die Fans des Freejazz eine echte Freude. Die Anhänger des Mönchsgesang waren dagegen von den für sie irrlichternden Saxophonstößen häufig irritiert. So war das Konzert für die Hälfte der Besucher eine Enttäuschung, was einige mit vorzeitigem Aufbruch zum Ausdruck brachten. Die anderen drückten ihre Begeisterung durch kräftigen Applaus aus, für den die Musiker sich mit einer Zugabe bedankten, die dem alten Gabarek näher kam, als die zuvor gespielten Stücke.
source: www.mittelhessen.de (9 June 2012)
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Långsamma farbröder fascinerar (Stockholm, 5th and 6th June 2012)
"I went to the house but did not enter"
Kompositören Heiner Göbbels har ställt de fyra herrarna i den världsberömda sångkvartetten The Hilliard Ensemble på teaterscenen.
Fyra farbröder på en teaterscen som står, sitter och går i gråa kläder. Några i publiken lämnar salen för att det är så långsamt, andra blir helt fascinerade. Den tyske konstmusik-kompositören Heiner Göbbels har tagit de fyra herrarna i den världsberömda sångkvartetten The Hilliard Ensemble ur deras naturliga element och ställt dem på teaterscenen istället. I dagarna uppträdde de på Dramaten i Stockholm. Blev tagna på sängen Den Brittiska The Hilliard Ensemble har sedan tidigt 80-tal hyllats för sina vokala tolkningar av bland andra Monteverdi, Bach och Arvo Pärt. De blev tagna på sängen när den tyska kompistören Heiner Goebbels ville göra dem till skådespelare i föreställningen "I went to the house but did not enter". - Sanningen är att vi aldrig hade stått på scen förut, så när Heiner Göbbels föreslog att vi skulle stå på scen och agera kom det minst sagt som en chock för oss, men vi valde att lita på honom och han visade oss hur vi skulle göra, säger David James, en av medlemmarna i The Hilliard Ensemble. Heiner Goebbels har både skrivit musiken till och regisserat föreställningen . - Jag försöker bryta mönster och i det här fallet så ställde jag fyra sångare på scen och lät dem agera. Resultatet är rörande, säger Heiner Goebbels. source: svt.se (7 June 2012)
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Wunderbarer Gesang in der Basilika (Marienstatt, 27th May 2012)
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Weltberühmtes „Hilliard-Ensemble“ sorgt für besonderen Höhepunkt im Jubiläumsjahr. Die Marienstatter Abteikonzerte stehen in diesem Jahr unter dem Zeichen des 800-jährigen Jubiläums der Zisterzienser.
Kein Wunder, dass der künstlerische Leiter Frater Gregor Brandt im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz aus diesem Anlass namhafte Künstler nach Marienstatt holt. So wie am Pfingstsonntag, wo das "Hilliard Ensemble", das sich 1974 in England gründete, zu einem außergewöhnlichen Konzert in der bis auf den letzten Platz besetzten Basilika zusammenfand. Frater Gregor, der die vielen Gäste begrüßte, nannte die Begegnung mit diesem Ensemble, das heute als eines der weltbesten gilt, als einen neuen Höhepunkt im Jubiläumsjahr. In der Tat: Schon zur stimmungsvollen Eröffnung, zu der die vier Sänger aus verschiedenen Richtungen der Basilika kommend den Altarraum betraten und den Hymnus zum heiligen Geist "O ignis Spiritus" von Hildegard von Bingen (1098–1179) intonierten, erfüllte wunderbarer Gesang den Kirchenraum. Es wurde einem die eindringliche Schönheit des mystischen Gesangs der Mystikerin und Seherin Hildegard bewusst, deren Melodien nur in einer einzigen Quelle überliefert sind. Es sind Texte, die, mit Ausnahme eines Kyrie, zum großen Teil den literarischen Werken Hildegards entnommen sind. Insofern machte das weltberühmte Quartett mit Davis James (Countertenor), Steven Harrold (Tenor), Rogers Covey-Crump (Tenor) und Gordon Jones (Bariton) eine einmalige Zeitgeschichte lebendig, die mit einer selten erlebten Klangfarbe ganz erheblich zu diesem Kunstgenuss beitrug. Ganz abgesehen von der meditativen Wirkung, von der der anwesende Abt Pater Andreas Range mit seinen Mönchen ebenso angetan war, wie die begeisterte Zuhörergemeinde. Das Ensemble, das nach dem englischen Miniaturenmaler Nicholas Hilliard (1547–1619 )benannt ist, zeichnet sich wahrlich in den Miniaturen der Vokalmusik aus. Besonders der Countertenor David James brillierte mit einem hellen leuchtenden und wunderbaren Ton, der weit über eine "normale" Altstimme hinausgeht. Die Verschmelzung zu einem homogenen Ganzen geschieht ganz unaufdringlich unter Beherrschung der Stimmregister. Hatte sich das "Hilliard Ensemble" ursprünglich auf die Musik des 16. Jahrhunderts spezialisiert, so hat die unbestrittene Qualität des Ensembles, auch durch den unverwechselbaren Klang, zahlreiche zeitgenössische Komponisten inspiriert, Werke für die "Hilliards" zu schreiben. Natürlich waren da Beispiele zu hören. In immer wieder wechselnden Besetzungen mit einem gewissen sphärischen Klangmuster ließen sie erkennen, was doch alles mit der menschlichen Stimme möglich ist. Dabei nutzten die Sänger natürlich ihre große Erfahrungen aus, auch mit den Elementen der Raumakustik einen intensiven und ausdrucksstarken Klang zu erzielen. Sie zwingen praktisch die Zuhörer durch die Dringlichkeit der Tonsprache zum intensiven Hören. Nicht nur dem Geist des Pfingstfestes, das auch als der Geburtstag der Kirche angesehen ist, war das Programm abgestimmt, sondern auch auf die Gottesmutter, die ja von den Zisterziensern in Marienstatt stark verehrt wird. "Aus Liebe zu Christus", jenes Leitwort, das das Jubiläum begleitet, führt auch die Liebe zu Maria, die das Quartett mit der großartigen Komposition "Most Holy Mother of God" des zeitgenössischen Arvo Pärt (geb. 1935) abschloss. Hier machten sich die hohe Kunst des Gesangs mit tiefgreifenden Elementen des Glaubens noch einmal ganz und gar bemerkbar. Man war wie hingerissen. Stehende Ovationen und langer Applaus waren der Dank des begeisterten Publikums für ein nicht alltägliches Konzert. source: www.fnp.de (2 June 2012)
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Von der Verlorenheit des Klangs (Speyer, 22nd May 2012)
Gottesdienst oder Konzert? Das ist am Ende gar nicht mehr wichtig. Wobei das britische Hilliard-Ensemble durchaus verdeutlicht, in wessen Diensten die Vokalkunst früherer Jahrhunderte stand. Der sakralen und spirituellen Dimension der 400 Jahre alten Gesänge von Carlo Gesualdo kann sich - zumal im Speyerer Dom! - denn wohl auch kein Konzertbesucher entziehen.
Schon häufiger zu Gast bei den Schwetzinger Festspielen, ist es doch immer wieder von Neuem faszinierend, mit welcher Selbstverständlichkeit und natürlichen Präsenz dieses Ensemble die Klangsprache von Gregorianik und Renaissance-Madrigalen beherrscht. Es braucht nur ein akzentuiertes Atemholen oder ein Anheben der Schulter als Verständigungszeichen, und schon fügen sich polyphone Linien zu einem schillernden Klanggebilde, das von sich ständig wechselnden Harmonien und Hallwirkungen im Dom immer neu eingefärbt wird. Finsternis der Passion Wenige Tage vor Pfingsten tauchen die Gesualdo-Gesänge, als Antiphone und Responsorien eingebettet in gregorianische Liturgik, tief ein in die Finsternis der Passion. Die rezitatorischen Lesungen gestaltet Bariton Gordon Jones mit gesanglichem, beinahe kantablem Ausdruck. Das Kreuzigungsgeschehen kommentiert das Ensemble mit aufgewühlter Empathie. Die Countertenöre David James und David Gould sowie die Tenöre John Potter, Rogers Covey-Crump und Bassist Robert Macdonald bilden einen Kammerchor der besonderen Art. Immer wieder tritt die künstlerische Darstellung, die gleichwohl ein hohes Niveau behauptet, hinter ihrer religiös-ästhetischen Bedeutung zurück. Gesualdos "Miserere", jene Reflexion des Gläubigen auf den Opfertod Jesu, mündet nach den erschütternden emotionalen Aufwallungen in eine feierliche Ruhe, die der Demut des Sünders vor dem barmherzigen Gott Raum gibt. Der letzte Ton endet auf dem Wort "Kreuz" und bleibt als harmonisch unaufgelöster Klang wie verloren im Raum stehen. Mehr kann eine Predigt auch nicht sagen.
source: www.morgenweb.de (24 May 2012)
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The Hilliard Ensemble performs Da Pacem with artistry and unity (Singapore, 27th April 2012)
DA PACEM - The Hilliard Ensemble - Esplanade Concert Hall - Friday, April 27
With one of their tenors replaced by soprano Monika Mauch, The Hilliard Ensemble still displayed their matchless skill in close-knit ensemble singing. In the first half of their concert, they offered up a tantalising selection of Medieval English and contemporary Estonian songs, and delivered them with consummate artistry and an instinctive feeling of togetherness. After the interval, violinist Muriel Cantoreggi gave a committed account of Bach's unaccompanied Partita in D minor, each movement interspersed with unconnected sung verses from an assortment of Bach chorales. The climax came with a repeat of one of the Bach violin movements with vaguely incoherent vocal lines superimposed in an academic experiment devised by Helga Thoene. Not the most convincing musical programme ever, but unquestionably some of the finest ensemble singing Singapore has yet experienced.
source: www.straitstimes.com (28 April 2012)
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Finsternis für sechs Stimmen. Das Hilliard-Ensemble faszinierte mit Gesualdo-Responsorien (Münster, 6th April 2012)
Der Name des Hilliard-Ensembles zählt zu den größten unter den Interpreten der Alte-Musik-Szene, und seine bereits 1991 unter dem Titel „Tenebrae“ erschienene preisgekrönte Aufnahme von Responsorien des Spätrenaissance-Komponisten Carlo Gesualdo sorgte für nachhaltigen Eindruck.
Am Karfreitag in der Überwasserkirche konnte auch das münstersche Publikum sich im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Musica Sacra“ sein Bild von dieser Ausnahmeformation und ihrem ebenso kultivierten wie einfühlsamen Zugriff auf Gesualdos komplexe Vokalsätze machen. David James und David Gould (Countertenor), Steven Harrold und Rogers Covey-Crump (Tenor), Gordon Jones (Bariton) und Robert Macdonald (Bass) brachten neben den Responsorien, denen für den Karfreitag ausgewählte Texte zugrunde liegen, auch ein „Benedictus“ (Lobgesang des Zacharias) und ein „Miserere“ (51. Psalm) zu Gehör, außerdem Lesungen aus den Klageliedern Jeremias, bei denen Gordon Jones als Vorsänger fungierte. Zwischen der Schlichtheit der Lesungen und den Tenebrae-Responsorien mit ihrer Sechsstimmigkeit, die von heller Alt- bis zu dunkelster Basslage ein weites Spektrum an stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten abdecken, ergab sich ein faszinierender Kontrast. Er machte das Konzert noch emotionaler, als es durch die Innigkeit, mit der das Ensemble den kaum vorherzusehenden harmonischen Verläufen folgte, die der Komponist durch seine kühne Verwendung der Chromatik angelegt hatte, ohnehin schon war. An dieses karfreitägliche Musikereignis wird ein bewegtes Publikum sicher noch lange zurückdenken. source: www.wn.de (9 April 2012)
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The Hilliard Ensemble and the ACO: Concert review (Sydney, 20th March 2012)
Songs ancient and modern from the west and from the east were featured in a stunning vocal display by the English quartet The Hilliard Ensemble backed by the Australian Chamber Orchestra.
One of the top chamber groups in Europe, the ensemble has an impressive discography - most recently on the German ECM label - and are as noted for their collaborations with jazz players like saxophonist Jan Garbarek as for their early music performances. This current tour - their first here for many years - featured some deft interweaving with the ACO under its guest leader Helena Rathbone. The program started in England, beautifully set up by the orchestra’s rendering of Elgar’s Serenade for Strings. This led into the verse and refrain Ah, Gentle Jesu composed around 1500 by Sheryngham - about whom little is known, including his first name. This substantial work is perfectly fitted for the group’s glorious harmonic blending and uncanny control of dynamic - at times the responses were almost whispered by countertenor David James and tenor Rogers Covey-Crump as the Penitent and the lower voices of tenor Steve Herrold and baritone Gordon Jones as Jesus. The scene then moved eastwards and a work by contemporary composer Alexander Raskatov, Obikhod, based on the chants and texts of the Russian Orthodox Church and written for the Hilliard Ensemble in 2003. This lengthy piece in five sections, sung in Slovenian and featuring dramatic use of the orchestra as accompaniment, led without pause into another of the group’s contemporary collaborations, Estonian minimalist doyen Arvo Part, and his exquisite four-minute Most Holy Mother of God with its haunting repeated refrain. This work was also premiered by the Hilliard Ensemble in 2003. The second half saw James rested and the remaining trio moved up a level above the stage and behind the orchestra for a set of variations on the hymn Veni Creator Spiritus, interweaving a capella Gregorian plainchant with a French medieval version and two movements from Australian composer Ross Edward’s string octet of the same name. This fascinating and beautiful concert was neatly wrapped up with Rathbone leading a larger string ensemble in Anton Arensky’s Variations on A Theme by Tchaikovsky. source: whereilive.com.au (21 March 2012)
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Odd pairing wanders into barren territory (Canberra, 10th March 2012)
TO a degree, pairing the Hilliard Ensemble with the Australian Chamber Orchestra was an inspired stroke. But it raises the question: where is the repertoire for a renowned male vocal quartet coupled with a 17-piece string orchestra? What the ACO came up with was pretty ingenious, even if paperclips and glue were still apparent.
One solution is to look for common ground in different territories, places such as Gregorian chant. Seven verses of the ninth-century sequence, Veni, Creator Spiritus, exquisitely sung by the lower voices, were interleaved with a medieval motet and a string piece by Ross Edwards. The motet sounded insipid. Medieval music has been lurking in Edwards's basement all these years and surfaces too rarely in such gems as his 2003 setting for eight-part string ensemble. The ACO revelled in his cosmic dances and richly textured musings on the human spirit. Manifestly, this was the best music making of the program. At the other end of the spectrum was a recent work by the contemporary Russian composer Alexander Raskatov. In 2002 the Hilliard Ensemble commissioned his "chamber requiem" Obikod, a 30-minute essay on a mode of Old Russian liturgical chant. Its five movements meander fitfully into various terrains, never for very long and rarely persuasively. Spiky and disjointed, Obikod seemed awkward for singers and strings. For the moment, it ranks near the bottom of the wonderful discoveries the ACO has given us over the years. Mercifully, the Hilliards slipped in, unannounced, a coda to the Raskatov. In its stark and hypnotic repetitions, Arvo Part's short motet Most Holy Mother of God was truly blessed relief. The Hilliards are Part's foremost exponents in the world today; these four minutes were misanthropic. Bookending this odd program were works that brought the ACO into more familiar territory. Elgar's Serenade sounded listless, even nervous, whereas Arensky's affectionate tribute to Tchaikovsky, with its occasional resonances of Russian liturgical music, gave the ACO a chance to relish truly grateful string writing. Hopefully, it will not be too long before we hear the ACO and the Hilliards together again, in music worthy of their undisputed reputations. source: www.theaustralian.com.au (12 March 2012)
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Gesang ist Versenkung (Bad Urach, 17th December 2011)
Eine besondere Weihnachtsüberraschung erlebten Musikliebhaber in Bad Urach: das Gastspiel des weltberühmten Hilliard-Ensembles. Auf dem Programm stand weihnachtliche A-cappella-Musik vor 1600.
Dieses Ensemble hat Geschichte geschrieben. 1974 gegründet, ersang es sich weltweiten Ruhm durch seine bezwingende Interpretation von A-cappella-Musik der Zeit bis 1600 sowie von neu komponierter Musik. Bekannt wurde das Hilliard Ensemble auch durch seine Zusammenarbeit mit dem Jazzer Jan Garbarek; derzeit besteht es aus David James (Countertenor), Steven Harrold (Tenor), Rogers Covey-Crump (Tenor) und Gordon Jones (Bariton). "Puer natus est nobis" - "ein Kind ist uns geboren" - lautet der Titel einer Messe des Franko-Flamen Pierre de la Rue, die dem Programm das Gerüst gab. Drum herum gruppiert waren geistliche Stücke auf lateinische Texte unterschiedlicher Herkunft sowie frühe Weihnachtslieder aus England und Italien, oft aus Übertragungen anonymer Handschriften, die in den Archiven Europas liegen. All dies wurde fast ohne Pause nacheinander abgesungen, berechtigt auch dadurch, dass "Alte Musik" nicht den erst später aufgekommenen Werkcharakter trägt. Manches aus den unübersichtlichen Textblättern wurde dabei auch noch weggelassen. Der Zugang wurde dem Hörer nicht eben erleichtert, zumal auf eine Einführung gänzlich verzichtet wurde. Es blieb dem Singen der vier Solisten überlassen, die gleichzeitig alte und neue Musik zu vermitteln. Dieses bestach nicht so sehr durch stimmliche Schönheit, runde Harmonie oder äußere Glätte, wie sie etwa von jüngeren Ensembles gepflegt wird. Die Timbres des Countertenors sowie des Baritons hoben sich ab, kleinere Unebenheiten wurden toleriert. Das besondere Können der Hilliards besteht eher darin, zum einen die schwierigen, eng verflochtenen Partituren möglichst originalgetreu umzusetzen, zum andern die Logik und den Geist, die sich in der abstrakten, dem heutigem Fühlen fernen Klangsprache verbergen, zum Leben zu erwecken. Das können sie immer noch. Dass nach Hunderten von Aufführungen Magie und Spiritualität nicht auf Knopfdruck aufleuchten, ist verständlich, dass die Stimmen in zugigen Kirchen leiden, ebenso. Ein Wunder fast, dass dennoch ihre spezielle Kraft des Singens zum Tragen kam. Diese schöpft nicht aus hinein- oder herauszulesendem "Ausdruck" oder "Affekt", sondern versucht, mittels Textverständnis, Atemtechnik und Phrasierung in die fast unzugänglichen Tiefen der fernen Welten einzudringen, sich singend in sie zu versenken, wie dies wohl in früheren Zeiten die Kleriker getan haben, und die Musik aus sich, von innen heraus sprechen zu lassen. Meist verhalten, so dass das Geheimnis zu spüren ist, jedoch stets in innerer Übereinstimmung der Singenden, die manchmal in eine mystische Einheit und bezwingende Intensität mündet. Völlig gefühllos war diese "objektive" Musik dann doch nicht. Wenn etwa in "Salve mater gracie" die heilige Jungfrau mit "Freu dich, Königin, Herrin der Himmel" angerufen wird, ist diese Emotion in tänzerischer Bewegung zu spüren, in dem englischen "There is no rose" geht der zärtlich wiederholte Refrain des Gesangs sachte ins Ohr, und in Josquins "Ave Maria" gewinnt der Schluss auf "O Mater Dei, memento mei" durch eine dezente, doch umso intensiver wirkende Verstärkung eindringliches Gewicht. Auf den lang anhaltenden Beifall antwortete das Ensemble mit einem für seine Verhältnisse "späten", harmonischen Christmas Carol von Thomas Ravenscroft - als süße Dreingabe auf ein scheinbar sprödes, aber von innen heraus leuchtendes Weihnachtsgeschenk. source: www.swp.de (19 December 2011)
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Hilliard Ensemble na krakowskim Rynku (Kraków, 16th December 2011)
W Bazylice Mariackiej rozbrzmiała muzyka hiszpańskiego renesansu. Hilliard Ensemble, znakomity angielski zespół, odwiedził Kraków w ramach festiwalu Stara Europa. Na repertuar złożyły się późnośredniowieczne i renesansowe utwory – usłyszeliśmy anonimowe kompozycje oraz dzieła Pérotina, Josquina des Prés i Tomása Luisa de Victorii.
Wokalny kwartet – cudowny baryton Gordona Jonesa, świetlisty kontratenor Davida Jamesa i dwa doskonałe tenory: Rogersa Coveya-Crumpa oraz Stevena Harrolda przeniósł nas w odległe czasy. Program został ułożony tematycznie, co umożliwiło wgląd w krystalizowanie się muzycznego stylu doby Odrodzenia. O magnum mysterium Pomponnia Nenny, moim zdaniem najpiękniejszy utwór całego koncertu, wywołał łzy wzruszenia na twarzach wszystkich zakochanych w muzyce dawnej. Autor, neapolitański kompozytor żyjący w latach 1556-1608, związany był z dworem księcia Carlo Gesualdo, który przeszedł do historii muzyki jako autor awangardowych tonalnie utworów. Niestety, pomimo wysokiego poziomu wykonania, nie wszystkim słuchaczom udało się dotrwać do końca wydarzenia. Trudno wytłumaczyć to zjawisko, można jedynie pokusić się o hipotezę, że tak ambitny repertuar nie jest łatwy w odbiorze dla przeciętnych melomanów. Pozostałą publiczność Anglicy nagrodzili jednym bisem. Róża Różańska source: www.polskamuza.eu (20 December 2011)
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Litanei für den Wal war lebendige Gehörbildung (Bochum, 15th September 2011)
Als würde der leere Raum selbst sprechen erklang John Cages "Litanei für den Wal" am Donnerstag (15.9.) in der Jahrhunderthalle Bochum. Als Kernstück eines Programms, das das weltberühmte Hilliard Ensemble extra für den Buddhismus-Schwerpunkt der Ruhrtriennale zusammengestellt hat.
Das britische Vokalensemble ist beim Publikum so beliebt, dass es bei der Triennale nicht nur zwei Programme, sondern auch noch eine Zusatzvorstellung von "In Paradisum" aufführen konnte. Allesamt ausverkauft. Und das, obwohl es den Zuhörern zumindest beim Abend "Litany For The Whale" keineswegs leicht gemacht wird. Meditation über das Wort "Wahle" Das Konzert mit Werken Neuer Musik, teils von Zeitgenossen extra für das Sänger-Quartett komponiert, ist lebendige Gehörbildung. John Cages Komposition ist eine knapp halbstündige, zweistimmige Meditation über das Wort "Whale" ("Wal"), das wie ein Mantra wieder und wieder, Buchstabe für Buchstabe gesungen wird. Die Jahrhunderthalle liegt dabei im Halbdunkel, die Stimmen fragen und antworten aus unbestimmtem Nirgendwo. Klang und Bedeutung der Worte Auch in Luca Belcastros "La Voce delle Creature" und Ken Uenos "Shiroi Ishi" werden Klang und Bedeutung der Worte selbst zum Thema. Das Hilliard Ensemble singt diese musikalischen Meditationen über Gottes Schöpfung und den Tod nicht nur, es flüstert sie, zischt, summt, atmet, gibt den Zwischentönen Raum. Perfekte Aufführungen ungemein komplexer Kompositionen sind das. Dazwischen lauscht das aufmerksame Publikum dem Japaner Tadashi Tajima, der die traditionelle Kunst des Shakuhachi-Spiels beherrscht. Die Musik auf der Bambusflöte, mündlich überliefert, wirkt wie avantgardistische Klangexperimente, ist als "Brücke zur Erleuchtung" gedacht. source: www.ruhrnachrichten.de (16 September 2011)
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Kurz in einer anderen Welt (Heidenheim, 16th July 2011)
Bewegendes und mitreißendes Konzert von Jan Garbarek und dem Hilliard Ensemble in Heidenheim.
„Ein Pfarrertraum“ entfuhr es einem Besucher der fast vollbesetzten Pauluskirche bei dem bewegenden Konzert mit Jan Garbarek und dem „Hilliard Ensemble“ im Rahmen der Heidenheimer Opernfestspiele. Für etwa siebzig Minuten wurde man in eine faszinierende Klangwelt, bei der Fremdheit und Wohlgefühl kein Widerspruch waren, entführt. „Officium Novum“ hieß das Programm, und „Officium“ bedeutet etwa so viel wie „Stundengebet“. Bevor das „Hilliard Ensemble“ mit seinen wunderbar reinen und klaren Stimmen in feinsinniger Dynamik den Kirchenraum füllte, ließ Jan Garbarek mit seinem Sopranino fast zaghaft filigrane Töne sprechen. Ob sanft angeblasen oder mit explosiver Wucht, stets spielte Garbarek mit raumgreifender Fülle und enormer Plastizität. Fast wie bei einer Prozession bewegten sich die Hilliards und schufen mit ihren Stimmen Sphärenklänge zu den variantenreichen, weichen bis durchdringenden Saxophonfiguren. Kraft und Zauber lagen in den Stimmen der vier Briten, die mit Countertenor, Tenor und Bariton liturgische Gesänge vorwiegend armenischen Ursprungs boten. Doch wiesen diese virilen, geschliffenen Stimmen über die abendländische Kirchenmusik hinaus. Da klang es manchmal wie die melancholischen, aber trotzdem lebensbejahenden ostjüdischen Klezmerfiguren, besonders wenn Jan Gabarek sein Sopranino dazu jubeln und sprudeln ließ. Aber war da nicht auch der Ruf des Muezzins vom Minarett zu hören neben dem sonoren Gesang des orthodoxen Popen? Klang es nicht mitunter in Trance wie buddhistische Tempelgesänge? Hier zeigte sich die unabhängige, lebendige Religiosität der Musik, die den abendländischen friedlich neben dem arabischen Gläubigen erfreut und die Schamanen der asiatischen Steppe neben den Mönchen in den Bergen Chinas gemeinsam am geistlichen Leben musikalisch bauen lässt. Jan Garbarek verstand es, mit außergewöhnlichem technischen Esprit einen in sich geschlossenen Kosmos zu schaffen, der die Grenzen musikalischer Ausdruckskraft hinter sich ließ. Die Distanz zu den Hilliards störte nicht. Die weniger dezenten Sax-Sprengsel bei manchen Stücken ließen nur die in allen Registern glänzend gestalteten Vokalpartien der begnadeten A-cappella-Sänger in ihrer Eigenständigkeit deutlich werden. Mystische Erdenschwere und lebendige, fast jubelnde Figurationen wussten die Hilliards mit klanglicher Delikatesse und klarem Ansatz während des mitreißenden Konzerts zu bringen. Wenn dazu Jan Garbareks oft fast an der Grenze zur Stille intoniertes Saxophon erklang, so war man kurz in einer anderen Welt. Als er dann am Schluss spielend durchs Kirchenschiff zog und die Hilliards dies ihm singend nachtaten, wurde die spirituelle Nähe zu einer höchst eigenständigen, aus vielen Wurzeln genährten Musik fast körperlich spürbar. Nach zwei Zugaben verließen viele Besucher stumm die Pauluskirche, um mit dem aufwühlenden Erlebnis zunächst allein zu sein. Hans-Peter Leitenberger source: www.schwaebische-post.de (18 July 2011)
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La luce di Sant’Apollinare per Officium Novum (Ravenna, 14th June 2011)
“Gaia luce: forma, libertà e austerità” recita il programma di Ravenna Festival, ed è lo splendore della decorazione musiva dell’abside a rendere la basilica di Sant’Apollinare scenario ideale per questo “Officium Novum”.
Oltre seicento persone a gremire la basilica, che stupisce per la resa acustica: rigorosamente senza amplificazione, le voci non perdono mai di efficacia e il sax soprano si fa più equilibrato del solito, dando vita a un impasto timbrico ben calibrato. È il quartetto ad iniziare, con una sorta di mantra in movimento che avanza da dietro, mentre Garbarek li attende sull’altare. L’ensemble è in tour nelle cattedrali europee e mostra un affiatamento e una padronanza davvero ragguardevoli, al punto da limitarsi a pochi minuti di sound check. Il repertorio è quello di “Officium Novum” e spazia da Arvo Pärt all’Armenia, passando per Bisanzio, in linea con l’album pubblicato per Ecm: una lunga suite costituita dalle deliziose polifonie del quartetto che dialoga con le linee eteree e suggestive del sassofonista... Per quasi un’ora di rapito ascolto da parte del pubblico che non fiata, non applaude, ma assiste incantato, per arrivare al finale di “Alleluia. Nativitas” di Perotin, in cui il fraseggio di Garbarek si fa più graffiante, accolto con entusiasmo dal pubblico. Suggestivo l’effetto di spazializzazione del suono nel brano successivo, in cui i cinque dialogano muovendosi negli ampi spazi della basilica, con il pubblico intento ad inseguire i suoni, così distanti tra loro e in costante movimento. A quasi vent'anni dalla prima registrazione (nel ’93), l’ispirato incontro tra il sassofonista norvegese e il quartetto di voci inglesi si conferma ogni giorno più maturo e affiatato, un’autentica esperienza, che mostra i suoi maggiori limiti nella prevedibilità, confermandosi unica nel suo genere. Luca Vitali
source: www.giornaledellamusica.it
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Už nikdy žádné příběhy (No stories, never again) (Praha, 2nd and 3rd June 2011)
Jednou z největších kulturních událostí roku u nás lze označit hostování renomovaného britského souboru Hilliard Ensemble se scénickým koncertem ve třech obrazech na texty T. S. Eliota, Maurice Blanchota, Franze Kafky a Samuela Becketta I went to the house but did not enter v pražském Národním divadle v rámci nedávno skončeného festivalu Pražské jaro.
Autorem konceptu tohoto – ve své preciznosti a hlubinné soustředěnosti ojedinělého — scénického díla, současně i autorem hudby a režisérem je proslulý německý skladatel a režisér Heiner Goebbels (1952), jeden z předních představitelů nového hudebního divadla propojujícího hudbu a text s pohybovým a výtvarným uměním. Jeho styl je charakteristický prací se zvukem a zvukovými plochami, současně však s důrazem na text a detail s minimem – většinou akustických – nástrojů. V jeho hudbě najdeme vlivy rocku, jazzu i staré hudby, jež propojuje se soudobou vážnou hudbou s častými prvky minimalismu a oblibou v repetitivnosti. Projekt I went to the house but did not enter (Šel jsem do domu, ale nevstoupil) vznikl v roce 2008 pro Edinburský festival a od té doby byl uveden v řadě světových zemí. Skládá se ze tří oddělených obrazů. První na ranou báseň T. S. Eliota (1888 — 1965) Milostná píseň J. Alfreda Prufrocka je jakýmsi tajemným obřadem konce a znovuzrození. V chladně neosobním pokoji obřadně uklízejí – za zpěvu Eliotovy básně – zpěváci Hillard Ensemble oblečeni jako muži na pohřbu či po hostině jakýsi opuštěný měšťanský pokoj. Vše – bílé nádobí, bílou vázu, květinu, obrazy a dokonce i ubrus – zabalí do velké krabice, kterou odnesou. Světlo se pomalu utlumuje, přechází téměř do tmy. Krabice se však opět objevuje na druhé straně scény a muži téměř stejnými pohyby vše vracejí na místo. Světlo z okna se zintenzivňuje, vše je opět na svém místě, jen barvy se proměnily – z bílé je černá a jeden obraz spadl ze zdi… Jeviště se proměňuje a na scénu vjíždí skelet jednopatrového domu. V jeho oknech jsou – vesměs osamělí – muži. A zpívají a recitují surrealistický text francouzského filosofa Maurice Blanchota (1907–2003) Šílenství dne. O předtuše smrti, o utrpení z banality, jež otupuje. Už nikdy žádné příběhy, praví se v něm. Právě tak bychom mohli označit formu a téma celého Goebbelsova „scénického koncertu“, jak tento tvar mezi koncertem a divadlem, dlouhodobě nazývá. Druhý obraz doplňuje krátký výstup míjejících se nehrdinů, „nikdů“ z Kafkovy kratičké povídky Výlet do hor. Závěrečný obraz se odehrává v hotelovém pokoji. Muži se v něm jen volně přeskupují, poposedávají, stojí. Zapnou televizi, dívají se z okna… A zpívají text Samuela Becketta (1906–1989) K tomu nejhoršímu napsaný ke konci jeho života, v roce 1983. Ve všech dílech se tak odráží motiv smrti a nicoty, motiv prázdna a absolutna. Všechny texty jsou podány a capella souborem Hilliard Ensemble (na několika místech zazní reprodukovaná hudba či zvuky, ale jen coby kulisa dění). Znějí obřadně, duchovně, přitom vysoce civilně, bez jakýchkoli pěveckých manýr, patosu či exhibicí. Obdobně jako ve svých předchozích opusech, ať už zaměřených na starou nebo novou hudbu či v koncertní spolupráci se saxofonistou Janem Garbarkem. Zpěváci se chovají spíše jak obřadníci než zpěváci či herci. Přesto – nebo možná právě proto — jsou všechny obrazy, každý okamžik, každé gesto, plné napětí a tajemství. Plné pokory a usebrání. Jako když zpívá Leonard Cohen… Stejně podstatné jako hudba, zpěv, aranžmá postav, choreografie a text je i výtvarné působení jevištních obrazů. Barva scény, kostýmy, rozestavění nábytku. Každá proměna světla, každý pohyb mají svůj rytmus daný samotným tématem a hudbou. Společně tak vytvářejí silný dramatický účinek. Ač je celek vesměs vysoce statický, objevují se i rychlé střihy a jemně ironické, zcizující motivy. Představení tak nepůsobí pateticky a už vůbec ne monotónně. Vyžaduje soustředěnost a vysoké intelektuální i emotivní nasazení. Parafrázujíce motto firmy ECM, pro kterou nahrávají, lze říci: Goebbels a Hilliard Ensemble přivezli nejkrásnější divadlo po tichu a prázdnotě. Dokonalost, jež není rutinou. P. S. V obou pražských představeních pro náhlou indispozici zpíval part kontratenoristy Davida Jamese (který jen „hrál“) z listu mladík Matthew Venner, člen obdobně zaměřeného vokálního souboru Orlando Consort. Na vokální čistotě tato změna nebyla poznat. Heiner Goebbels, Hilliard Ensemble: I went to the house but did not enter. Koncept, hudba, režie Heiner Goebbels, scéna a světelný design Klaus Grünberg, kostýmy Florence von Gerkan, zvuk Willi Bopp. Světová premiéra 28. 8. 2008 Edinburgh Festival. Uvedeno 2. a 3. 6. v Národním divadle v Praze v rámci Pražského jara 2011 (psáno z 2. 6.). Vladimír Hulec
source: www.divadelni-noviny.cz (8 June 2011)
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The Hilliard Ensemble opent Festival van Vlaanderen (Kortrijk, 5th May 2011)
Kortrijk - In Kortrijk is het festival van Vlaanderen gestart met een optreden van The Hilliard Ensemble. Er was heel wat belangstelling voor het openingsconcert in de Sint-Rochuskerk. Op de concertagenda stond klassieke polyfonie en hedendaagse muziek. Naast de concerten komen tijdens de veertiendaagse ook educatieve projecten en nieuwe geluiden en vormen zoals geluidskunst aan bod.
Het Britse ensemble staat al jaren aan de top voor hun interpretaties van oude en hedendaagse muziek. Zij streven naar de vocale perfectie. Hun optreden in Kortrijk is meteen ook een buitenkans voor het Kortrijkse conservatorium. Het viertal gaf er in de rand van het festival een masterclass voor de studenten. Françoise Vanhecke: “Het zijn vier mannenstemmen waarbij ook de sopraanstem door een man wordt gezongen. Het zijn unieke persoonlijkheden die samen een mooie cluster vormen van geluid waarbij ze zowel oude als hedendaagse muziek brengen.” Het festival van Vlaanderen Kortrijk pikte vorig jaar de draad weer op. Na het schrappen vijf jaar geleden van Kortrijk als festivalstad is gekozen voor een nieuw concept. En vorig jaar bleek al dat dit nieuw evenement aansloeg met 2.400 bezoekers. Voor deze editie zijn er op de eerste dag al 35 % meer boekingen. (BV/LD) source: kw.rnews.be (6 May 2011)
source: www.focus-wtv.tv
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The Hilliards in Kreuzkirche, Dresden, 3rd May 2011
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Ovationen für ein Klangerlebnis (Marburg, 2nd May 2011)
Der Norweger Jan Garbarek mit seinem einzigartigen Saxophon-Sound und das exzellente britische Vokalquartett „The Hilliard Ensemble“ schufen in der Lutherischen Pfarrkirche ein meditatives Klangerlebnis.
Keine Klangverstärkung, keinerlei Bühnendekoration, keine Lichteffekte, nur zwei dezent senkrecht von der Decke herab die Bühnenplattform vor dem Chorraum beleuchtende Strahler, die die Gesichter der Akteure meist im Halbschatten ließen. Anfangs erhellte noch das letzte Abendlicht das Innere der Lutherischen Pfarrkirche St. Marien durch die Fenster, doch schließlich saßen die knapp 700 Besucher fast völlig im Dunkeln. Und verhielten sich fast eineinhalb Stunden lang mucksmäuschenstill, ließen die zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzende intensive Atmosphäre von sakralem Raum, der hervorragenden Akustik des gotischen Baus und der einzigartigen Klangkombination von Vokalquartett und Saxophon auf sich einwirken. Aber am Ende wurde es dann laut, drei Zugaben erklatschte sich das Publikum mit tosendem Beifall und Jubelrufen und verabschiedete die Musiker nach dem geradezu fröhlichen Sanctus mit stehenden Ovationen. Countertenor David James, die Tenöre Rogers Covey-Crump und Steven Harrold und Bariton Gordon Jones und Jan Garbareks Saxophon als frei gestaltende fünfte Stimme haben in ihrer dritten Zusammenarbeit seit dem 1994 veröffentlichten, sehr erfolgreichen Album „Officium“ musikalische Einflüsse aus Orient und Okzident, mittelalterliche Kirchenmusik aus Byzanz, Russland, Frankreich und Spanien, vor allem aber Kompositionen und Bearbeitungen des Armeniers Komitas Vardapet (1869-1935) aufgegriffen. von Manfred Schubert
source: www.op-marburg.de (3 May 2011)
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Jan Garbarek begeistert in der Kreuzkirche (Bonn, 1st May 2011)
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Mit dem Album "Officium" beeindruckte Jan Garbarek und das Hilliard-Ensemble 1994 die musikalische Fachwelt über alle Maßen, im vergangenen Jahr legten der norwegische Saxophonist und das britische Vokalensemble mit "Officium Novum" nach, in der Bonner Kreuzkirche stellten sie jetzt ihr Werk dem Bonner Publikum Live vor.
Der Raum konnte kaum besser gewählt sein, die Akustik einer Kirche ist förmlich dafür prädestiniert, der sakral-meditativ angelegten Musik die geeignete Atmosphäre zu verleihen. David James (Countertenor), die beiden Tenöre Rogers Covey-Crump und Steven Harrold sowie Gordon Jones (Bariton) sowie der Jazz-Saxophonist Jan Garbarek zogen von der Empore aus einen dramaturgischen Spannungsbogen, der die mittelalterliche Musik behutsam in die Jazzwelt überführte. Sowohl Vokalisten wie Instrumentalist brillierten durch wohl abgestimmtes Zusammenspiel und absolute Stimmreinheit. Jan Garbarek auf dem Sopransaxophon ließ den Sängern für die Stimmenentfaltung den erforderlichen Raum und beschränkte sich, in der Apsis hinter dem Altar umherwandelnd, das Gesungene durch versierte Improvisationen zu reflektieren. Der 64-jährige Musiker glänzte dabei als virtuoser Solist, der den "Spiritus loci" gezielt suchte, ihn fand, aufgriff und den Gesang durch sein facettenreiches Spiel kongenial anreicherte ,ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Eine Musik, die von der Inspiration des Augenblicks lebt, zur Meditation animiert, den geeigneten Raum und nicht zuletzt Ausnahmemusiker besonderen Ranges benötigt. Alle Komponenten stimmten bei diesem Konzert überein. Das Publikum spendete begeisterten Applaus und erlangte zwei Zugaben. Von Paul Robert source: www.general-anzeiger-bonn.de (3 May 2011)
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Kontemplatives vom Tonmaler (Gronau, 30th April 2011)
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Gronau - Das Dröhnen eines Motorradauspuffs, das von draußen in die Kirche drang, wirkte wie ein Sakrileg. Drinnen entfalteten nämlich gerade Norwegens Tonmaler Jan Garbarek am Saxofon und die vier Sänger des englischen Hilliard-Ensembles Klangwelten, die die Zuhörer in tiefe Kontemplation versenkt hatten.
Die Musiker, die am Samstag im Rahmen des Gronauer Jazzfestes auftraten, vereinen entgegengesetzte Pole der Musik: Durchkomponiertes mit Improvisiertem, Musik aus der Frühzeit des Christentums und den Anfängen der Mehrstimmigkeit mit moderner Klassik, Folkloristisches mit Sakralem, Ost und West. Der elegisch-klagende Ton, den Garbarek seinem Instrument entlockt, bringt ebenfalls zwei Pole zusammen: Einerseits bildet der manchmal spröde Klang einen erheblichen Kontrast zu den ausgefeilten vokalen Harmonien des Ensembles; doch auf schier wundersame Weise verschmelzen sie zu einem sich ergänzenden und umschlängelnden Geflecht. Quasi in einem Akt der musikalischen Transzendenz. Besonders ausgeprägt zeigte sich das gleich zum Auftakt des Konzerts: Die im Kirchenraum verteilten Sänger erzeugten Obertöne, deren irisierende Färbung jegliche Erdenschwere verloren hatte. Garbarek griff diese Stimmung kongenial auf. Das Spiel mit dem Raum als musikalischem Faktor wiederholte sich im zweiten Teil des Konzerts. Countertenor David James, die Tenöre Rogers Covey-Crump und Steven Harrold sowie Bariton Gordon Jones brillierten mit ihrer höchst artifiziellen, aber dennoch ergreifenden Gesangskultur, die sie mit großer Lust an Perfektion darboten. Ein kleines Schmankerl waren in Perotins „Alleluia nativitas“ (aus dem 13. Jahrhundert) die kleinen Hoquetus-Passagen. Dabei werden die Stimmen in schneller Folge abwechselnd von Pausen durchsetzt, so dass der eine Sänger singt, während der andere pausiert. Auch die Kompositionen des armenischen Kirchenmusikers Komitas Vardapet haben die Sänger offenbar völlig durchdrungen. Sie präsentierten harmonisch ausgefeilte Interpretationen. Als zeitgenössischer Komponist durfte Arvo Pärt nicht fehlen, der das Stück „Most Holy Mother of God“ für das exquisite Vokal-Quartett geschrieben hat. Die Zuhörer in der ausverkauften Evangelischen Stadtkirche schwelgten im Wohlklang, der durchaus eine spirituelle Note hatte. Von Martin Borck
source: www.westfaelische-nachrichten.de (1 May 2011)
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Гарбарек и джентльмены из Hilliard: чудо в Риге (Rīga, 17th April 2011)
![]() В Риге состоялся концерт всемирно знаменитого Hilliard Ensemble из Великобритании и прославленного норвежского саксофониста Яна Гарбарека. Символично совпадение: рижский концерт прошел в Вербное воскресенье, причем в Домском Соборе.
По-моему, ценность нынешнего концерта в том, что для среднестатистического наблюдателя после него остается много загадок. Над которыми стоит размышлять еще долго после самого выступления. Не удивляет, что замечательные англичане (контратенор Дэйвид Джеймс, тенора Стивен Герольд и Роджер Ковей-Крамп, баритон Гордон Джон) выступали в огромном переполненном зале без микрофонов, а у «пятого голоса» знаменитого квартета — у саксофона Гарбарека — не было никаких усилителей. Удивительная акустика Домского — это идеальное место для чистого и по-прежнему мощного голоса норвежского саксофона. Равно как и для голосов четырех джентльменов, исполняющих духовные песнопения акапелла без какого-либо напряжения — негромко, сдержанно, аккуратно, внимательно соблюдая интервалы и, если угодно, педантично и «миниатюрно» (не случайно ансамбль назван по имени старинного художника, писавшего миниатюры). Но вот для многих может остаться загадкой, отчего Гарбарек вышел на сцену из дверцы в глубине Домского, в то время как певцы — c других сторон старинного храма? Соединившись на сцене, четыре джентльмена и саксофонист начали исполнять произведения из своего знаменитого альбома Officium novum. При этом интересен тот факт, что первый номер Гарбарек «комментировал» саксофоном, стоя спиной к публике. А в дальнейшем то удалялся, играя, в «закулисье» или же непосредственно в зал. Или так: на сцене оставался только Гарбарек, певцы расходились в разные концы Домского — и вновь соединялись на сцене. Со стороны это можно было воспринять за некий интеллектуальный спектакль. Или за настоящий сакральный ритуал. Действительно, казалось бы, такой немыслимый в духовном концерте инструмент, как саксофон (временами звучащий смиренно, временами кричащий) и четыре сдержанных джентльмена, поющие взаправду ангельскими голосами — это разговор земного с небесным, Человека с Всевышним, за почти полтора часа ни разу не прерванный аплодисментами. Всемирный разговор с «экуменическим акцентом» для лиц разных вероисповеданий (звучали произведения на самых разных языках). Идущее с 1993 года, еще со времен первого альбома Officium феноменальное сотрудничество Гарбарека с Hilliard содружество — пожалуй, действительно чудо в мире современной музыки. Сегодня редко можно припомнить такое гармоничное сочетание саксофона с исполнением старинных ( Alleluia, Nativitas Перотина) и византийских песнопений, с произведениями великих Арво Пярта (Most Holy Mother of God) и армянина Комитаса (собственно, после посещения Армении у музыкантов и появилась идея об Officium novum). Более того: многие оценили деликатность «пятого голоса» — когда певцы долго и неторопливо выговаривая все слова, пропевали по-русски «Господи, помилуй» и «Отче наш», Гарбарек тихо отошел в сторону и замолчал. И также незаметно вернулся обратно при начале исполнения нового номера. Приятно, когда исполнение заставляет не только чувствовать и воспринимать прекрасное, но и размышлять. Любопытен финал программы: вновь разойдясь по разные стороны, все пятеро великих музыкантов воссоединились на сцене. После чего четверо певцов ушли в «закулисье», возглавляемые Гарбареком. Хотя начиналась программа ровно наоборот. И тут, конечно, необходима небольшая пауза — аплодисменты потом... source: www.lifenews.lv (18 April 2011)
source: www.diena.lv
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Senųjų amžių giesmės ir J. Garbareko saksofonas svaigino Vilniaus publiką (Vilnius, 15th April 2011)
![]() Vilniuje viešintis pasaulinio garso saksofono virtuozas Janas Garbarekas ir britų vokalinis kvartetas "The Hilliard Ensemble" penktadienio vakarą Šv. Kotrynos bažnyčioje senųjų giesmių muzika ir subtiliomis improvizacijomis užbūrė gausiai susirinkusią publiką.
Po barokinės bažnyčios skliautais liejosi sakralinė skirtingų laikotarpių vokalinė muzika, senosios armėnų giesmės, o meistriškai improvizavusio J. Garbareko saksofono tembras kartais primindavo armėnų instrumento duduko skambėjimą, kartais - paukščio klyksmą ar nutolusių amžių gausmą. Papildomą koncertą šeštadienio vakarą rengiantys svečiai pristato lietuvių klausytojams kūrinius iš vos prieš pusmetį išleistos kompaktinės plokštelės "Officium Novum". Šiuo projektu J. Garbarekas ir "Hilliard" ansamblis tarsi atsigręžia į bizantiškąją tradiciją - skamba senosios bizantiškos giesmės, armėnų muzikos klasiko Komitaso Vardapeto aranžuotės. Keturi ansamblio dainininkai gieda ne tik scenoje, bet ir vaikščiodami po bažnyčią, tarp sėdinčių ir stovinčių klausytojų. Pasak dainininkų, kiekviename koncerte kūrinius jie atlieka skirtingai, patys improvizuoja, vis kitaip pateikia publikai, tarsi išbandydami koncerto erdvės unikalumą. "Hilliard" ansamblio vyrai specialiai vyko į Armėniją klausytis įspūdingo senovinio sakralinio giedojimo šios šalies katalikų bažnyčiose, o armėnų giesmių aranžuotės J. Garbareką įkvėpė saksofono improvizacijoms, subtiliai palydinčioms vokalistų partijas. Albume ir koncerte skamba ir garsiausio šiuolaikinio estų kompozitoriaus Arvo Perto (Part) muzika, kurią britų vokalistai vadina labai komplikuota. Nuo 1980-ųjų gyvuojantis "The Hilliard Ensemble" jau yra koncertavęs Vilniuje - 1996 metais kvartetas pasirodė Nacionalinėje filharmonijoje. Vienas žymiausių pasaulyje vokalinių ansamblių, atliekančių senąją ir moderniąją muziką, ne kartą keitė savo sudėtį. Išskirtinį ansamblio stilių puoselėja keturi solistai - kontratenoras, du tenorai ir baritonas. "Hilliard" ansamblio įrašų yra išleidusios garsios pasaulio įrašų firmos, ansamblis yra atlikęs garsiausių dabarties kompozitorių muziką, bendradarbiavo su Londono ir Niujorko filharmonijos orkestrais, Filadelfijos simfoniniu orkestru, dirigentais Kentu Naganu, Lorinu Mazeliu (Maazel), Kristofu Popenu (Christoph Poppen) ir kitais. 64 metų norvegų virtuozo J. Garbareko ir "Hilliard" ansamblio bendradarbiavimas prasidėjo 1993 m. įrašų firmai ECM išleidus minėtą albumą "Officium", kuriame J. Garbareko saksofono improvizacijos tapo tarsi dar vienu vokalinio ansamblio balsu. Dar po penketo metų buvo išleistas antras norvegų saksofonisto ir "Hilliard" ansamblio bendras albumas "Mnemosyne" (1998), išplėtęs atliekamos muzikos amplitudę nuo Europos viduramžių iki Antikos laikų bei šiuolaikinių kūrinių. Albumas "Officium Novum", kaip ir du ankstesnieji buvo įrašytas viename vienuolyne Austrijoje. Vilniuje "Hilliard" ansamblis ir saksofonininkas J. Garbarekas kartu koncertuoja pirmą kartą.
source: www.respublika.lt (16 April 2011)
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The Hilliard Ensemble; Chapter House, York Minster (York, 23rd February 2011) Sacred or secular, early or modern music are alike meat and drink to the Hilliard Ensemble, whose flexibility and musicianship are second to none. source: www.yorkpress.co.uk (24 February 2011)
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Berührendes Musikerlebnis (Villingen-Schwenningen, 17th February 2011)
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The Hilliard Ensemble ist ein weltweit berühmtes und gerühmtes Gesangsquartett. Mit Jan Garbarek (Saxophon) vereinigt es sich unter dem Programm Officium Novum. Der Bekanntheitsgrad sorgte dafür, dass das Villinger Münster voll besetzt war.Das Publikum war hingerissen und spendete intensiven Beifall im Stehen – Dank für Eineinviertelstunden Andacht. Das Programm war ein Gesamtkunstwerk von gesanglicher, instrumentaler und szenischer Gestaltung.
David James (Countertenor), Rogers Covey-Crump (Tenor), Steven Harrold (Tenor) und Gordon Jones (Bariton) können grandiose stimmliche Qualitäten vorweisen. Was betört, sind die tragenden Stimmen, die Töne, die in den Kirchenraum hineinschweben, das klangliche Zusammenwirken. Die Mitglieder des Quartetts sind Harmoniefetischisten auf hohem ästhetischen Niveau. Das Repertoire ist geprägt von alten Gesängen verschiedener Sprachen aus West- und Osteuropa. Die textliche Aussage wird durch den stimmlichen Ausdruck erhöht. Einfühlsam, fein sind die Interpretationen, die von einer besonderen Religiosität zeugen. Mönchsgesang wäre zu wenig gesagt. Die Ausformung hat den Anstrich des lebendig-aktuellen Spontanen und ist geprägt von individuellem Musikverständnis. Deutlich wird dies an der Auslotung der akustischen Gegebenheiten der Hallenkirche, die die Zuhörer bannen muss. Alles scheint aus mystischen Urtiefen emporzusteigen, um zu den Herzen der Zuhörer zu sprechen. Die Sänger bewegen zu Andacht und innerer Einkehr. In ihre Klangteppiche woben sich die frei gestalteten Fantasien des hervorragenden Saxophonisten Jan Garbarek. Seine Tonbildung reichte von einem hingehauchten Pianissimo bis hin zu markantem Forte. Freie Erfindungen bedeuteten den Kontrast zu den Sängern. Garbarek glich sich auch an, übernahm die entsprechenden Tonhöhen oder gab diese den Gesangssolisten vor, die treffsicher die Stimmung trafen. Der Saxophonist überzeugte durch seinen intensiven Ton. Mit seinen unterschiedlichen Positionen im Chorraum faszinierte er nicht nur durch die szenische Gestaltung, sondern die differenzierten Klangformen, die sich an den akustischen Gegebenheiten orientierten. Alles trug den Drang von vollkommener gestalterischer Freiheit, die spontan, leidenschaftlich und individuell gefärbt herüberkam. Die Performance schloss sich in einem effektvollem Kreis, der mit dem beeindruckenden Einstieg geöffnet wurde und sich final rundete. Ein Pluspunkt für die Interpreten und das Kulturamt! Von Siegfried Kouba
source: www.schwarzwaelder-bote.de (18 February 2011)
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Wie Licht in einer dunklen Nacht - Jan Garbarek & The Hilliard Ensemble im Dom zu Lübeck (Lübeck, 11th February 2011)
Eine feierliche, fast andächtige Stimmung füllt an diesem Abend die steinerne Basilika des Doms zu Lübeck. An die tausend Menschen sind gekommen, um das gemeinsame Konzert des international erfolgreichen norwegischen Jazz- und Folkloresaxophonisten Jan Garbarek mit dem britischen Vokalensemble Hilliard Group zu erleben.
Es herrscht eine angespannte Stille, als um 20 Uhr nacheinander die vier Sänger David James (Countertenor), Rogers Covey-Crump (Tenor), Steven Harrold (Tenor) und Gordon Jones (Bariton) links und rechts des Kathedralchores durch die große Halle der über 800 Jahre alten Hallenkirche schreiten. Ganz leise tönt ihr mittelalterlicher Gesang durch den großen Raum und wird bereits erwartet, als sie die kleine Bühne im vorderen Kirchenschiff erreichen: Denn ihnen vorweg kam Jan Garbarek, 63, eine kleine Gestalt mit in diesen Umständen winzig wirkendem Saxophon. Wie Polarlichter in einer endlosen Nacht antworten die sakralen Choräle dem einsamen Bläser in seiner Melodie, scheinen Orientierung und Trost zu spenden in jener weiten Dunkelheit, die ihn umgibt. Im Dom ist es ruhig. So ruhig, dass selbst das Kameraklicken eines Photographen eine Störung bedeutet. Viele haben die Augen geschlossen. Sind auf dem Weg nach Innen. Auf der Reise zu jenem Seelenraum, der so tief und verborgen liegt, dass er nur in Stille wahrgenommen werden kann. Fast meditativ wirken die Klänge der vier Sänger - ungezähmt und wild, aufbegehrend und laut die Einwürfe Garbareks als ihrer fünften Stimme. Immer etwas abseits, nie ganz dazugehörend sucht sein Saxophon doch den Dialog, gibt Themen vor und scheint um Halt zu ringen. In mir entsteht ein Bild von einer rauen Felsenküste. Der schäumenden Gischt der tosenden Brandung trotzend stehen dort gigantisch vier steinerne Riesen, denen die stürmischen Fluten nichts anhaben zu können scheinen. Vor ihnen ein kleines hölzernes Boot. Zerbrechlich seine Planken, zerfetzt sein Segel. Mit den unbarmherzigen Wogen kämpfend ertönt sein Schrei. Als wollten die alten Felsriesen dem in Not geratenen Kahn ihre Hilfe anbieten und seinen Steuermann beruhigen, tönen in immer gleicher Weise ihre Klänge zu ihm hinaus auf das erzürnte Meer. Der einsame Fischer in seinem Boot erkennt den Trost, den die nahe Küste verspricht – und kann sie dennoch nicht erreichen. Während sein kleines Schiff von den hohen Wellen hin und her geworfen wird, durchbricht sein Schrei das Zischen und Tosen der Fluten. Die kraftvolle Melodie entsteigt der wilden Szene und erklimmt schließlich den über allem thronenden Himmel, der das ganze Schauspiel nur beobachtet hat. Von hier aus verrät ein veränderter Blick, was der verzweifelte Seemann doch auch in seiner größten Not noch spürte: Auch die Felsen, so standhaft, fest und gleichmütig alle Stürme überstehend, haben letztlich nur gelernt, zu ertragen – denn das stete Wasser höhlt auch ihre harte Form mit der Zeit aus, auch sie müssen schließlich irgendwann vergehen... Die Stimme Jan Garbareks wirkt angesichts dieser inneren Bilder wie der gebündelte Ausdruck eines Protestes gegen die großen Gesetzmäßigkeiten der Natur, denen er sich machtlos gegenüber gestellt sieht. Wenn unser Leben in einem Haus statt fände, hinter dessen umgrenzenden Mauern uns der Tod erwartete, scheint sein Saxophon diese unumstößliche, wenn auch bittere Wahrheit nicht akzeptieren zu wollen – und scheint mit aller Kraft gegen jegliche Genügsamkeit anzugehen, um irgendwann dies starre Bild zu sprengen. Es ist ein unermüdlicher und kräftezehrender Kampf, in dessen stillen Momenten der Trost der Vokalstimmen zu dem Rebellen spricht. Ihre Art, mit dem Leben umzugehen, wird bestimmt von einer geordneten Sanftmut. Einer stillen Akzeptanz unabwendbarer Ereignisse, in denen sie ihre Kräfte sorgsam einsetzen, um sie zu bestehen. Ihre Beschwichtigung und milde Fürsorge gilt dem Einsamen und Unangepassten, sein Zurufen erfährt ihr Antworten und begleitet ihn auf seinem Weg. Was so gegensätzlich scheint, verbindet sich in der gemeinsamen Musik und scheint sich darin zu erkennen. Die freie Melodie braucht ihre ausdauernden Begleiter in ihrer Untermalung seiner Stimmungen, um sich für einen Moment lang auszuruhen und neue Kraft zu sammeln. Die ruhigen Gesänge wiederum erfahren Neuorientierung und Belebung durch die Themen, die das Saxophon ihnen angibt. So manches Mal fügen sich die sakralen Gesänge der vier Briten auch in eine freudigere Stimmung des blasenden Solisten ein, deren wirkliche Höhen jedoch nur erahnt, wer sich wie Garbarek mit einer ganzen Seele dort hinaufschwingt. Es scheint mir wie ein Abbild der Gesellschaft, in der ein Einzelner verzweifelt und dennoch unbeirrt nach seinem Weg, seiner ganz eigenen Melodie sucht – begleitet, ermahnt und ermuntert von dem Kreis derer, die ihn umgeben und die, anders als er selbst, ihr Schicksal angenommen und den Widerstand dagegen aufgegeben haben. Die tiefe Innenkehr, die ausgelöst durch die unterschiedlichen, doch immer intensiven und kraftvollen Klänge der Saxophonstimme, wohl viele der Konzertbesucher erfahren, äußert sich in der stillen und emotionsgeladenen Atmosphäre des Doms nur in den bewegten Blicken einiger Menschen. Ähnlich wie ich selbst haben diese am Ende des Konzerts noch nicht ganz ihre Fassung wiedergefunden. In der Tiefe berührt, nach gut 90 Minuten und drei Zugaben, die Jan Garbarek und sein Hilliard Ensemble auf der Bühne standen, braucht es etwas Zeit, um meine Seele wieder einzufangen. Mit Garbarek hat sie sich irgendwie gelöst und aufgemacht. Auf die Reise von ihren tiefsten Gründen weit hinaus in unerahnte Räume, die sie durchdringen muss, um irgendwann ganz frei zu werden. Und so bleibe ich noch einige Momente lang in der großen Kathedrale sitzen. Neben mir entdecke ich zwei, denen es ähnlich zu gehen scheint: Matthias Kayser und Susanne Naumann, beide 52, äußern sich zutiefst berührt durch das „einmalige Konzertereignis in diesem perfektem Rahmen“. Matthias Kayser hat den Norweger mit dem britischen Sängerquartett schon vor einigen Jahren in der MuK erlebt. Auch damals war er sofort hingerissen, hat ihn die Musik von dem ungewöhnlichen Projekt Officium tief bewegt. Seitdem für dessen Musik eingenommen, schenkte er seiner Begleiterin Susanne Naumann schließlich zu Weihnachten das neue Album Officium Novum, das erst vor kurzem zur Tour erschienen ist. Auch Susanne Neumann, die Garbarek bislang nur als reinen Jazzmusiker kannte und vor vielen Jahren in Hamburg in der Fabrik gesehen und gehört hatte, fing sofort Feuer von dem neuen, so andersartigen Klang der CD. Als die beiden schließlich von dem außergewöhnlichen Konzert im Dom erfuhren, stand fest, dass sie das einmalige Ereignis nicht versäumen wollten. „Es hat sich wirklich gelohnt und war etwas ganz Besonderes!“, so die Stimmen der zufriedenen und noch immer etwas entrückten Gesichter der beiden auf den Plätzen neben mir. Ja, dem schließe ich mich an. Und als die Lichter in der großen Kirchenhalle angehen, ziehe ich hinaus in diese Nacht - sternenklar und klirrend kalt und doch unendlich schön! Von Nina Kossak source and more photos: www.unser-luebeck.de (13 February 2011)
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The Hilliard Ensemble - гость «Декабрьских вечеров» (Moscow, 6th December 2010)
«Декабрьские вечера Святослава Рихтера» в Государственном музее изобразительных искусств имени Пушкина в этом году проходят в тридцатый раз. Но и тридцать лет спустя продолжают удивлять уникальностью атмосферы и изысканностью программы. Доказательство – выступление вокального коллектива из Великобритании The Hilliard Ensemble. Более трех десятилетий, - чуть дольше, чем существует рихтеровский фестиваль, – английские певцы исполняют вокальные сочинения Средневековья, Возрождения и Барокко, даря двадцать первому веку шанс услышать «живые» голоса далёких эпох. При этом мастерство The Hilliard Ensemble во всём мире признано исключительным. Рассказывают «Новости культуры». Кажется, само провидение привело однажды The Hilliard Ensemble на «Декабрьские вечера», на фестиваль, где на равных участвуют два искусства – изобразительное и музыкальное. Хиллиарды тоже объединили эти искусства. Удивительное дело, четыре музыканта назвали свой ансамбль в честь… художника.
«Николас Хиллиард – английский художник XVI века, это фантастический мастер, его работы есть в Национальной галерее в Лондоне. Он писал миниатюры, у него чудные крохотные портреты. Поскольку мы работаем в камерном жанре, мы взяли себе его имя», - объясняет руководитель The Hilliard Ensemble, (Великобритания) Дэвид Джеймс. The Hilliard Ensemble уже третий раз принимает участие в «Декабрьских вечерах». И каждый раз поражает искушенных слушателей этого фестиваля. Сначала было потрясение просто от звучания самого ансамбля. В следующий раз они смело сочетали музыку далекого прошлого с импровизациями на саксофоне Яна Гарбарека. На этот раз исполнили музыку, созданную на протяжении, не удивляйтесь, тысячелетия. Один из авторов, сочинения которого The Hilliard Ensemble пел на этом концерте, родился в XI веке! Это святой Годрик. «Мы постоянно ищем рукописи со стариной музыкой в музеях, библиотеках. И однажды нам попались замечательно простые одноголосные мелодии. Их автор -святой Годрик, он жил в XI-XII веках. Жил в монастыре на востоке Англии. В то время нот не было, но мы увидели его мелодии, именно записанные нотами от руки. Видимо, его мелодии передавались из уст в уста, из поколения в поколение, пока кто-то их не записал», - объясняет Дэвид Джеймс. А в компании со святым Годриком оказались наш современник Арво Пярт и средневековые композиторы. Даже их имена звучат строго и аскетично – Дюфаи, Палестрина, Жоскен де Пре. В соответствии с английской церковной традицией, согласно которой женщины в хоре не поют, в The Hilliard Ensemble тоже мелодии в высоком регистре исполняет мужской голос. Обладатель дивной красоты контратенора Дэвид Джеймс секретов своего голоса не раскрывает. «Я ничего специально не делаю. Просто веду полноценную жизнь. После концерта мы обязательно выпьем красного вина, насладимся вкусной едой», - говорит он. А после такого завершения вечера снова в путь. The Hilliard Ensemble ждут в других странах. В год они дают около ста концертов. source: www.tvkultura.ru (7 December 2010)
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Fusion insolite entre deux mondes (Genève, 22nd November 2010)
![]() The Hilliard Ensemble et le chef-compositeur Heinz Holliger donnaient un concert lundi soir à Genève mêlant des œuvres de l’ère médiévale et d’aujourd’hui
Le Hilliard Ensemble, c’est ce boys band britannique qui s’est taillé une solide réputation dans le chant a cappella. Sa spécialité? La musique médiévale, les polyphonies de la Renaissance, certains compositeurs du XXe siècle, en particulier l’Estonien Arvo Pärt. Ces quatre chanteurs ont l’art des fusions insolites. Ils ont collaboré avec le saxophoniste Jan Garbarek (deux disques) et le compositeur et metteur en scène Heiner Goebbels (l’élégie théâtrale I went to the house but did not enter en mars 2009 à Vidy). Bref, ils ont le goût du risque. Il en fallait pour se mesurer à des motets de Guillaume de Machaut, le plus célèbre poète et compositeur français du XIVe siècle (vers 1300-1377), revus et transcrits par Heinz Holliger. Lundi soir au Conservatoire de Genève, le compositeur bâlois avait bien conscience que le programme n’était pas facile. «C’est de la musique-migraine», s’amuse à dire Holliger de son accent guttural. A l’entracte, il sort une partition de Machaut éditée en ex-RDA (!) pour pointer du doigt la folle arithmétique des «motets isorythmiques». Holliger s’est inspiré de ces motets pour élaborer une grande œuvre vocale et instrumentale, Machaut-Transkriptionen (2001-2009), qui est une élaboration des pièces plutôt qu’une transcription note à note. On entend d’abord l’original – Machaut chanté à trois voix – puis la proposition de Holliger – des pièces pour trois altos, très bien tenus par Geneviève Strosser, Jürg Dähler et Muriel Cantoreggi. Le résultat est fascinant, notamment quand Holliger s’appuie sur le tracé d’une ballade de Machaut pour y substituer des harmoniques. L’écoute est parfois fastidieuse, un peu longue (ces sons crissants aux cordes), comme si Holliger s’enferrait dans l’exercice de style. Mais il y a des moments miraculeux. Même si toutes les voix n’ont pas la fraîcheur d’antan, le Hilliard Ensemble maintient un haut degré d’expressivité (superbe Hoquetus David de Machaut).
source: www.letemps.ch (24 November 2010)
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Kjartan Sveinsson's Cage a Swallow Can't You but You Can't Swallow a Cage (New York, 15th November 2010)
audio source: www.wqxr.org (22 November 2010) In “Credo” — produced by Lincoln Center in conjunction with Wordless Music, an influential series devoted to musicians who flout boundaries in search of the transcendent — Mr. Birgisson and his Sigur Ros bandmate, the multi-instrumentalist Kjartan Sveinsson, offered music that aspired to ecstatic peaks. That Mr. Sveinsson’s “Cage a Swallow Can’t You but You Can’t Swallow a Cage” was entrusted to the Hilliard Ensemble, the English a cappella consort, spoke to the seriousness of this enterprise, which drew a capacity audience and reached even more listeners through a live stream on the Internet station Q2.
Performing an evocative text by Anne Carson as randomized by Robert Currie, the Hilliard countertenor David James dipped and curled in melodic lines suspended above chord sequences that floated like sun-warmed clouds. Unfortunately, the Hilliard singers, unamplified and distant, were engulfed by the sanctuary’s sonorous acoustics, making it impossible to discern the texts in Mr. Sveinsson’s piece and in “In Hydraulis,” the complex Busnois motet that preceded it. (For Sigur Ros partisans, it may not have mattered: most of the group’s songs are performed in Icelandic or a made-up language.) New York Times (16 November 2010) Cage a Swallow Can't You But You Can't Swallow a Cage was a pure-vocal setting for five sonnets by the poet Anne Carson, performed by the early- music quartet the Hilliard Ensemble. The four men, standing on a platform set back in the nave, sang hearty climbing harmonies in a massive echo that dissolved Carson's spare lyric tumult ("If storms don't kill you / Radio towers might") into ancient liquid tongue — the pure sound of humbled wonder, in a space that let the notes hang long past the singers' breath.
Rolling Stone (16 November 2010)
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A Collaboration Embraces the Sacred and the Saxophone (New York, 12th November 2010)
At the heart of the White Light Festival, the ambitious, multidisciplinary performing-arts series now at Lincoln Center and a few satellite locations, is the idea that art can illuminate the presence of the ineffable. An agnostic might argue that Lincoln Center’s real aim is to nudge the invisible hand of commerce. Both notions were evident during two events presented under the White Light banner on Friday night.
At the Church of St. Ignatius Loyola, the Norwegian jazz saxophonist Jan Garbarek renewed a popular collaboration with the Hilliard Ensemble, the splendid English a cappella quartet. Later the Latvian National Choir sang modern classical works, sacred and otherwise, in a casual, after-hours setting at the Kaplan Penthouse. On this night the invisible had a name: Manfred Eicher, the influential German producer behind ECM Records. Begun as a jazz imprint in 1969, ECM embraced some strains of contemporary classical music during the 1980s, in the process lifting the Estonian composer Arvo Pärt to international fame and brisk album sales. In 1994 Mr. Eicher coaxed Mr. Garbarek and the Hilliard members, all veterans of multiple ECM sessions, to collaborate in a fusion of Renaissance vocal music with gentle saxophone improvisations. The resulting disc, “Officium”, became a surprise hit. Two more albums followed; the newest, “Officium Novum”, issued in October and the focus of Friday’s event, mixes traditional Armenian songs with selections by Pérotin, Mr. Pärt, Mr. Garbarek and others. The concert reaffirmed the eloquence and taste with which Mr. Garbarek insinuates himself into the Hilliard Ensemble’s keenly focused silken sound. Playing soprano saxophone exclusively, he echoed and elaborated on motifs plucked from one vocal line or another, underscoring the music’s wistful, yearning qualities. In the Armenian songs — mostly arrangements by Gomidas, a revered Armenian priest, composer and musicologist — Mr. Garbarek evoked the nasal sound and expressive bends of the duduk, an Armenian reed instrument. Elsewhere his coolly soulful playing conjured a pastel blues. Abetted by the church’s sonorous acoustics, Mr. Garbarek and the Hilliard Ensemble reproduced the contemplative beauty and melancholy of their album for a rapt audience. But it was in the few instances when they left the altar to sing and play in the aisles and far corners that the music reached an otherworldly peak. When they performed “Svjete tihij”, a Byzantine chant, as they exited, even after a door closed behind them, the effect was riveting.
source: www.nytimes.com (14 November 2010)
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Uno sguardo sulla musica contemporanea (Napoli, 9th November 2010)
Il Quartetto Arditti e l’Hilliard Ensemble straordinari interpreti di “Et Lux”, il particolare requiem di Wolfgang Rihm.
“Et Lux”, per quartetto vocale e quartetto d’archi, del tedesco Wolfgang Rihm (1952) è un brano del 2009, frutto di una commissione congiunta KölnMusik, Festival d’Automne di Parigi e Carnegie Hall, che ha esordito al Festival di Musica Contemporanea di Huddersfield. Dopo aver conosciuto la sua “prima” in Italia, durante il Festival MITO, la composizione è approdata anche a Napoli, nell’ambito della stagione dell’Associazione Alessandro Scarlatti. Il lavoro prende come riferimento il testo in latino della Messa da Requiem, dal quale l’autore ha estrapolato alcune frasi o frammenti di frasi, senza seguire l’ordine usuale. Così facendo ha costruito una struttura dove la parte vocale, ricca soprattutto di richiami gregoriani e rinascimentali, risulta, di volta in volta, unica protagonista, interagisce con quella strumentale o si muove su piani differenti, al punto che finisce per attirare maggiormente l’attenzione rispetto al quartetto d’archi, destinatario dei passaggi maggiormente moderni. Il risultato complessivo è sicuramente di forte suggestione, pur non raggiungendo i livelli di altri autori che si sono cimentati in ambito sacro (Pärt in primis), penalizzato da una lunghezza forse eccessiva e da un senso religioso molto personale, dove è eliminato qualsiasi riferimento a Dio, tanto che qualcuno ha definito il brano con l’appellativo di Requiem “laico”. A fornire un decisivo contributo è comunque l’abbinamento fra l’Hilliard Ensemble (privo nell’occasione del controtenore David James, brillantemente sostituito da Robin Tyson) e il Quartetto Arditti, che stanno portando il brano in tutto il mondo, per cui ci chiediamo quanto perderà dell’atmosfera originaria la composizione, nel momento in cui verrà proposto da organici di livello normale. Una domanda che non è emersa fra i commenti del dopo concerto, incentrati quasi esclusivamente sul brano, a conferma del fatto che, nell’ascolto della musica contemporanea, l’attenzione si focalizza più sul pezzo eseguito che sugli interpreti. Pubblico presente molto concentrato (a parte qualche fuga iniziale, più o meno attesa, e finale, meno comprensibile), ma abbastanza esiguo, reso ancora più sparuto dal tempo inclemente e dallo spostamento del consueto appuntamento, dal giovedì al martedì, dimostratisi ottimi alibi per gli assenti. Ciò non sminuisce comunque la scelta dell’Associazione Scarlatti, oltremodo coraggiosa, consapevole che serate del genere, se difficilmente attirano spettatori, rappresentano comunque fra le poche occasioni per poter conoscere quanto sta avvenendo nell’attuale mondo musicale.
source: guide.supereva.it (12 November 2010)
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Finał Nostalgii nie zachwycił (Poznań, 2nd November 2010)
Brak przejmujących emocji, głosy w gorszej formie i kilka dobrych interpretacji - taki był koncert z udziałem The Hilliard Ensemble, który zakończył Festiwal Nostalgia.
- Niech się dzieje wola Twoja, Panie Boże - śpiewali we wtorkowy wieczór The Hilliard Ensemble. Czy słowa chorału z Pasji Janowej przenikały myśli Jana Sebastiana Bacha, gdy po powrocie z podróży w 1720 r. zastał żonę Marię Barbarę pochowaną? Nie wiadomo. Na pewno w tym czasie komponował Partitę d-moll na skrzypce. Muzykolog Helga Thoene wysnuła teorię, że pochodząca z Partity Ciaccona jest epitafium Bacha dla żony. Muzyczną ilustracją tej tezy stała się płyta "Morimur" ("Umieramy"), którą dziewięć lat temu nagrali legendarni "Hilliardzi" ze skrzypkiem Christophem Poppenem. Pomysł był kontrowersyjny - dźwięki Ciaccony połączono z głosami Moniki Mauch (sopran), Davida Jamesa (kontratenor), Johna Pottera (tenor) i Gordona Jonesa (baryton), śpiewającymi bachowskie chorały związane z tematyką śmierci. Właśnie ten projekt zakończył poświęconą Bachowi edycję Festiwalu Nostalgia. Niestety, na koncercie zestaw muzyków uległ zmianie. Pottera zastąpił Steven Harrold. Zamiast fenomenalnego, pięknie brzmiącego i pokazującego wirtuozerski pazur Poppena wystąpiła Muriel Cantoreggi. Skrzypaczka grała też partie wokalne nieobecnego z powodu choroby Jamesa. Choć to ostatnie zastępstwo świetnie wpisało się w założenie projektu, to wtorkowe wykonanie nie spełniło oczekiwań publiczności. Cantoreggi jest sprawnym muzykiem: Gigę zagrała płynnie i brawurowo. Ale ładne wykończenia fraz w chorałach nie przysłoniły problemów z intonacją w piekielnie trudnej Ciacconie. Z kolei głosy wokalistów - zachwycające na nagraniu - nie zdołały ogrzać blaskiem kościoła oo. Franciszkanów. Czyściutki sopran Mauch nie czarował najwyższymi, zazwyczaj "anielsko" brzmiącymi dźwiękami. W gorszej formie był również Jones. Jedynie tenor Harrolda ładnie spajał pozostałe głosy. I choć niektóre chorały brzmiały przejmująco, ten wieczór nie był zbyt udany. Szczęśliwie za to zakończyła się historia Bacha. Półtora roku po śmierci żony ożenił się z 20-letnią wokalistką, Anną Magdaleną. Jednak bachowska Ciaccona ciągle będzie inspirować. Bo - jak pisał Johannes Brahms - na jednej pięciolinii, jeden człowiek zawarł tu cały świat najgłębszych myśli i najsilniejszych emocji.
source: poznan.gazeta.pl (3 November 2010)
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Jan Garbarek & Hilliard Ensemble (Warszawa, 29th September 2010)
Gdy pół wieku temu rozpoczęto eksperymentowanie z łączeniem muzyki klasycznej i jazzu (zwanego trzecim nurtem), to mimo początkowego entuzjazmu nie dawano tej muzycznej hybrydzie szans przetrwania na dłuższą metę. Jak jednak pokazuje historia, kierunek ten nie zyskał wprawdzie olbrzymich rzeszy zwolenników, ale nieustannie pojawiają się udane próby łączenia tych dwóch gatunków, co również potwierdził szereg produkcji ze zrobionego z pełnym rozmachem niedawnego Festiwalu Chopinowskiego.
Koncert norweskiego saksofonisty sopranowego Jana Garbarka z angielskim kwartetem wokalnym The Hilliard Ensemble, jaki miał miejsce 29 września br. w Bazylice NSJ na warszawskiej Pradze, wpisywał się w kontynuację tej koncepcji. Artyści zaprezentowali zasadniczo program ze wspólnej, świeżo wydanej, trzeciej płyty „Officium Novum”. Kwartet sięgnął po utwory skomponowane przez Komitasa Vardapeta – armeńskiego mnicha (którego twórczość śpiewacy odkryli podczas pobytu w Armenii), Arvo Pärta – współczesnego estońskiego kompozytora, dawną anonimową muzykę liturgiczną i świecką oraz utwory Garbarka. Ponieważ dla wielu słuchaczy było to kolejne spotkanie z tym unikalnym klimatem muzycznym, nie stanowił on zapewne takiej niespodzianki, jaką mógł sprawić pierwszy kontakt. Na koncert przybyli więc fani takiej formuły, wiedzący dobrze czego mogą oczekiwać po wykonawcach najwyższej klasy. Wydaje się, że występ ten można by określić jako bardziej świetlisty niż poprzedni w kościele Wszystkich Świętych, jak i ten udokumentowany na płycie, bo otoczenie ołtarza, gdzie umiejscowił się kwartet i saksofonista było mocno oświetlone, co szczególnie wpływało na ton wypowiedzi Garbarka. Zanim jednak wszyscy wykonawcy spotkali się pod ołtarzem, schodzili się z różnych stron kościoła w delikatnym mruczando bezbłędnie wynikającym z łagodnego tonu saksofonu; nadało to pewnej dynamiki koncertowi, który zakończył się z kolei powolnym, wyciszającym zejściem artystów do podziemi kościoła. Gdyby nie oklaski rozentuzjazmowanej publiczności, echo muzyki byłoby jeszcze słyszalne w świątyni przez długi czas, a z pewnością nasza podświadomość podpowiadałaby nam, że magia oratorium nadal trwa. Podczas koncertu saksofon z niewiarygodną perfekcją stapiał się z liniami wokalnymi chóru. Nieco ascetycznie brzmiący kwartet wokalny (kontratenor, dwa tenory i baryton) poruszając się w górnym rejestrze sprawiał momentami wrażenie chóru chłopięcego, a saksofonowy sopran przenosił całość brzmienia jeszcze wyżej. Chórzyści nie śpiewali ekspansywnie jak mistrzowie opery, a nastrojowym mruczando przenosili nasze myśli na Wschód Europy. Większość utworów miała charakter medytacyjno-modlitewny o zbliżonej fakturze i tylko dwunastowieczny Alleluia Nativitas Perotina charakteryzował się skocznym rytmem (nawet z przytupem Garbarka), co wyraźnie ociepliło atmosferę prezentacji. Bazylika posiada wyśmienitą akustykę do tego typu wydarzeń, co szczególnie wykorzystywał Garbarek, bawiący się echem pogłosu, spacerując podczas gry po prezbiterium. Bez wzmocnienia i elektronicznych efektów uzyskiwał poruszające efekty, może nawet zaskakujące jego samego. Jak twierdzi on, muzykowanie z kwartetem Hilliard stanowi nowatorską przygodę spotkania starej tradycji wokalnej ze współczesną improwizacją o jazzowym posmaku. Cezary Gumiński source: jazzforum.com.pl (28 December 2010)
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Struny podzimu: skvělý začátek s Janem Garbarkem (Praha, 19th September 2010)
Netypický prostor si vybral festival Struny podzimu pro zahájení jubilejního, 15. ročníku. V Národním památníku na Vítkově byl vyprodaný sál místem koncertu norského saxofonisty Jana Garbarka a britského vokálního Hilliard Ensemble.
Koncert byl zároveň i prvním v řadě Inspirace tvořené obnovenými premiérami umělců, kteří festival v minulosti ovlivnili rozhodujícím způsobem. Právě koncert Garbarka s „Hilliardy“ v roce 1997 byl takovým a návštěvníci na něj vzpomínají dodnes. Tentokrát místo hradní jízdárny vybrali organizátoři poprvé renovovaný prostor Památníku, jehož dlouhý dozvuk byl ideálním pro koncertní podobu alba Officium Novum nahraného interprety v rakouském kostele. Ve vysokém sále se krásně prolínaly vokály a improvizace Je výborným tahem festivalu, že Praha koncert slyšela krátce po hamburské premiéře. Ve vysokém sále se vokály britského kvarteta nádherně pojily s improvizacemi Garbarkova sopránového saxofonu. Nor nehraje na rovnou „sopránku“ a zatočený instrument v jeho rukou vypadá jako dětská hračka, ale jak volnější improvizace, tak melodické splývající partie jsou ve spojení s vokály kouzelné a intonačně bezchybné. Spirituální až meditativní ráz koncertu publikum nadchl a většina skladeb z posledního alba zazněla v ideálním provedení. Album na rozdíl od prvního Officia z roku 1994 se nesoustřeďuje jen na gregoriánský chorál, ale zachycuje rozpětí od arménských, byzantských a slovanských chorálů až po současnost, tvořenou díly Pärta a samotného Garbarka. Na začátku i v závěru půldruhé hodiny trvajícího koncertu bez přestávky využili umělci možností sálu a pohybem v něm vytvářeli zvuková kouzla, jež nadchla diváky k závěrečným ovacím.
source: www.novinky.cz (21 September 2010)
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Musikalischer Schutzraum von meditativer Ruhe (Hamburg, 14th September 2010)
Jan Garbarek und das Hilliard Ensemble verzauberten im Michel
Vier Sänger und ein Saxofon schlagen eine Brücke vom Mittelalter zum Jazz: Mit dieser Idee haben das Hilliard Ensemble und Jan Garbarek Mitte der 90er-Jahre einen sensationellen Crossover-Coup gelandet und Millionen Hörer verzaubert. Nun geht die Zeitreise weiter: Im schummrig beleuchteten Michel präsentierte das Erfolgsteam die Uraufführung seines aktuellen Projekts "Officium Novum", das zeitgleich auf CD erscheint.
source: www.abendblatt.de (16 September 2010)
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Alguses Oli in Tallinn, 17th August 2010
source: tv.delfi.ee
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Himmlische Klänge beflügeln (Thun-Amsoldingen, 15th August 2010)
Himmlische Klänge, aber nicht von Engeln: Zum Auftakt der 23.Bachwochen Thun-Amsoldingen am Sonntag begeisterte das Hilliard Ensemble das Publikum in der fast ausverkauften Stadtkirche Thun.
«In Paradisum» – der Titel des Eröffnungskonzerts der 23.Bachwochen Thun-Amsoldingen versprach nicht zu viel. Der Auftritt des Hilliard Ensemble am Sonntag in der Thuner Stadtkirche glich wahrhaftig einem Ausflug ins Paradies. Nur dass es sich bei den singenden Engeln nicht um blonde, weiss gekleidete Wesen mit Flügeln, sondern um vier ältere Herren aus England handelte. Während 80 Minuten hüllten sie das Publikum in der annähernd ausverkauften Stadtkirche in ihren wohlig warmen, klaren und ungekünstelten A-cappella-Gesang. Das seit beinahe 30 Jahren bestehende Hilliard Ensemble wurde mit unzähligen Preisen ausgezeichnet und gehört zu den weltbesten Vokalformationen, dennoch war das Auftreten der Sänger bescheiden, fast zurückhaltend. David James (Countertenor), Rogers Covey-Crump, Steven Harrold (beide Tenor) und Gordon Jones (Bariton) stellen sich vollständig in den Dienst der Musik. Den roten Faden des Konzerts bildete der lateinische Requiemtext in einer Vertonung aus Frankreich von 1627. Im Kontrast zu diesen einstimmigen gregorianischen Gesängen standen polyfone Sätze der beiden Renaissancekomponisten Palestrina (1525–1594) und Victoria (1548–1611), welche das Hilliard Ensemble mit perfekter Intonation interpretierte. Sanft, aber fesselnd Die ruhigen und tragenden Stimmen der vier füllten den Raum bis in die hintersten Winkel, ohne jegliche Anstrengung von Seiten der Sänger, wie es schien. Sie erweckten den Eindruck, als wäre singen kinderleicht. Und so unschuldig wie der eines Kindes war er auch, ihr Gesang, hell, vibratolos und sanft, nie laut, aber stets fesselnd. Am eindrucksvollsten waren die Pianissimi, bei denen man kaum zu atmen wagte, woran sich die Qualität des Ensembles nicht zuletzt erkennen liess. Die Klasse des Hilliard Ensemble zeigte sich auch daran, dass die vier Sänger enorm präzis aufeinander abgestimmt waren und sich ihre Stimmen hervorragend mischten, ja dass sie gar zu einem einzigen, lebendigen Instrument verschmolzen. Besonders die ausgehaltenen hohen Töne waren dem Klang einer Orgel oft zum Verwechseln ähnlich. Auf den lang anhaltenden und begeisterten Applaus antwortete das Vokalquartett mit einer unglaublich einfühlsamen Interpretation der Motette «Most Holy Mother of God», welche der estnische Komponist Arvo Pärt für das Hilliard Ensemble komponiert hat. So mancher Zuhörer schwebte wohl nach dem Konzert, von den himmlischen Klängen beflügelt, nach Hause. Miriam Schild
source: tt.bernerzeitung.ch (17 August 2010)
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Et Lux in Salzburg, 7th August 2010
photo © Wolfgang Lienbacher
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Am Ende ein vokales Gipfeltreffen (Schwäbisch Gmünd, 4th August 2010)
„Hilliard Ensemble“ und „Singer Pur“ beim Festival Europäische Kirchenmusik am Mittwoch in Gmünd.
Ein gemeinsamer Auftritt von „Hilliard Ensemble“ und „Singer Pur“ wird schon mal als vokales Gipfeltreffen beschrieben. Das Konzert der beiden Solistengruppen am Mittwoch beim Festival Europäische Kirchenmusik in der Augustinuskirche war aber nur am Schluss ein solches. Kein Zweifel: Wenn die fünf Sänger und die Sopranistin Claudia Reinhard, wenn „Singer Pur“ allein sangen, dann war Gipfelglück. „Das Alphabet“ von György Ligeti, ein Klassiker der modernen Vokalmusik, kam mit selbstverständlicher Präzision bei den heikelsten Einsätzen daher, mit harmonischer Wärme und musikalischem Wohlbehagen. Gleich danach im intelligenten Kontrast Renaissance von Giovanni Palestrina, „Pulchra es, o Maria virgo“, eines dieser Stücke, die dem Chor schon beim nicht eben leichten Einstudieren viel Spaß machen, deren Charme aber dem Publikum zumeist verborgen bleibt. „Singer Pur“ zeigten Glanz und Dramaturgie der wunderbaren Komposition klingend und unterhaltsam. Hier wie in anderen Teilen seines Programm zeigte das Ensemble eine wichtige Qualität: „Singer Pur“ erzählt mit jedem Stück eine Geschichte, dem Text verpflichtet, dem Publikum zugewandt, eingebettet in höchstes musikalisches Können und begünstigst vom schönen Timbre der unterschiedlich gefärbten Stimmen. Besonders deutlich wurde das beim „Velum templum scissum est“ von Wolfgang Rihm, das mit exponierten Dissonanzen beginnt und zu großzügiger Schönheit aufblüht. Hingegen das „Hilliard Ensemble“. Vier Männer seit 30 Jahren im Repertoire von alter und zeitgenössischer Musik verbunden und berühmt. Große Erwartungen, wenn die Hilliards auftreten, auch am Mittwochabend in der überfüllten Augustinuskirche. Die Engländer haben den ersten Solopart im Doppelkonzert mit „Singer Pur“ und demonstrieren ihre Kernkompetenz mit zwei Stücken ganz alter Musik. Lang und nicht kurzweilig erklingen ein anonymer Lobgesang vom Anfang des 14. und ein „Veni Creator Spiritus“ von John Dunstable aus dem 15. Jahrhundert. Beide Stücke spröde, beschleunigter Psalmgesang eher denn polyphone Kunst. Die Hilliards stellen Noten und Text hin, der Hörer vermisst die Musik. Erst spät, scheint es, finden sich die vier Sänger, können aus der etwas gefälligeren Notierung des anonymen „Ave pura tu puella“ (um 1500) beseelte Musik aufsteigen lassen. Als subtile Antwort stellt das Programm Arvo Pärts „Most Holy Mother of God“ gegen die mittelalterliche Marienverehrung. Bei der emotionalen Komposition des Zeitgenossen Pärt legen die Hilliards dann vollends alle Sprödigkeit ab und verlassen die puristische Akademie. In der sind sie allerdings zurück, wenn Heinz Holligers heutiges Werk „Lai VII“ sängerisch dokumentiert wird, eine Adaption bis zur Unkenntlichkeit von Versatzstücken aus dem Werk des mittelalterlichen Guillaume de Machaut. Mit Geduld nimmt man die auch für Sänger vom Niveau des „Hilliard-Ensemble“ schwer zu singende Komposition zur Kenntnis. Das Konzert ist ein gemeinsamer Auftritt von Hilliard Ensemble und Singer Pur. Vier Stücke singen die Ensembles gemeinsam. Am Anfang ein Lied von Hildegard von Bingen; die Sopranistin trägt die Melodie durch den Kirchenraum zu den neun Männern im Chor, stimmungsvoll, schöne Musik. Auch das folgende Stück von Orazio Vecchi wird von Wohlklang und Innigkeit getragen. Am Ende des ersten Teils präsentieren beide Ensembles das „Dixit Martha ad Jesum“ von Orlando di Lasso im doppelchörig wirkenden Dialog. Die Klangfärbungen bleiben erkennbar, „Singer Pur“ passt sich bei einigen Einsätzen dem Hilliard Sound an. Nach der Pause treten die Hilliards mit vier Mitgliedern von „Singer Pur“ auf. Nicolas Gomberts „Lugebat David Absalon“ aus der ersten Häfte des 16. Jahrhundert wird zum Höhepunkt des Abends; ein starkes Stück, die beiden Ensembles wachsen zu einem Chor zusammen. Der wird wesentlich geprägt vom Countertenor David James, der seine Phrasen wie einen Cantus firmus auf die Vielstimmigkeit setzt. Das Schlussstück ist das griechisch-englische Anastasis für zehnstimmiges Vokalensemble des englischen Komponisten Ivan Moody. Der hatte bei der Uraufführung diesen Stückes von eben jenem Ensemble wie jetzt in der Augustinuskirche vom „vokalen Gipfeltreffen“ gesprochen. Nach diesem Stück konnte man ihn verstehen. Das Doppelensemble führt das ausladende Werk grandios auf, musikalisch ausformuliert in jeder Phrase, bewegend. Ein doppelchöriges Werk von Giovanni Gabrieli bildete die Zugabe. Das Publikum dankte mit herzlichem Applaus. Rainer Wiese source: www.schwaebische-post.de (5 August 2010)
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Ein Ruf wie Donnerhall (Auhausen, 31st July 2010)
Erotische Liebe in spirituellen Schriften: Das Hohelied des König Salomo hat nicht nur stets Bibelexegeten beschäftigt, sondern auch Kirchenkomponisten. Im Rahmen des Festivals „Fränkischer Sommer“ beziehungsweise der Konzertreihe „Musica Ahuse“ setzte sich nun das bekannte „Hilliard Ensemble“ unter dem Motto „Hortus Conclusus“ mit Hohelied-Vertonungen auseinander. Und die Klosterkirche zu Auhausen platzte angesichts des Fan-Ansturms auf das britische Kultquartett fast aus allen Nähten.
Fingerspitzengefühl, Witz und Fantasie David James (Countertenor), Steven Harrold und Rogers Covey-Crump (Tenöre) sowie der Bariton Gordon Jones haben bei Alte-Musik-Liebhabern wie bei Musica-Nova-Freunden einen Ruf wie Donnerhall. Sagt man „Hilliard Ensemble“, meint man vokale Überpräzision, gepaart mit musikalischem Fingerspitzengefühl, Witz und Fantasie. Tugenden, die den vier distinguierten Herren von der Insel bis heute zu eigen sind, obwohl der strahlende Goldglanz der vier Stimmen streckenweise einem edlen, aber matteren Messington gewichen ist - das Alter verlangt auch von diesen „Wundersängern“ seinen Tribut. Gestalterisch macht dem „Hilliard Ensemble“ freilich niemand etwas vor. Der thematische Bogenschlag mit verschiedenen „Inkarnationen“ des Hoheliedes von Rodrigos des Ceballos (16. Jahrhundert) bis in die Gegenwart eines Ivan Moody (Jahrgang 1964) gelingt dem Herrenvierer erstaunlich bruchlos und sehr selbstverständlich. Der virtuelle Klebstoff ist die vokale Macht, die hier immer noch entfesselt werden kann: Das „Hilliard Ensemble“ klingt bei Bedarf so tragend und sonor, wie ein gut besetzter Kammerchor, kann sich aber genau so gut zu einem gazeschleierfeinen Pianissimo zurücknehmen, wenn der Inhalt des Gesungenen dies gebietet. Die einzige zeitgenössische Komposition - Ivan Moodys „Canticum canticorum I“ - fügt sich in die bei aller Schlichtheit der Polyphonie doch opulenten und oft sehr heiteren Hohelied-Vertonungen ein. Eine Hymne, die hinsichtlich ihrer harmonischen Verschrägungen und rhythmischen Zuspitzungen im Vergleich zu manchem Renaissancestück ziemlich konventionell daher kommt. Fleischliche Liebe Höhepunkt sind deutschsprachige Hohelied-Adaptionen aus der Feder von Leonhard Lechner (um 1553 bis 1606): Keine Frage, dass es hier um körperliche Anziehung, um die ganz „fleischliche“ Liebe zwischen zwei Menschen geht. Das „Hilliard Ensemble“ bewältigt den hoch emotionalen frühbarocken Stoff mit Verve, betonter Opulenz und leisem Augenzwinkern - im Wissen, dass solche Themen im kirchlichen Kontext lange Zeit sehr schwer vermittelbar waren. Textausdeutung und Transparenz des Stimmgeflechts wirken modellhaft und studiogleich fehlerfrei. Die ergrauten Sängerlöwen zeigen, dass ihre Krallen noch scharf sind. von Gustl Meilenhammer source: www.augsburger-allgemeine.de (2 August 2010)
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Liedgut aus fernen Zeiten (Neuburg-Bergen, 30th July 2010)
Betritt man die Kirche zum Heiligen Kreuz in Bergen, öffnet sich ein heller, hochgespannter und goldumglänzter Raum. Dass er gleich mit Musik erfüllt sein wird, davon künden nur vier Notenpulte – Minimalausstattung eines Konzerts. Dann postieren sich vier Herren hinter den Pulten und beginnen ohne Umschweife zu singen. Die Stimmen verflechten sich zu einem hellen, fast ätherischen Klang, dessen leicht asketische Kühle sich angenehm ums Herz legt. So klingt nur ein Vokalensemble, nämlich das berühmte Hilliard-Ensemble, das in den 1970ern die Gesangsästhetik der Alten Musik völlig neu definiert hat. Für die von Audi veranstalteten Sommerkonzerte verbanden die Hilliards Musik des Mittelalters, der Früh- und Hochrenaissance zu einem Programm von interessanten Kontrasten.
Messzyklus Den roten Faden bildete die um 1450 entstandene Messe "Se la face ay pale" von Guillaume Dufay. Das Werk ist ein Klassiker, weil hier erstmals einem vierstimmigen Messzyk-lus ein Cantus firmus zugrunde liegt, eine Melodie aus dem genannten französischen Liedes, die sich im Tenor durch das gesamte Werk zieht und es äußerst kunstvoll strukturiert. Ohrwürmer und große Gefühle gibt es allerdings nicht, der moderne Hörer findet nicht leicht den Zugang in diese fein gebaute Klangwelt. Da könnten ein wenig Informationen helfen, aber der schlampig kompilierte Programmhefttext informiert zwar über die Reimwörter des gar nicht gesungenen Liedes, klärt aber kaum über die Musik auf. So benötigt man einige Zeit, bis man sich eingehört hat, und die Hilliards lassen mit ihren sparsamen, subtilen Mitteln des Ausdrucks anfangs noch nicht so richtig den Funken überspringen. Sobald sie sich aber in die etwas schwierige Akustik einfinden, bringen sie die Musik wirklich zum Schweben und nehmen den Hörer mit auf eine Klangreise in ferne Zeiten. Das gilt besonders für die Motetten von Josquin Desprez, die einen ganz anderen Entwicklungsstand repräsentieren. Denn die Musik des "Fürsten der Musik" um 1500 klingt bei aller Kunstfertigkeit bereits wesentlich sinnlicher und emotionaler. Hier fügen sich die sehr individuellen Stimmen der Hilliards zu zauberischen Harmonien, besonders schön in dem ergreifenden Gebet "Tu solus", dem dieser Klang eine geheimnisvoll schimmernde Melancholie verleiht. Gebet Zum Glück warteten die Abendglocken genau das "Amen" einer ebenso schönen Josquin-Motette ab, bevor sie mit nahezu endlosem Gebimmel begannen. Das stand offenbar nicht auf dem Programm, aber die vier Herren nehmen es mit britischem Humor. Für einen schroffen, aber gewollten Kontrast sorgten dann die Stücke aus der St.Martial-Epoche. Diese im 12. Jahrhundert gepflegte Mehrstimmigkeit gehorcht noch völlig anderen Gesetzen als die der modernen Harmonik. Die zwei Stimmen, oft in Quinten und Quarten sich treffend, erzeugen ein sprödes Klangbild, das in seiner Fremdartigkeit aber auch wieder faszinierend wirkt. Ganz anders Arvo Pärts "Most holy Mother save us", wieder ein Gebet, das sich ganz unmittelbar mitteilt. Die kompositorische Grundlage ist minimal, nur ein verschieden beleuchtetes Motiv, doch die Hilliards vermitteln mit hellster Perfektion ein ganzes Spektrum an Empfindungen. Langer Applaus für die vier Herren, die dem Publikum ein strenges, forderndes aber auch erfüllendes Konzert im Rahmen der Sommerkonzerte bereiteten. Von Jörg Handstein source: www.donaukurier.de (1 August 2010)
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Vocal quartet, wonderful pianist offer pleasing dilemma to solve (Ottawa, 7th July 2010)
You know the old saw about a donkey positioned equidistantly between two bales of straw of the same size. It is said he will starve to death, not being able to make a decision between the two. Sometimes attending a music festival can be like that, though there are few instances of starving music lovers on record.
Still, something of the sort happened Wednesday evening when audiences had to choose between, among other things, the Hilliard Ensemble and pianist Peter Serkin, performing within a few blocks of each other at Knox Presbyterian Church and the National Arts Centre, respectively. Although it's not officially encouraged, there is a workaround for this kind of situation. You can go to the first half of one program and the second half of the other. When they both involve charges in addition to the festival pass, it can get expensive, but it can be done. I couldn't make up my mind between the two, so I went to hear the Hilliards at eight and dashed over to the NAC at intermission. About 150 people came to hear the Hilliards, a Renaissance vocal quartet, one of the best in the world, in fact. Their program was entitled Music from the Age of Caravaggio, the great and controversial Renaissance painter. It featured works by di Lasso, Monteverdi, Victoria and Palestrina, along with composers with less familiar names, all from the late 16th and early 17th centuries. The ensemble is made up of a countertenor, two tenors and a baritone. In Caravaggio's time, women were not allowed to sing in church. The only adult sopranos available were -- well, you know. Of the pieces I heard, I was especially moved by Monteverdi's Surge propera and Quam pulchra es along with Victoria's Quam pulchri sunt. It hardly needs saying that the singing was not far from perfect. If there were more than 150 people at Serkin's recital, it was only by a few dozen. There must have been 1,800 empty seats, an embarrassment to everyone involved. Rudolph Serkin was one of the greatest pianists of the 20th century. His son, Peter, is of much the same stature, though he has never achieved, nor apparently aspired to, his father's renown. The second half of his program was about equally divided between Bach and Chopin. His interpretations of both composers were supremely temperate without ever selling the music's lyrical or dramatic qualities short. His account of Bach's Suite in C minor was a model of serenity, though there was no lack of dash and colour in movements like the concluding Gigue. Did you know that Chopin wrote a bolero? It's his Opus 19 and surely one of his most obscure works. Serkin made quite a good case for it and delivered wonderful performances of the Impromptu in A-flat and the Nocturne in E. So, no, there were no starving music lovers to be found, but one has to wonder about the organizers. They must have taken a terrible hit in the wallet Wednesday evening. Richard Todd source: www.ottawacitizen.com (8 July 2010)
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5. Kammerkonzert | Ewigwährendes Licht (Duisburg, 30th May 2010)
Am Ende verlöscht das Licht in Wolfgang Rihms “ET LUX” ganz zart und leise wie das behutsame Auspusten einer Kerzenflamme. Ginge es nach den Worten die Rihm für diese Komposition aus dem liturgischem Requiem-Text zusammenstellte müsste die Musik eigentlich immerwährend sein: “Et lux perpetua” als Nucleus aus dem alles entspringt und in den alles zurückfließt. Das Arditti-Quartett und das Hilliard-Ensemble in einem Abend überirdischer Klangkunst.
Dies wäre durchaus vereinbar mit dem christlichem Glauben: Gott, das allgegenwärtige Licht, der Ursprung aller Dinge ruft die Schöpfung am Ende der Tage wieder zurück, hebt sie auf. Dies ist ein tröstlicher Gedanke, der in Rihms leiser und zarter Musik zu Beginn und am Ende durchscheint. Aber keiner, der eigentlich im Requiem-Text selbst zu finden wäre: Angst und Zagen, Zittern und Klagen – die Schrecken des letzten Gerichts, das Gott über den Sünder abhält und die Aufrechnung der guten gegen die bösen Taten dagegen schon. Gottes Gnade möge dann doch am Ende den Sünder aus dem Rachen des Löwen reißen und ihn nicht in den Flammen der Hölle lassen. Die Sicherheit des Gläubigen kann bei diesem Inferno ins Wanken geraten. Ein Wanken, dass Rihms “ET LUX” ebenfalls eigen ist. Rihm naht sich dem Text des Requiems durch die Macht der Erinnerung, die einzelne Fragmente des Textes aus dem Bewußtsein hebt und sich an einigen länger aufhält als an anderen. Eng an den Text schmiegt sich die Musik – wobei sich in dieser Anklänge an den Stil der Renaissance-Meister finden lassen. Etwa wenn die einzelnen Worte zu einem Stimmgeflecht gewoben werden so wie das auch in Giovanni Pierluigi da Palestrina „Libera me Domine“ geschieht. Während bei Palestrina aber das Stück hörbar in drei Teile zerfällt, jeweils abgesetzt durch ein Stimmenunisono rekurrierend auf den gregorianischen Choral, ist dies bei Rihm nicht der Fall. Rihms Werk ist ein kontinuierliches musikalisches Fließen – es gerät selten ins Stocken und gegen Ende erst wird teilweise auch ein Sprechgesang von den Künstlern verlangt. Steigerungen gibt es bei “Libera me”, das zuerst leise flehentlich wirkt und dann regelrecht ausbricht – nicht aus der Tonsprache, sondern aus dem Klang. Ebenso bei “Dies illa”. Die wenigen kraftvollen Stellen lassen das Werk eindringlich und intensiv wirken. Dabei scheint es, als ob die Beschäftigung mit den letzten Dingen eher Nachdenklichkeit als Wut bei Rihm hervorruft. Wut und Verzweiflung empfindet dagegen Hiob: Ein Gerechter Gottes, der unerwartet geprüft wird und der – was den Großteil des Buches im Alten Testament ausmacht – mit Gott und gegen Gott persönlich ins Gericht zieht. Verse aus dem 10. Kapitel sind die Grundlage für die Musik von Tomás Luis de Victorias „Taedet animam meam”. Im Gegensatz zu Palestrina werden die Stimmen hier eher gleichberechtigt behandelt – die Textverständlichkeit steht eher im Vordergrund. Was das Werk mit Rihm verbindet ist die Behutsamkeit, mit der Victorias sich dem Sujet nähert – musikalisch nachdenklich, obwohl der Text ganz dagegen spricht. Später wird man bei den verschiedenen Vertonungen des Requiem-Textes lautmalerischer sein und vor allem das “Dies illa” Verdis wird donnerhallend Eindruck machen. Doch darf daran erinnert werden: Gott, der das ewigwährende Licht ist, erscheint dem Propheten Elias weder im Feuer, noch im Donner. Sondern im leicht säuselnden Wind. Da ist Anfang und Ende von “ET LUX” wieder ganz im christlichen Kontext. source and more photos: www.dacapo-dp.de (1 June 2010)
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The Hilliard Ensemble in Piber! (Pfarre Piber, 23rd May 2010)
The HILLIARD ENSEMBLE gastierte im Rahmen MUSICA SACRA PIBER 2010 in Piber! Im zweiten Konzert der diesjährigen Konzertreihe brachte das international konzertierende britische Ensemble Geistliche Musik der FRÜHEN MEHRSTIMMIGKEIT im Stil der sogenannten ARS ANTIQUA eindrucksvoll zur Aufführung:
Pèrotin, Guillaume Dufay, Guillaume de Machaut und andere Komponisten aus der Zeit von 1200 - 1450 brachten am Abend des vergangenen Pfingstsonntags einer großen Zuhörerschaft neue Klangerlebnisse durch die atemberaubende Interpretation der vokalen Meister! Mag. Johann Fuchs source: www.pfarre-piber.at (28 May 2010)
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I Went to the House at the Barbican, London EC2 (London, 28th April - 1st May 2010)
![]() Given its premiere at the 2008 Edinburgh Festival and toured worldwide since
then, Heiner Goebbels’s extraordinary piece of music theatre will either
leave you cold or deeply, almost irrationally, transfixed. For me, the
latter.
It’s hard to say anything fresh about the futility of modern life. And Goebbels’s decision to set wilfully elliptical texts written decades ago didn’t seem the most promising route to new revelation. Indeed, the work’s full title — I Went to the House but did not Enter — aptly hints at how the meaning retreats like a mirage as you try to grasp it. Yet I’ve rarely seen anything that melds music, staging, texts and performance so perfectly into a meditation on humanity’s 20th (and 21st) century blues. The performers are the Hilliard Ensemble — four middle-aged British classical singers of mournful demeanour and breathtaking musicianship. They don’t normally do theatre. As one remarks in the programme: “The simple task of walking on and off a concert platform could sometimes cause us problems.” But here their very impassiveness becomes an asset. They are “nobodies”, trapped in an existential cul-de-sac to which they respond in several ways. In Eliot’s Love Song of J. Alfred Prufrock it’s with dour, determined (but pointless) ritual. These four undertaker-like figures solemnly and silently strip a dull suburban living room of its contents, empty them into a box, then replace them with the contents of another box. In between they sing Eliot’s hymn to stunted suburban lives, with its killer line: “I have measured out my life with coffee spoons”. In Maurice Blanchot’s The Madness of the Day, they are at the windows of a soulless house, where their paranoid ravings intermingle surreally. In Kafka’s Excursion into the Mountains they gather round a bicycle, chirruping like a demented barbershop quartet. Finally comes Samuel Beckett’s late prose-piece Worstward Ho, with them in a dim hotel room, listlessly observing a slide-show of childhood holidays as Beckett’s bleak, clipped text — “Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better” — slips by like life itself. It sounds depressing. But to me the dominant aura was elegy tinged with dark farce. And Goebbels’s music — like Anglican psalm chants, but with more dissonant harmonies — discloses these heavily freighted wisps of text with impeccable clarity. Whether you are bewitched, bothered or bewildered, it’s an intriguing 105 minutes. Richard Morrison source: timesonline.co.uk (30 April 2010)
more reviews:
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The Hilliard, tutte le sfumature del bianco (Brescia, 25th April 2010)
Spostata di una settimana la loro esibizione a causa della famigerata nube, l’Hilliard Ensemble chiude la rassegna della Società dei Concerti. Ecco a voi i cantori più famosi del mondo, i più invidiati e discussi, lontani dalle vicende umane, appollaiati sui troni dell’Olimpo, invisibili agli occhi dei comuni mortali. Percorrono la chiesa longobarda di San Salvatore con passo felpato, sorrisetto, occhi socchiusi, in abito scuro. Dalle tasche non spunta neanche un piccolo diapason. Orecchio assoluto, tecnica mostruosa, attaccano a freddo come aprissero il Times. Voci asessuate, senza sbavature, abbacinanti. Tutte le sfumature del bianco.
Una settantina di fortunati quasi riesce a toccarli, gli altri ne aspirano il profumo collegati dall’auditorium di S. Giulia. Il pubblico bresciano contempla un’eufonia sonora che tutto può, si abbaglia di quell’emissione metafisica e androgina. Dalle loro bocche escono dissonanze ai limiti dell’eseguibilità, glissati, linee spezzate. Vibrato minimo, intonazione miracolosa, fiati che non finiscono mai, incastri raffinatissimi, chiusure millimetriche, fusione spettacolare. Qualità ideali per certo repertorio: il morbido cilicio di Arvo Pärt, i suoni ghiacciati di James McMillan, atemporali canti armeni, intelligentissime commissioni a compositori d’oggi. Nel repertorio più consueto convincono meno: il gregoriano di Nonantola è querulo e poco espressivo, la polifonia rinascimentale risulta piatta, fredda, devitalizzata, insoddisfacente la resa emotiva del testo. In Pärt impressionano la delicatezza di emissione e la pitagorica purezza delle consonanze, quasi armonia di sfere celesti. I brani contemporanei sono diamanti esposti in teche di cristallo. La personalità interpretativa del gruppo vocale inglese è così forte e invadente che diventa essa stessa l’oggetto dell’attenzione, più che soggetto attivo nella ricreazione di musiche altrui. Lo stile Hilliard fagocita le diverse personalità stilistiche. Il controtenore David James crea il sound inimitabile del gruppo, ma quando canta da solo il suo falsetto risuona piagnucoloso, perfino indisponente. Belli, serafici, un poco senz’anima. L’Hilliard, in certi momenti, mette a disagio: uomini o replicanti?
source: www.giornaledibrescia.it (26 April 2010)
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Großartige Sänger und Gentlemen (Hessisch Oldendorf, 10th April 2010)
![]() Fischbeck (eaw). „Sie sind echte Gentlemen und großartige Sänger“, schwärmt die Fischbecker Äbtissin Uda von der Nahmer. Keine Frage, dass das eigens zum Konzertauftakt der neuen „Jahreszeiten“-Reihe ins Stift Fischbeck angereiste weltberühmte britische Hilliard Ensemble besondere Wertschätzung und Obhut genießt. „Die sollen sich hier wohlfühlen und werden von unserer neuen Stiftsdame Ursula Schroeder bekocht und betreut“, so von der Nahmer.
Ermöglicht wurde der Auftritt der „Hilliards“ durch das finanzielle Engagement der Klosterkammer Hannover und des Landschaftsverbands. Mit ihrem dem in der orthodoxen Kirche eine besondere Rolle spielenden Erzengel Michael gewidmeten Programm „Arkhangelos“ präsentierte das Quartett den Zuhörern in der voll besetzten Stiftskirche – darunter auch die Präsidentin der Klosterkammer Sigrid Meier-Knapp-Herbst sowie die Äbtissinnen aus Walsrode, Obernkirchen und Wülfinghausen – ein reizvolles und überaus anspruchsvolles Konzert im Spannungsfeld zeitgenössischer Bearbeitungen mittelalterlicher Sakralgesänge und modernen, mitunter eigens für das Ensemble geschriebenen Kompositionen. source: www.dewezet.de (11 April 2010)
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МФ "Мартенски музикални дни" 2010: Тайната за дълголетието на камерният ансамбъл "Хилиард" е шеговития тон на общуване помежду им (Ruse, 14th March 2010)
Тайната за дълголетието на камерният ансамбъл "Хилиард" е шеговития тон на общуване помежду им. Ансамбълът се смята за една от най- добрите камерни вокални групи в света. Изпълненията му са ненадминати, както в старата така и в новата музика. Състои се от четири гласа: контратенор, тенор, тенор и баритон. Изключителният стил и високото музикално майсторство са привлекателни за слушателя, започвайки със средновековния и ренесансов репертоар и стигащи да произведения написани специално за тях. Концертират и записват със симфоничните оркестри на Би Би Си, Лондонския филхармоничен оркестър, Филаделфийския оркестър и други. През 2004 година ансамбъл Хилиард отбелязва своят 30 – ти юбилей от създаването си, носейки бароков привкус с участието си в Холандския фестивал, в Ливърпул и Единбург. Въпреки многото ангажименти участниците отделят време за тези, които искат да ги следват в музикалното майсторско пеене. Много скоро Хилиард ще прави съвместен концерт с подобна млада формация.
Известен художник на миниатюри от началото на 16-и век става кръстник на един от най - реномираните вокални квартети в света. Противно на широко разпространеното мнение, че съставът е наречен на основателя си Пол Хилиър, изпълнителите са избрали да носят името на миниатюриста Никълъс Хилиард. Те дори носят винаги със себе си книга с негови портретни миниатюри, за да ги показват на любознателните си читатели. "Причината да изберем това име е, че когато започвахме като квартет, повечето музикални групи носеха имена на композитори. Ние решихме да бъдем различни и да изберем името на художник, и то такъв, който рисува миниатюри, защото възприемаме нашите музикални изпълнения именно като такива миниатюри", казват певците. "Хилиард" гостува на фестивала за втори път, като остават верни на своите концертни програми - съчетание на стара и съвременна музика. Самите музиканти признават, че за тях не е важно кога е написано произведението, а какво отразява. Така те поднесоха на слушателите си в Русе комбинация от творби, създадени в Англия, Франция и Канада. Наред с кратките старинни мадригали на вечните теми за любовта и смъртта прозвучаха и две по - големи - епическа северна поема на Вельо Тормис и музика от Елизабет Лидъл по текст от романа "Моби Дик". Изборът на толкова диаметрално противоположни епохи, които са разделени от няколко века не е случаен. "Избрахме да пеем ранна музика, защото тя беше много подходяща за нашите гласове, тъй като те не отговарят на стандартната подребна на гласовете - контратенор, два тенора и баротино. Има много малко групи, които имат това съчетание. Обикновено гласовете са поравно разделени, има средно висок, ниско висок и нисък глас. Нашите гласове са много по - близко един до друг, в много по - малък диапазон. Имаме един долно среден глас, два равностойни гласа във високата среда и още един за останалото. Музиката, която се пише за нас, трябва да е доста по - различна, много по - компактна. Има малко музика от периода от 17 век до наши дни, която да е подходяща за нашия комплект гласове. Освен това винаги певческите изпълнени яв този период са съпроводени от музика, а ние сме акапелна група. Що се отнася до съвременната музика, която изпълняваме, тя е написана специално за нас", казват четиримата. Те опитват да научат младите групи, с които работят, че едно от най - важните неща е да се свържат с композитори, които да напишат музика за тях. Защото ако тази връзка липсва, те ще изпълняват само стара музика и няма да имат развитие. Дейвид Джеймс, Роджърс Коуви - Крамп, Стивън Харолд и Гордън Джоунс проявяват сериозен интерес и към православната музика. В проекта на норвежкия саксофонист Ян Гарбарек те изпълняват църковна музика от Русия, Армения, Сърбия и Гърция. Новият им съвместен диск, който трябва да излезе до края на годината, е замислен като цялостно концертно изпълнение. "Ние ще пеем написаната музика по ноти, а Ян ще импровизира върху нея. Албумът ще бъде по - скоро като отражение на нашата съвместна дейност с Ян - нашите изпълнения ще бъдат като една литургия за катедрала, а той със своите сола ще ги свързва. За разлика от западната музика, православната дава възможност на Ян за импровизации", казват от "Хилиард". Този състав е покорил целият свят, на неговото творчество русенската публика ще може да се докосне за втори път, като един от участниците на ММД. source: www.ruseinfo.net (15 March 2010)
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Top acts down south (Albany, 21st February 2010)
![]() THE Perth International Arts Festival continues to bring some of the world’s top artists to Albany.
The Hilliard Ensemble was no exception, being well known as the world’s finest vocal chamber group. Now in its 35th year, the ensemble delighted the appreciative audience on Sunday night, singing 15th century religious songs. It was fitting their medieval and renaissance repertoire was presented in one of Albany’s oldest buildings, the Wesley Church in Duke Street. PIAF events will continue around the Great Southern until March 5. (...)
source: albany.yourguide.com.au (25 February 2010)
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Perfekter Gesang (Hildesheim, 15th January 2010)
A-cappella-Gesang von solcher Qualität ist nur schwerlich zu finden: David James, Rogers Covey-Crump, Steven Harrold und Gordon Jones sind das Hilliard Ensemble.
Bekanntermaßen sollen ja die Engel im Himmel unter anderem singen. Das hat zwar von uns Irdischen realiter noch niemand gehört. Aber eine Ahnung davon, wie’s wohl klingen könnte, gab’s beim Eröffnungskonzert in der St.-Michaelis-Kirche mit dem Hilliard Ensemble: Es sungen vier Engel – zum Glück – kein’ süßen Gesang. Aber einen vollendeten.
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Puer Natus Est in Warszawa, 11th December 2009
source: www.estrada.com.pl
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Der Tod im Leben - Rihms Kammer-Requiem "Et lux" in Köln uraufgeführt (Köln, 15th November 2009)
Die abgedunkelte Bühne der Kölner Philharmonie ist bis auf acht Notenständer leergeräumt: Entrümpelung im Dienste eine rituellen Musik, deren Seelenton vor der Pause durch Requiem-Sätze von Tomás Luis de Victoria und Giovanni Pierluigi da Palestrina angeschlagen wird. Da spinnt das stimmlich merklich gealterte Hilliard Ensembles polyphone Linien zu zarten polyphonen Kokons; Ausdruck entsteht nicht durch die große pathetische Geste, sondern durch Verdichtungen der Harmonie.
source: www.sueddeutsche.de (19 November 2009)
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Gesualdo da Venosa zauroczył Poznań (Poznań, 6th October 2009)
![]() Wczoraj kościół oo.Dominikanów wypełnił się przepiękną muzyką na głosy Gesualdo da Venosy w wykonaniu słynnego The Hilliard Ensemble.
To był niezwykły koncert. Kościół wypełniony po brzegi. W oczekiwaniu na The Hilliard Ensemble szepty wzmagały się i cichły, by w końcu zamilknąć i oddać miejsce muzyce. Artyści z The Hilliard Ensemble przedstawili nam bliżej twórczość Gesualdo da Venosy, a dokładnie najsłynniejszą sakralną kompozycję Gesualda: Tenebrae Responsoria, poświęconą ostatnim chwilom Chrystusa. Sam Gesualdo da Venosa był postacią kontrowersyjną. Żyjący na przełomie XVI i XVII wieku włoski Książę Venosy, wielki kompozytor, w szale zazdrości zabił swoją żonę i jej kochanka. Pisał piękne, napięte do granic emocji madrygały miłosne oraz utwory sakralne. The Hilliard Ensemble - wystąpił w składzie: David James [kontratenor], Rogers Covey-Crump [tenor], Steven Harrold [tenor], Gordon Jones [baryton], Robert Macdonald [bas], David Gould [kontratenor]
source: blubry.pl (7 October 2009)
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Hilliard Ensemble St Patrick’s Cathedral, Dundalk (Dundalk, 1st October 2009)
There’s a conventional wisdom that the repertoire of the mainstream classical concert has become too narrow. And it’s certainly the case that the body of work from Bach to the late romantics is as hugely popular with audiences as it is with leading performers and orchestras.
There are, of course, other ways of approaching programme planning than those commonly espoused by symphony orchestras and virtuosos. Take the all-male vocal quartet, the Hilliard Ensemble, who gave the second of Louth Contemporary Music Society’s Temenos 2009 concerts at St Patrick’s Cathedral, Dundalk, last Thursday. Rather than engage with the widely familiar, the Hilliards concentrated instead on the new and the very old, on work by living composers and on music that’s at the far end of the early music spectrum. Thursday’s programme, titled Arkhangelos , included works by James MacMillan, Jonathan Wild, Ivan Moody, Arvo Pärt and Alexander Raskatov. There were arrangements of Armenian religious chants by Komitas Vardapet, a chant from an 11th-or 12th-century Italian manuscript, a 15th-century lauda, and one of the two surviving pieces by the 16th-century composer John Sheryngham. The Hilliard’s distinctive sound is governed both by the unusual line-up (countertenor, two tenors and baritone) as well as by a style that favours individuality of tone rather than fineness of blend. The pressured countertenor tone of David James is often the dominant colouring, almost as if he’s the soloist with a compliant backing group. The programme wasn’t just a juxtaposition of new and old, but also of East and West, with Arkhangelos by the English composer Ivan Moody providing a clear link. Moody, who lives in Portugal, was ordained a priest in the Orthodox Church in 2007, and his teachers included the most famous of Orthodox-influenced English musicians, John Tavener. In the event, the performances didn’t quite live up to the tantalising prospects that were offered by such a richly layered programme. The considerable technical demands of James MacMillan’s . . . here in hiding . . . and Alexander Raskatov’s Praise , which framed the evening, were not fully met, although the saturated climaxes of the Raskatov were hugely impressive. It was in fact the simplest music which sounded best, not least because of moments of suspect intonation which marred the more overtly demanding works. Komitas’s sharakans were unfailingly affecting, as were the refrains of Sheryngham’s Ah, gentle Jesu , and the insistently repeated invocations of Pärt’s Most Holy Mother of God . MICHAEL DERVAN
source: www.irishtimes.com (6 October 2009)
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Jan Garbarek and the Hilliard Ensemble (St Paul’s Cathedral, London, 23th June 2009) For those unaware of this unique project, the fusion of early Gregorian chant and a jazz saxophonist in St Paul’s Cathedral may seem like a blasphemous musical experiment. However, it was this collaboration between the Hilliard Ensemble, one of the world's finest vocal chamber groups; and Norwegian saxophonist Jan Garbarek, who in 2004 produced Officium, ECM’s biggest-selling album of all time and one of the most popular crossover albums of the 90’s. Last night saw the Hilliard Ensemble's Officium programme return to London with new material from throughout Europe, including works from Scotland's James MacMillan and Estonia's Arvo Pärt. St Paul’s Cathedral proved the perfect host for such a profound and sensitive performance and gave an acoustic freedom of which the musicians made full use. Distant echoes of a single baritone chant echoed from the back of the Cathedral long before the Hilliard Ensemble could be seen walking ceremoniously through the aisles towards the raised stage at the front. The audience sat transfixed as the close harmonies, sublime unresolved dissonances, drones and weaving vocal lines unfolded before them. Several minutes of A cappella bliss passed before Jan Gabarek’s distinct tone began to whisper through the audience. His concise phrases and generous use of silence allowed the cutting edged tones of his soprano saxophone to linger eerily. Garbarek (renowned for his affiliations through jazz, classical and world music) drew on his improvisational skills and focused classical tone to deliver wide disjunct leaps in pitch and piercing flourishes of colour, which complemented the fluid vocal chants flawlessly. Applause after such a beautiful opening seemed out of place and the audience remained silent in fear of breaking the tension. The atmosphere was only relaxed much later on when, after nodding gently to the Hilliard Ensemble to mark the end of a piece, Garbarek let out a smile of appreciation. The audience responded with resounding applause. The Hilliard Ensemble walked freely around the Cathedral several times, sometimes leaving a soloist on stage. Garberek continued in similar fashion with intermittent modal lines and, even when playing tenor saxophone, never overpowered the vocal group. By the end of the night, resounding applause had become a standing ovation and, after a short encore, the group bowed graciously, leaving the echoes of the audiences’ appreciation to fill the Cathedral. Jan Garberek and the Hilliard Ensemble is undoubtedly a highlight of The City of London Festival, which for three weeks each midsummer revitalises the cultural life of the City and concludes with London Symphony Orchestra at St Paul’s Cathedral on 9th July (free events continue until 7th August). Garbarek fans eagerly await the autumn release of his live album featuring a new jazz quartet and, judging by last night’s performance, they will not be disappointed. Luke Pinkstone source: www.jazzwisemagazine.com (10 July 2009)
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Künstlichster Gesang auf natürlichste Art (Göppingen, 16th June 2009)
Auch wenn es, den Zeitpunkt betreffend, so nicht geplant war - das Konzert war auf Januar terminiert -, mündete die Kulturkreis-Saison in ein großartiges Finale: Am Dienstag war das Hilliard-Ensemble zu Gast. source: www.suedwest-aktiv.de (18 June 2009)
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“Officium” - Jan Garbarek és a Hilliard Ensemble hangversenye (Budapest, 27th May 2009)
![]() Végy egy férfi kamarakórust, amely a vokális egyházi zenében, a gregorián-éneklésben, és a kortárs zenében egyaránt otthonosan mozog. Tégy hozzá egy a jazzvilágban ünnepelt szaxofon mestert, és adj hozzájuk egy producert, aki egyben tartja az egészet, végül az így összeállt fogást tálald ízlésesen.
Amikor Jan Garbarek és a Hilliard Ensemble első közös munkája megjelent Manfred Eichernek köszönhetően, a zeneértő közönség azonnal érezte, hogy valami nem hétköznapi dolog született. Azonnali szenzáció, majd minden idők legsikeresebb gregorián felvétele lett, amely egyben a modern kori gregorián-kultusz elindítója is. Az album 1994-es megjelenése óta a társulat több száz hangversenyt adott a Föld legjelentősebb templomaiban. Magyarországon most a budapesti Szent István Bazilikát választották, és mivel még idejében észrevettem a plakátokat, igen jó helyről élvezhettem végig a gyorsan teltházassá lett koncertet. A jegyárakról most inkább nem ejtenék szót... Amit a koncert előtt tudtam, hogy valami egészen különleges élményben lesz részem, bár egy kicsit tartottam az akusztikai körülményektől, mivel még nem voltam hasonló hangversenyen, de reménykedtem benne, tudják mit csinálnak. És természetesen tudták. A Bazilikába belépve azonnal egy másik dimenzióba kerül az ember. A falakon kívül marad a forgalmas város zaja, és a rohanó élet. (Az időnként érezhető metrószerelvények néha mini földrengést előidéző robaját azt hiszem figyelmen kívül hagyhatjuk.) A padsorokat műanyag kerti székekkel egészítették ki. Én a legkényelmesebb mozi székekben sem bírok ki egyhelyben két órát, de itt most ez sem zavart. Miután az összes hely gazdára talált, némi várakozás után Jan Garbarek került elő elsőként táskájával, amelyből elővette tenorszaxofonját, és az első hangok után az idő is megállni látszott. Rövid improvizálás után, a háttérben felcsendült egy halk ének, és amikor kétoldalt egyre közelebbről hallottam az éneket, csak akkor esett le, hogy ez bizony élőben szól, és a négy énekes közelít hátulról. Mivel én takarásban ültem, csak akkor láttam meg őket, amikor felbukkantak az első sor két szélén kettesével. Mindenki beállt a saját kottája mögé, és ettől kezdve kezdetét vette a különös időutazás. A hangosítást úgy oldották meg, hogy nem volt. Gyakorlatilag a terem akusztikáját használták ki. Eleinte furcsa volt látni, hogy a négy elegáns brit úr mellett Jan Garbarek úgy mászkált fel-alá, mint aki unatkozik, de ha csak a fülünkre hallgattunk, akkor jött a csoda, mert ez volt hangosítás helyett. A járkálás volt a hangeffekt, mivel ahogy mozgott, úgy szólt mindig másképp a hangszere. A bevezető után már a szopránszaxofonnal játszott, de az apró hangszer, a mérete ellenére, tökéletesen betöltötte a Bazilikát. Amikor felénk fordult, áradt a hangszerből a csodálatos muzsika, nyíltan és tisztán. Ha hátat fordított tompábban szólt, majd előre-hátra, jobbra-balra sétálva, mindig kicsit halkabban-hangosabban, szebben-torzabban. Már önmagában ez hatalmas élmény volt, de ott volt még a négy énekes is. A négy énekes három szólamban énekelte a nagy középkori szerzők, Palestrina, Gesualdo, Perotin, Christobal Morales, Dufay, Pierre de la Rue műveit, valamint a szebbnél szebb zsoltárokat és gregorián énekeket. A beharangozóból megtudhattuk, hogy „a Hilliard Ensemble zenészei hosszú évek óta saját maguk is végeznek gyűjtéseket, melyek során középkori kolostorok levéltáraiban már több felbecsülhetetlen értékű, korábban ismeretlen egyházi ének kottájára leltek. Ezek között napvilágra került egy XV. századi ismeretlen magyar szerző kompozíciója is (Procedentem Sponsum), mely a többi alapmű mellett természetesen felcsendül majd.” Amíg Jan Garbarek a kortárs jazz improvizációival különös aláfestésként szolgált, addig az énekesek középkori hangulatot teremtettek, és lelki szemeim előtt láttam, sőt éreztem, hogy ott vagyok egy régi nagy szertartáson, ahol a szerzetesek fantasztikus éneke egészen földöntúli hangulatot teremt. Az első pillanattól kezdve egy kellemes bizsergést éreztem a fejemben, és egyfajta alfa állapotban élveztem végig a koncertet. És hogy a közönség mennyire volt átszellemülve. Éteri csend töltötte be az épületet, egy két köhintéstől eltekintve csak a zene szólt. A darabok közti szünetekben még tapsolni is elfelejtettünk. Persze nem kell hosszú szünetekre gondolni, mert szinte egyben énekelték végig a műsort, de volt egy hosszabb szünet, amikor csak nagy nehezen tudatosult bennünk, hogy most tapsolni kell. Érkezett is a vastaps. Ezután még egyszer volt taps a műsor második felében, de akkor rossz helyen, mert már beszívták a levegőt, hogy belekezdjenek a következő műbe, de a korábbi taps kiindulópontjából ismét kezdeményeztek egy tapsvihart, így a levegőt mosolyogva kifújták, és kis kivárás után folytatták csak az éneklést. A műsor vége felé az énekesek el kezdtek levonulni a „színpadról”. Gordon Jones elindult a padsorok között, és pont mellettem kezdte mormolni énekét. Csak Garbarek maradt a helyén, aki folytatta szárnyaló muzsikáját, mígnem egyszer csak az énekesek a terem különböző pontjaiból kezdtek énekelni, ezzel megteremtve az élő térhangzást. Ezt azzal tetőzték, hogy elkezdtek ők is járkálni körülöttünk, így a hang kavalkád teljesen körülvett minket. Tudták még fokozni az amúgy is leírhatatlan élményt. A főműsor után szűnni nem akaró taps közepette vonultak el művészeink, majd még kétszer sikerült őket visszacsalni, hogy egy-egy rövidebb darabbal örvendeztessenek meg minket. A nem egészen két órás koncert gyakorlatilag egy nagy összefüggő katarzis volt. A fantasztikus lemezt, akármilyen drága rendszeren hallgathatjuk otthon, meg sem közelíthetjük ezt a koncertélményt. Ha valaki nyitott erre a zenére, és lesz még lehetőségünk a formációt itthon látni, javaslom, mindenki menjen el a magas jegyárak mellett, és hallgassa meg a produkciót, mert semmi máshoz nem fogható, hihetetlen audiofil zenei élmény. source: www.zenesz.info (10 June 2009)
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Officium in Lublin, 5th May 2009
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Auf dass der Mensch musiziere (Hilchenbach, 27th April 2009)
![]() Jan Garbarek und das Hilliard Ensemble boten exquisites Konzerterlebnis. Das „ungleiche Paar“ überwindet dank großer Könnerschaft mühelos stilistische Grenzen.
Wer das hörte, konnte geneigt sein zu glauben, Gott habe den Menschen nur geschaffen, auf dass er musiziere. Dass gerade die Musik diejenige der Künste ist, die ganz besonders dazu geeignet ist, tief an die Seele zu rühren, ist nichts Neues. Nur sind diese Momente, in denen es tatsächlich geschieht, in denen Klang und Empfinden des Zuhörers so zueinander finden, wie am Montagabend in der voll besetzten ev. Kirche in Hilchenbach, eher selten. Jan Garbarek und das Hilliard Ensemble haben dieses – im wahrsten Sinne des Wortes – Kunststück geschafft. Am Ende des rund anderthalbstündigen, von der Siegener Zeitung präsentierten „Officium“-Konzerts gab es minutenlangen Beifall und Standing Ovations, die Begeisterung war aus den Gesichtern der Besucher herauszulesen. Es gab zwei kurze Zugaben, und das nicht einfach, weil sie dazugehören – sie mussten, im Gegenteil, recht lange herbeigeklatscht werden. Zu dem exquisiten Musikerlebnis eingeladen hatten kreuztalkultur und der Gebrüder-Busch-Kreis in Kooperation mit dem Kreuztaler Unternehmen Achenbach-Buschhütten. Sie und die fünf Künstler bescherten dem Publikum einen Abend von überwiegend kontemplativem Charakter, einen Abend des Innehaltens, der Einkehr, des ehrfürchtig-konzentrierten Hinhörens. Mit dem norwegischen Saxofonisten Garbarek und dem britischen Gesangsquartett – David James (Countertenor), Steven Harrold (Tenor), Rogers Covey-Crump (Tenor) und Gordon Jones (Bariton) – hat sich zwar ein „ungleiches Paar“ getroffen. Dem aber gelingt es mit seinem außergewöhnlichen Crossover-Projekt (zwei CDs, „Officium“ und „Mnemosyne“, sind bislang daraus hervorgegangen) dank großer Könnerschaft, sogenannte Kunstmusik und dem Jazz verwandte Improvisation mühelos zusammenzuführen, als hätte es nie etwas anderes gegeben, und nebenbei noch folkloristische und liedartige Anklänge, auf höchst kunstvollem Niveau, versteht sich, einfließen zu lassen. Dabei sind es nicht immer zwingend die vermeintlich „schwierigen“, harmonisch farbigen, komplexen Stücke, die besonderen Eindruck machen. So dürfte der eine oder die andere bei dem schlichten Strophenlied „Remember Me, My Dear“ durchaus feuchte Augen bekommen haben, so schön, so harmonisch, so weich und rund im Klang, so ideal war der Gesang der vier Hilliards – Dank an Jan Garbarek für sein Gespür, das Quartett einen Vers ganz allein singen zu lassen. Ebenso anrührend geriet das von den Sängern intonierte, homophone, aber interessant harmonisierte „Most Holy Mother Of God“, das Garbarek mit Solo-Improvisationen einrahmte. Nicht nur hier zeigte der Musiker eine nahezu unfassbare Beherrschung des Sopransaxophons (nur zweimal griff er zum Tenor-Instrument), die sich weniger in virtuos-akrobatischen „Kapriolen“ äußerte als vielmehr in einem breit angelegten Spektrum gestalterischer Mittel. Mal ließ der Norweger sein Instrument weinen, mal schrill aufschreien, mal leise flüstern und hauchen, mal (vogel-)zwitschern. Mal setzte er kraftvolle Kontrapunkte oder dissonante Akzente als Gegenpol zum Gesang, um sich dann wieder mit einem einzelnen Ton oder einer einfach-schönen Phrase im Stimmenklang zu verlieren. Das Hilliard Ensemble, im Gegensatz zu Garbarek nach Noten musizierend, zeichnete sich (nach winziger Anlaufphase) durch kaum zu überbietende Homogenität und Reinheit im Gruppenklang aus. Auch glänzten die Sänger mit starken Soli und bauten einmal Obertongesang als gelungenen Effekt ein. Bei aller Exaktheit blieben ihre Darbietungen immer beseelt und emotional. Neben viel Sakralem, Ruhigem gab es auch zwei flotte, tänzerische Stücke, bei denen Garbarek sich dazu hinreißen ließ, den Rhythmus mit dem Fuß mitzuklopfen – gelungene Farbtupfer im Programm. Stimmungsvoll farbig illuminiert war auch der in dezentes Gelb getauchte Altarraum der Kirche. Für die Besucher auf der Empore warfen die Veranstalter auf jeder Seite Videoprojektionen an die Wand. Das Auge „hört“ schließlich mit bei einem Konzert. An diesem Abend war so mancher aber sicher mehr als einmal geneigt, die Lider zu schließen und einfach nur hörend zu genießen.
source: www.siegener-zeitung.de (29 April 2009)
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Himmlische Stimmen und Kammermusik (Amberg, 26th April 2009)
![]() The Hilliard Ensemble trifft in der Amberger St.-Georgs-Kirche auf das Quintett Singer Pur
Ein solches Programm lockt die Besucher an: Die St.-Georgs-Kirche in Amberg ist am Sonntag restlos gefüllt, als sich Singer Pur und The Hilliard Ensemble zu einem gemeinsamen Konzert finden. Singer Pur, das sind fünf ehemalige Regensburger Domspatzen, die sich mit einer Sopranistin zum derzeit führenden deutschen Vokalensemble entwickelt haben. Das Hilliard Ensemble gilt als eines der weltweit renommiertesten Ensembles vokaler Kammermusik. Beide Ensembles verfügen über ein ganz eigenständiges Profil und einen unverwechselbaren Klang. Die Hilliards verkörpern das Stimmideal des Vokalquartetts ins seiner historisch reinsten Form mit Countertenor, zwei Tenören und Bariton. Dichte Gestaltung Im Sextett von Singer Pur hingegen übernimmt eine Sopranistin die höchste Stimme. Im Amberger Konzert umfasst ihr Repertoire Werke vom 12. bis ins 16. Jahrhundert mit Werken der großen Meister der Renaissance, wie dem in Hahnbach geborenen Raselius, Orlando di Lasso und Gabrieli. Danach stehen Werke aus dem 20. Jahrhundert auf dem Programm, bei denen die Vorbilder der alten Meister deutlich hörbar werden. Äußerst spannend ist das Programm auch dadurch, dass beide Ensembles sowohl eigenständig sangen, sich aber auch zu bis zu zehnstimmigen Vokalwerken zusammenschließen. Faszinierend bei allen gemeinsamen Darbietungen, wie sich der metallische, strahlende Stimmklang des Countertenors David James mit der weichen, schlank und klar geführten Sopranstimme Claudia Reinhards ergänzt, mischt und zu einer unglaublich dichten Gestaltung führt. Dass alle Sänger ihre Stimmen perfekt beherrschen, dass die Dynamik der Interpretation nahezu akribisch variierte, ist ein weiterer Baustein zu einem begeisternden Konzert. Beeindruckend bereits der Beginn mit einem fast mysteriös zelebriertem Werk von Hildegard von Bingen. Die Solistin fesselt schon hier mit ihrer ausdrucksstarken Stimmführung und wird von dem gesamten Männerensemble mit ruhigem, generalbassähnlichem Gesang begleitet. Singer Pur glänzen mit einem grandios gesungenen Werk von Raselius, beide Ensembles zusammen mit einer wunderschön gesungenem Motette von Nicolas Gombert. Als Schluss und Höhepunkt des ersten Teils singen alle zehn Sänger die jubelnde Motette von Gabrieli, "Exsultate justi", in einer begeisternden Interpretation, bei der der strahlende Sopran leuchtend zur Geltung kommt, sich beide Ensembles wunderbar mischen. Moderne und "Maria" Der zweite Teil ist der Moderne gewidmet. Joanne Metcalf (geboren 1958) hat mit "Il nome del bel flor" eine klangintensive Huldigung Marias komponiert. In lautmalerischen Klangvisionen, die immer wieder die Silben "Maria" umspielen, verschmelzen aufbauende Soli mit teilweise komplizierten Intervall-Sprüngen zu zehnstimmigen Klangbildern von eindringlicher Dichte. Eine großartige Interpretation eines starken Werkes. "The Hilliard Ensemble meets Singer Pur" lautet das Motte des Abends: Es war eine großartige Demonstration perfekter Vokalmusik.
source: www.oberpfalznetz.de (28 April 2009)
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Garbarek e l'Hilliard nello spazio (Bergamo, 25th April 2009)
![]() Il progetto "Officium" nella basilica di Santa Maria Maggiore, l'evento più atteso di Bergamo Jazz.
È stato certamente l'evento più atteso di Bergamo Jazz 2009, festival che il nuovo direttore artistico Paolo Fresu ha voluto aprire a più luoghi della città, in linea con la sua visione ad ampio raggio "geografico" (bella anche la location dell'ex chiesa della Maddalena, che ha visto alcuni concerti diurni, tra cui il solo di Nils Petter Molvaer). La Basilica di Santa Maria Maggiore - nel cuore della città alta - ha ospitato per un prevedibile tutto esaurito il progetto "Officium", che ormai dal 1993 unisce il sassofono (soprano e tenore) di Jan Garbarek alle quattro voci dell'Hilliard Ensemble. In un progetto come questo, la scelta di un luogo dalla componente sacra così forte contribuisce certamente alla suggestione dell'esito e così è stato, con i quattro cantanti inglesi sempre molto sensibili nell'intonare le splendide polifonie del repertorio e il sassofonista a rispondere con linee eteree e poetiche. All'inizio della serata Garbarek è sembrato un po' distante, limitandosi a un ruolo ornamentale con frasi che non sono riuscite a scalfire la superficie vocale, ma nella seconda parte le volute del sassofono hanno iniziato a penetrare nella profondità dell'armonia, scheggiandola in modo suggestivo. Il pubblico della Basilica ha ascoltato rapito, seguendo talvolta i membri dell'Hilliard Ensemble che si muovevano nello spazio della chiesa con un suggestivo effetto di spazializzazione, tributando a questa nuova avventura di "Officium" lunghissimi applausi. Tra gli altri spazi coinvolti da Bergamo Jazz, la Galleria Gamec e l'Auditorium di Piazza Libertà (solitamente sede del Bergamo Film Meeting), nel quale Fresu ha voluto inserire alcune giovani proposte europee, tra cui il duo tra Luca Aquino e Raffaele Casarano. Enrico Bettinello source: www.giornaledellamusica.it (25 April 2009)
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Heidelberger Frühling, 18th-19th April 2009
Echoes at Peterskirche
James Clarke's "Untitled No. 4" with Arditti Quartet
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Alle origini della polifonia con l'Hilliard Ensemble (Cagliari, 24th February 2009)
![]() Applaudita esibizione al Lirico
Musica per sole voci. A cappella, come ha usato per secoli e secoli sotto le volte di chiese modeste e di grandi cattedrali. L'Hilliard Ensemble, maestro del genere, sa come esplorare quel grande repertorio di canto devozionale, nato nei primi secoli del secondo millennio. Musica diversa dal modo di far musica odierno. Fin nei suoi elementi essenziali. A partire dal timbro delle voci del tenor e contratenor e soprattutto della parte acuta del superius, un tempo affidata a voci bianche, o come nel concerto di martedì al Comunale, ad un adulto che canta "di testa". A Cagliari l'Hilliard Ensemble arriva in forma ridotta, con tre solisti e non i quattro consueti, dopo aver già rimandato l'appuntamento dello scorso gennaio. Obbligato quindi a un cambio di programma, il gruppo britannico accantona le annunciate chansons rinascimentali per risalire indietro sino alle origini della polifonia o a radici ancora più remote. Come alla melodia attribuita a Perotino, maestro nell'XII secolo della schola cantorum nella appena consacrata cattedrale di Notre Dame di Parigi. Un linguaggio dove gli accenti non conoscono il ritmo misurato, seguono il fluire libero della parola, invitando alla meditazione e al raccoglimento. Musica fuori dal sistema tonale che con le sue armonie regola la musica dei secoli a noi più vicini. Naturalmente ciò non vuol dire che tra le pieghe delle avanguardie del nostro tempo non ci sia chi guardi a questi canti per trovare nuova ispirazione. Come Arvo Part, che trova uno spazio particolare nelle interpretazioni proposte dell'Hilliard Ensemble: un'antologia musicale che si addentra nella musica sacra costruendo un interessante parallelo tra composizioni antiche e contemporanee. Erano all'incirca gli anni '70 quando si cominciò a guardare con interesse crescente al repertorio antico. Fu in quegli anni che l'Hilliard ensemble venne fondato da Paul Hillier, Paul Elliott e David James. Mentre è nel 1993, con il cd Officium dedicato al canto gregoriano e realizzato con il sassofonista norvegese Jan Garbarek, che il gruppo conobbe la massima notorietà, raggiungendo punte di vendita da musica pop. Indipendentemente dalla popolarità raggiunta, l'Hilliard continua nella sua opera di diffusione della musica antica e di quella musica contemporanea che guarda all'antico per trovare nuove forme di espressività. E nel suo concerto si affida ad atmosfere che invitano ai tempi lunghi della preghiera in musica. Una dimensione di eleganza raffinata. Che l'Hilliard con le sue intonazioni suadenti e levigate porta alla piena resa espressiva ed emotiva, concludendo con un mottetto di Guillaume de Machault. GRECA PIRAS source: www.unionesarda.it (26 February 2009)
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eighth blackbird, Hilliard Ensemble create magic (Chicago, 19th February 2009)
Anyone doubting the relevance of new classical music must surely have overlooked eighth blackbird, a sextet that in a few short years has built a following that would make most purveyors of the traditional canon green with envy. source: www.chicagotribune.com (21 February 2009)
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The Four Renaissance Men of the Hilliard Ensemble (Washington, 12th February 2009)
By Anne Midgette source: www.washingtonpost.com (14 February 2009) ionarts.blogspot.com review
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Exquisites «Notprogramm» (Erlangen, 16th January 2009)
![]() Hilliard Ensemble begeisterte in Erlangen auch als Trio
Lange Zeit hatte Pfarrer Johannes Mann buchstäblich mit «Engelszungen» das Hilliard-Ensemble um einen Auftritt in der evangelisch-reformierten Hugenottenkirche gebeten, die Akustik gepriesen und das Erlanger Publikum. Endlich hatten sich David James (Counter Tenor), Rogers Covey-Crump (Tenor), Steven Harrold (Tenor) und Gordon Jones (Bariton), die dieses A-Capella-Quartett der absoluten Weltspitzenklasse bilden, zu einem spektakulären Auftritt bereit erklärt: «In Paradisum», ein Zyklus von Sterbegesängen, dessen Wurzeln bis ins 7. Jahrhundert zurückreichen, hätte in der Vertonung von Tomas Luis de Victoria und Giovanni di Palestrina seine deutsche Erstaufführung erfahren sollen. Wie durch ein Wunder hatte man Platz schaffen können für 800 Zuhörer, und an der Abendkasse gab es lediglich Restkarten. Dann die Hiobsbotschaft: David James musste wegen Stimmbandentzündung absagen. Das Programm der Briten wurde kurzfristig auf Trio-Stücke umgestellt. Allerfeinste Technik Und es war bei Gott kein «Notprogramm», das in Windeseile zusammengeschustert wurde, sondern jede der zehn Miniaturen aus acht Jahrhunderten atmete den einzigartig achtsamen Umgang mit der Komposition, den das Hilliard-Ensemble auszeichnet. Die artifizielle Herleitung historischer Aufführungspraxis wird nicht bemüht, vielmehr vertraut man auf allerfeinste Technik und exquisiten Geschmack, die sich in mehr als 35-jährigem Vokalgesang auf höchstem Niveau zu einer übergreifenden Homogenität verschmolzen haben. Gerade an Unisono-Stellen ist das in aller Deutlichkeit hörbar. Schwierigste Koloraturen Sparsam, wie ein wertvolles Gewürz, setzen die Gentlemen das Vibrato ein, zaubern dafür lieber weiche Glockentöne, imitieren auch mal eine Schalmei, tanzen schwierigste Koloraturen. Vom andächtig dargebotenen Stabat Mater von Alonso de Alba bis zum «Vorbeizug des Jammerlappen» von Rodney Sherman und darüber hinaus geht ihre schillernde Ausdrucksfähigkeit. Bei den traditionellen armenischen Kirchengesängen freut man sich über arabische Anklänge in insgesamt tieferer Stimmlage und etwas stärkeren Unterschieden in der Dynamik. Bei Perotins «Allejula posui adiutorium» entsteht wegen der außergewöhnlichen harmonischen Schwingungen der Eindruck, es seien mehr als drei Sänger am Werk, während bei den Stücken von De Machaut Zweifel kommen, ob in der Tat menschliche Stimmen diese Töne erzeugten. Mit einer «Passacaglia de la vita» bedankten sich Covey-Crump, Harrold und Jones für den begeisterten Applaus, der in Standing Ovations gipfelte. What else? CORA UITTING source: www.erlanger-nachrichten.de (20 January 2009)
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The Hilliard Ensemble polubił Śląsk (Katowice, 23th November 2008)
![]() Można tak sądzić, bo słynny brytyjski kwartet wokalistów wystąpił
wczoraj w Katowicach po raz drugi. Jak przed dwoma laty znów z Orkiestrą
Kameralną Miasta Tychy AUKSO, ale po raz pierwszy w śląskim repertuarze.
Hilliardzi zaproponowali słuchaczom dzieła muzyki współczesnej, choć
nawiązali do tradycji muzyki XX-wiecznej. Orkiestra AUKSO wykonała
najpierw popularne 'Adagio na smyczki' nieżyjącego
amerykańskiego kompozytora Samuela Barbera, utwór wykorzystany w kilku
filmach, m.in. 'Plutonie' oraz 'Człowieku słoniu'.
The Hilliard Ensemble przyjechał na Śląsk m.in. z utworem kompozytora, z którym najczęściej bywa kojarzony - Estończyka Arva Parta. Brytyjczycy a cappella wykonali jego 'Most Holy Mother of God'. Choć kompozycje Parta wykonują od wielu lat, dopiero teraz, po raz pierwszy w naszym regionie, jedna z nich zabrzmiała w wykonaniu zespołu, dla którego ją napisano. Jednak wydarzeniem wieczoru stało się prawykonanie najnowszego utworu śląskiego kompozytora Aleksandra Lasonia. Trwające ponad 25 min 'Called Back - Sacrificial Chanting and Playing to Anna', czyli 'Wezwana do powrotu - Śpiewy i muzyka ofiarna dla Anny' kompozytor poświecił pamięci swojej zmarłej przed rokiem żony. Kompozytor wykorzystał w nim wiersze Emily Dickinson, ale uniknął pułapki muzyki ilustracyjnej. Mimo wzniosłego tematu nie był to też utwór pompatyczny. Raczej gęsta, intensywna muzyka, której najzwyczajniej w świecie dobrze się słuchało. Myślę, że takie samo zdanie mieli inni słuchacze, bo reakcja po koncercie była szczerze entuzjastyczna. Koncert odbył się w ramach festiwalu Ars Cameralis. source: Gazeta Wyborcza Katowice (24 November 2008)
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« I went to the house... » : l'improbable quotidien avec voix d'Heiner Goebbels (Lille, 7th November 2008)
![]() Scène d'appartement, dix minutes d'un silence uniquement percé du moteur d'un aspirateur...
Séquence ainsi résumée, on criera à l'imposture. À ce premier tableau - sur un texte de T.S. Eliot malheureusement non traduit -, suivent trois autres tableaux - La Folie du jour, texte de Maurice Blanchot, L'Excursion à la montagne, texte de Franz Kafka,Cap au pire, texte de Samuel Beckett. Trois décors : une façade de maison, un vélo, une chambre d'appartement cossue. Et quatre acteurs-chanteurs, les remarquables vocalistes du Hilliard Ensemble, prestigieux quatuor vocal qui, depuis vingt ans, n'a donné que des merveilles d'enregistrements. S'en tenir à cette improbable description du spectacle du compositeur allemand Heiner Goebbels, présenté hier soir à l'opéra de Lille, serait donner caution au bon tiers des spectateurs qui ont quitté leur fauteuil à l'entracte. Dommage pour eux. Car en vérité, le travail de ce chercheur qui ne cesse de faire éclater les cadres de l'écriture musicale comme du récit théâtral est passionnant comme l'aura révélé la très belle dernière séquence. Un spectacle sans doute moins abouti que le fascinant Erarijaritjaka présenté ici-même en 2005, mais étonnant, plein de surprises et de trouvailles. J.-M. D. source: www.lavoixdunord.fr (8 November 2008)
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Begegnung musikalischer Welten (Jan Garbarek und Hilliard Ensemble in der Mainzer Christuskirche, 22nd October 2008)
![]() Das Hilliard Ensemble und der Jazzsaxofonist Jan Garbarek nahmen ihr Publikum in der Mainzer Christuskirche mit auf eine meditative Reise durch die Zeiten. Von Frank Wittmer
Mainz. Der Begriff "Officium" bezeichnet eigentlich das Stundengebet der christlichen Kirchen, aber im breiten Bild der Öffentlichkeit hat er sich längst verselbständigt - seit 1994 der norwegische Jazzsaxofonist Jan Garbarek zusammen mit dem englischen Hilliard Ensemble eine aufsehenerregende CD dieses Namens vorlegte. Die außergewöhnliche Kombination der vier Männerstimmen, die zu den renommiertesten Vokalisten für Alte Musik zählen, mit freier Jazz-Improvisation erwies sich als wahrhaft gelungenes Experiment: Die CD wurde zu "einem der größten Crossover-Hits der 90er" mit Riesen-Erfolg sowohl in den Klassik- als auch Jazz- und Pop-Charts, und die zugrundeliegende Idee der Verbindung von geistlicher Vokalmusik mit Jazz wurde unzählige Male auf unterschiedlichsten Qualitätsstufen kopiert. "Officium" wurde zum Inbegriff der synkretistischen Verschmelzung von Mittelalter-/Renaissance-Gesängen mit modernem Jazzspiel zu einem eigenen Neuen (die 1999er Nachfolge-CD von Garbarek und Hilliards hieß "Mnemosyne") - und findet sich plötzlich heute wieder auf Plakaten und Konzertprogrammen. Eine Wiederholung der zur CD gehörenden Tournee von Mitte der 90er Jahre? Nein, keine Angst: Zu groß ist der Fundus an Material, zu groß der schöpferische Einfallsreichtum, die Professionalität und künstlerische Verantwortung bei Garbarek und den vier Sängern, als dass hier der einfache Ausweg einer simplen Neuauflage gewählt werden würde - ein inhaltlich neues Programm nach dem erprobten Konzept erwartet die Fans, die "Officium" längst zum Kult erhoben haben. Und den Mainzer Zuhörern wurde die Wiederbegegnung der beiden musikalischen Welten nun vom Frankfurter Hof in der Christuskirche präsentiert. In einem Interview erklärte Garbarek kürzlich: "Der Name Officium steht nicht nur für den Titel des Albums von 1994, sondern für diese Art von Musik insgesamt. Auf `Mnemosyne` kam andere Musik dazu, altägyptische, südamerikanische. Und wir erweitern dieses Repertoire systematisch." Das Programm entpuppte sich bei genauem Hinhören als historisch bunt gemischt, von Musik der Gotik und Renaissance, alten liturgischen Rufen und Gesängen bis hin zu feinsinnig englischer und robuster slawischer Romantik und zeitgenössisch aufbereiteten Strukturen. So erstaunlich wie erfreulich zeigte sich dabei nicht der geringste Bruch. Vor allem die stimmliche und persönliche Präsenz der Sänger und ihr einfühlsames Gestaltungsvermögen schufen einen einzigen, hochklassigen Vokal-Zusammenhang, dem Garbarek seine Saxofonlinien wie Kerzenlichter aufstecken konnte, mal warm leuchtend, mal lebhaft flackernd. Die gemeinsam erschaffene Klangwelt nahm die Zuhörer mit auf eine inwärts gewandte, meditative Reise durch die Zeiten. "Wir bevorzugen einen langen Nachhall, dafür wurde die alte Kirchenmusik auch komponiert. Wir haben ja keine elektronische Verstärkung", erläuterte Garbarek im selben Interview. Doch hier lag das Problem des Mainzer Konzertes: Die Christuskirche mit ihrer trockenen Wohnzimmer-Akustik ist ja selbst für große Chöre nicht immer der dankbarste Raum; aber eine so kleingliedrig-feingliedrig auf reinen Klang angelegte Musik hat hier echte Probleme. Die heikle Akustik zeigte gnadenlos, dass selbst bei den hochnoblen Hilliards, dem vielleicht besten Gesangsensemble der Welt, intonatorisch auch bloß mit Wasser gekocht wird; und das stets durchsetzungsfähige Saxofon geht einfach Gefahr, die zarte Piano-Klangkultur der Sänger zuzudecken. Aber im Lauf des Konzertes fand man zu einer optimalen Balance, und Stücke wie das tänzerisch hüpfende "Sancta Maria", das liedhaft-schlichte "Most holy mother", das abschließende "Agnus Dei" mit seinen frappierenden Sequenzen oder die Zugabe "O salutaris hostia" waren Erlebnisse von besonderer innerer Kraft. source: www.allgemeine-zeitung.de (24 October 2008)
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Roger Marsh Italian Premiere (Perugia, 15th September 2008)
![]() The Hilliard Ensemble gave the world premiere of a major new vocal piece by Roger Marsh at the Sagra Musicale Umbra festival in Perugia, Italy on September 15th.
Il Cor Tristo is a setting of pasages from Dante’s Inferno. Commissioned jointly by the festival and the Hilliard Ensemble, the work tells of Dante’s passage through the lake of ice at the bottom of the pit of hell, and of his meeting with Count Ugolino, whose long monologue of despair is presented complete. Marsh says: “In this piece I have aimed for a musical setting which keeps every word clear so that the text can be followed (by an Italian) simply by listening. I was quite nervous about bringing Dante to an Italian audience – these texts are so familiar and so important to them. But the reaction was incredible; it was a big success.” source: www.york.ac.uk (23 September 2008)
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Große Kunstfertigkeit schafft ein meditatives Klangerlebnis (Wildeshausen, 4th September 2008)
![]() In keinem Klassikradio der Welt wäre englische Kirchenmusik der Renaissance der Quotenbringer. Trotzdem gelang es den britischen Vokalkünstlern, dem Publikum die Faszination dieser fremdartigen Musik unmittelbar zu vermitteln. Von Jochen Brünner
Wildeshausen. Seit das Hilliard Ensemble mit dem Jazz-Saxophonisten Jan Garbarek in den 80er Jahren zwei Alben veröffentlichte, die bei Jazz- und Klassikfans gleichermaßen Kultstatus erreichten, gelten die Briten fast wie Popstars unter den Vokalensembles. Am Donnerstag nun gab das um den Bass Robert MacDonald verstärkte Quartett im Rahmen des Musikfestes Bremen ein Konzert in der Alexanderkirche Wildeshausen, in dem es zu seinen Wurzeln, sozusagen dem „Kerngeschäft“ seines Schaffens zurückkehrte. Zu hören gab es britische Kirchenmusik zwischen Mittelalter und Renaissance. Auch wenn die Zeit, als König Heinrich VIII. sich vom römischen Katholizismus lossagte und die anglikanische Staatskirche gründete, historisch zweifellos sehr spannend und aufregend war, können heutige Hörer nur noch schwer nachvollziehen, wie innovativ die Werke waren, die Komponisten wie Thomas Tallis, John Sheppard oder Christopher Tye, dessen „Mean Mass“ das Grundgerüst des Abends bildete, Mitte des 16. Jahrhunderts als „neue“ Kirchenmusik geschaffen haben. So lebte denn auch dieses Konzert von einer intensiven meditativen Atmosphäre, die das Publikum durch seinen Applaus (nur jeweils vor der Pause und zum Ende) kaum zu stören wagte. Unterstützt wurde das Klangerlebnis durch eine Lichtinstallation, die die Alexanderkirche in ein mystisches, aber gleichwohl warmes und freundliches Licht tauchte. Beeindruckend ist nicht nur die Art und Weise, in der Countertenor David James, die Tenöre Rogers Covey-Crump und Steven Harrold, Bariton Gordon Jones sowie Bass Robert Mac Donald den kompletten Kirchenraum zum Klingen bringen, sondern auch die Perfektion und die Sicherheit, mit der sie agieren. Wenn die Hilliards im Altarraum stehen, hat der Zuschauer nicht das Gefühl, dass dort fünf verschiedene Menschen singen, sondern dass ein Instrument erklingt, so perfekt sind Artikulation, Dynamik und Volumen aufeinander abgestimmt. Und trotzdem bleiben sämtliche Stimmen dabei jeweils transparent und einzeln hörbar. Wildeshausen und die Alexanderkirche erlebten ein außergewöhnliches musikalisches Ereignis, dass auch durch den Erwerb einer aktuellen CD kaum rekonstruierbar sein dürfte. source: www.dk-online.de (6 September 2008)
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I Went To The House But Did Not Enter, at the Royal Lyceum (Edinburgh, 28th-30th August 2008)
![]() The Hilliard Ensemble provided some of the festival's strangest, yet strongest and most resonant, sounds and images. Donald Hutera
The unclassifiable German composer-director Heiner Goebbels has been a regular Edinburgh visitor for more than a decade. His latest piece of music theatre, I Went to the House but Did Not Enter, was a world premiere using the vocal talents of the Hilliard Ensemble and featuring four relatively short 20th-century literary texts in a series of tableaux. In doing so he and his collaborators, including the designer Klaus Grünberg, provided the 2008 festival with some of its strangest yet strongest, most resonant sounds and images. Four men in dark overcoats enter a pale grey room and calmly, silently proceed to strip it of its symmetrically arranged contents - tea set, vase and flowers, dog portraits, curtains, table and carpet. These methodical thieves then reverse their deconstruction with a small yet significant alteration: the items that were white before are now black, and vice versa. Occasionally they stop and sing, in a kind of atonal harmony, The Love Song of J.Alfred Prufrock. The crushing serenity of this 40-minute episode is an almost perfect realisation of the innately suburban emotional failure embedded in T.S. Eliot's poem. The entire set is then converted into the exterior of a two-storey dwelling at night. Here the text is a philosophical confessional by Maurice Blanchot, its fragmentary, vaguely conversational prose spoken tonelessly by the four males as they go about seemingly ordinary domestic business - working on a computer, say, or pottering in the garage. The level of detail in their actions is increasingly sinister as their words creep towards madness, violence and paranoia. Imagine Rear Window updated into surveillance culture. The effect is positively Kafkaesque, rendering a five-minute musical coda derived from a gaily alienated Kafka text absolutely apt. The men sing it outside the building like some avant-garde street-corner barbershop quartet. The finale, to Samuel Beckett's weirdly incantatory Worstward Ho, occurs in a tall, triangular wedge of a hotel room, its familiar comforts couched in shades of dusky rose. Locating Beckett's eternal void in such a location is inspired, its brilliance compounded when the men set up a portable screen and view a slide show of holiday snaps in natural settings. The aura of faded longing is haunting. Hats off to Goebbels, Grünberg and the bleak, blended beauty of the voices of David James, Rogers Covey-Crump, Steven Harrold and Gordon Jones. source: www.timesonline.co.uk (1 September 2008)
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Les Jardins Musicaux 2008, Cernier (NE), vendredi 22 août (Lives) (Cernier, 22nd August 2008)
Les cinq membres du célèbre Hilliard Ensemble présentaient en début de soirée la 'Messe de Notre-Dame' de Guillaume de Machaut (deuxième moitié du XIVe siècle), première messe écrite par un seul compositeur, d'un seul tenant et dont l'auteur est identifié. Entre les cinq parties de l'ordinaire de la messe, d'autres oeuvres du même compositeur étaient insérées, profanes ou religieuses.
Les amateurs de musique médiévale sont nombreux, et un frisson parcourt l'échine du public alors que les premières notes envahissent la Grange aux Concerts. Les cinq chanteurs font des prouesses malgré une acoustique qui manque d'écho; on serait mieux dans une chapelle. Du coup, on a du mal à se laisser emporter par les mélismes des deux contre-ténors. Les changements de formation (duo, trio, quatuor ou quintet) permettent d'éviter la lassitude du public, car l'écriture musicale ne diffère pas énormément entre les pièces profanes et religieuses. Invité de dernière minute, l'orage qui gronde au dehors ne perturbe pas les chanteurs, et leur prestation finit par emporter l'adhésion d'un public frigorifié.
source: www.murmures.info (23 August 2008)
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The Hilliard Ensemble im Kloster Eberbach (Eltville am Rhein, 13th August 2008)
![]() Schon die Fahrt ins Kloster Eberbach, hat man erst mal Wiesbaden und die A66 hinter sich gelassen, bereitet großes Vergnügen. Durch die Weinberge, vorbei an kleinen Palais, Burgtürmen, großen Gütern, mit Blick aufs weite Tal und den Rhein. Und das Kloster selbst, der Garten, der Innenhof, eine Augenweide. Besonders imposant: das Innere der Basilika. Ein wunderbarer Klangraum wie geschaffen für einen außergewöhnlichen Klangkörper – das Hilliard Ensemble.
Die vier britischen Sänger, zwei Tenöre, ein Bariton, ein Countertenor, gelten als eines der weltbesten Vokalensemble. Sie brauchen kein Orchester, sie füllen allein mit ihren Stimme den Raum. Und ihr Ruhm ist ihnen Verpflichtung. Das zeigt sich an ihrem Programm, das sie für die Reihe Arkhangelos – Das himmlische Leben im Rahmen des diesjährigen Rheingau Musik Festivals zusammen gestellt haben. Denn das umfasst gleich mehrere Jahrhunderte, von 15. Bis in die Neuzeit, und streift höchst unterschiedliche Kulturen. Gemeinsam ist alle Gesänge das „Himmlische“, ob byzantinisch, griechisch-ortodox, spätmittelalterlich oder aus der Renaissance, ob Meditation oder Hymne. Besonders faszinierend, da tonal ein wenig aus dem Rahmen fallend (dabei aber nicht im Ansatz so dissonant wie etwas MacMillans „...here in hiding...“ zu Konzertbeginn) , waren die zwei Blöcke mit Sharakans, traditionellen armenischen Gesängen, gesammelt von Solomon Sogomonjan, der sich Komitas nannte – ein Sänger, Sammler, Ethnologe, Mönch. Sie sind so alt (oder sogar älter) wie gregorianische Gesänge. Ganz neu, erst 2000 entstanden, sind die fünf Lobpriesungen, „Praise“, des zeitgenössischen, russischen Komponisten Alexander Raskatov. Er beruft sich auf die byzantinische Liturgie, aber trotzdem klingen seine Kompositionen im (vor)gegebenen Rahmen neu, in Passagen fast avantgardistisch, sehr lebendig und emotional mit seinen auch Sprechstimmenparts. Arvo Pärts Komposition „Most Holy Mother Of God“ ist sogar noch neueren Datum, gerade einmal vier Jahr „jung“, ein typischer Pärt, simple, aber wirkungsvolle Strukturen, hörbare Stille, eine fast unmerkliche Progression aus der Wiederholung der einen einzigen Phrase „Most Holy Mother of God, save us“ heraus. Das Einzige, was den Konzertgenuss ein wenig störte, war die Tatsache, dass das Konzert von hr2 live übertragen und von daher auch live auf der Bühne moderiert wurde, Gott sei dank nicht vor jedem Stück, aber trotzdem noch so oft, dass der Fluss der Darbietung ein wenig darunter litt. Ob die Sänger sich in den Zwangspausen fragten, was der kleine Mann da vor ihnen so alles über sie und ihre Musik erzählte? Wie auch immer – Gesänge wie die vom Hilliard Ensemble dargeboten, dazu ein schöner Ort wie die Basilika, können einen glatt zur Überlegung bringen, ob das Klosterleben nicht vielleicht eine Alternative zum Alltag, wie wir ihn täglich erleben, ist. source: musik.journalportal.de (15 August 2008)
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Miserere in Helsinki, 8th June 2008
8 czerwca w helsińskim kościele Temppeliaukio odbył się uroczysty koncert orkiestry „Capella Cracoviensis" przy udziale światowej sławy kwartetu The Hilliard Ensemble z solistką Sarą Leonard na czele. Orkiestra pod batutą Stanisława Gałońskiego zaprezentowała utwory polskiej muzyki dawnej - od średniowiecznej Bogurodzicy po perły polskiego baroku, oraz, tym razem pod batutą Michała Tworka, niezwykle interesującą i nowatorską kompozycję autorstwa Arvo Pärt`a zatytułowaną „Miserere", charakteryzującą się głębokim, poruszającym przesłaniem oraz oryginalną konstrukcją muzyczną. Ambasador RP w Helsinkach, J. Hofman, otworzyła koncert krótkim wystąpieniem, w którym podkreśliła, iż odbywający się cykl imprez polskich: koncert i wystawa fotograficzna autorstwa Norberta Roztockiego pt. „OO Kameduli" są polskim prezentem dla mieszkańców Helsinek z okazji Dni Helsinek. W obsłudze medialnej koncertu uczestniczyli ze strony polskiej TV Polonia Kraków oraz reporterzy z „Dziennika Polskiego", ze strony fińskiej „Helsingin Sanomat", który objął koncert swym patronatem medialnym, oraz anglojęzyczne wydanie „Helsinki Times". Koncert został zorganizowany wspólnie przez Wydawnictwo Jagiellonia S.A., Fundację Marszałka Wielkiego Koronnego Mikołaja Wolskiego i Ambasadę RP w Helsinkach. Koncert cieszył się zasłużonym zainteresowaniem ze strony fińskich melomanów, gromadząc w kościele Temppeliaukio kilkusetosobowe grono słuchaczy, w ich gronie znanych przedstawicieli świata kultury i polityki oraz reprezentantów korpusu dyplomatycznego akredytowanych w Helsinkach. Po koncercie, w Rezydencji Ambasadora RP w Helsinkach, Pani J. Hofman, odbyła się specjalna recepcja z udziałem orkiestry i muzyków oraz zaproszonych gości. Wydarzenie to na trwałe zapisało się w pamięci fińskich wielbicieli muzyki, stanowiąc niezwykle ważny element promocji polskiej kultury za granicą.
source: www.helsinki.polemb.net
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Dufay and Josquin in San Maurizio Canavese, 31st May 2008
source: www.modoonlus.it
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Raskatov in Linz, 29th April 2008
source and more photos: www.brucknerhaus.at
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Arkhangelos in Ruse, 20th March 2008
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Finał już XIV Festiwalu Muzyki Jednogłosowej (Płock, 9th March 2008)
![]() Niedzielnym koncertem Hilliard Ensemble - legendarnego brytyjskiego zespołu wykonującego muzykę kameralną - zakończył się w katedrze trwający od piątku XIV Festiwal Muzyki Jednogłosowej.
Hilliard Ensemble to czterech wokalistów z Wysp Brytyjskich, którzy światową sławę zdobyli głównie dzięki wydanemu w 1994 roku albumowi "Officium". Nagrali go wspólnie ze światowej sławy jazzmanem Janem Garbarkiem. Średniowieczne chorały połączone ze swobodą saksofonu okazały się tak wielkim sukcesem (ponad milion sprzedanych egzemplarzy), że w 1999 muzycy ponownie połączyli siły i nagrali dwupłytowy album "Mnemosyne". Ale specjalizacją Hilliard Ensemble jest muzyka dawna w czystej postaci - głównie średniowieczna, ale także barokowa. Potwierdzili to w swoim niedzielnym programie "In paradisum, Music of Victoria and Palestrina". W katedrze wykonali pieśni sakralne autorstwa kompozytorów z Włoch i Hiszpanii, łącząc je z pieśniami żałobnymi wykonywanymi w liturgii dla zmarłych przed wyniesieniem ciała do grobu. source: www.gazeta.pl (9 March 2008)
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Täiuslik ilu – The Hilliard Ensemble (Tallinn, 12th December 2007) (The perfect beauty - The Hilliard Ensemble)
![]() Tallinna kontserdielu on aasta lõpus rikas – ikka on laval mõni rahvusvaheline suurkuju. Läinud nädalal andis Eestis kontserte The Hilliard Ensemble.
Nad on maailma hinnatumaid vokaalansambleid nii vanema kui ka nüüdisaegse muusika esitamisel. Repertuaari laiendamiseks korraldavad nad kompositsioonivõistlusi ning neil on resideeruv helilooja. Tihe koostöö seob neid ka eesti heliloojatega. Meeskvartett on vaimulikule muusikale väga omane koosseis. Kontserdi kava oli aga mitmekesine ning sellest leidis veel nii vanemat lääne ilmalikku muusikat, uudisloomingut kui ka põikeid armeenia kirikumuusikasse. Nagu vanamuusika esitajate puhul sageli on, kirjutavad tänapäeva heliloojad ka Hilliard Ensemble’ile teoseid, mis teinekord ehtsast vanamuusikast väga palju ei eristugi. Siiski on helilaadikäsitlus aastasadade jooksul nii palju muutunud, et Bryars oma sekundintervallidega mõjub renessansiaja kontrapunkti kõrval küllalt jäiselt.
Väiksed hääled
Lisaks pööratakse praeguses muusikas sõnarõhkudele oluliselt rohkem tähelepanu kui toona, kui muusika kulges mööda silpe nagu traatvõrk mööda aiaposte. Bryars lõi “Esimese madrigalide raamatu” Hilliard Ensemble’i tarvis Blake Morrisoni intrigeerivatele tekstidele. Vorm on vana, kuid sisu on uus – Maarja Kangro suurepärases tõlkes esimene madrigal algab: “Ämbliku varitsussalong, / tema niidivestibüül, / ta ise koob seinu, / mis meie kohal ja ümber sulguvad, / kuni saalist, kuhu tulime, / lootes külastada elu, / saab meie surma häärber.” Kui panna siia kõrvale 16. sajandist pärinev “Nõnda heitlen südamevalus, oo naine”, tuleb ilmsiks inimväljenduse pöörane muutumine nurgeliste abstraktsete kujundite suunas. See tendents laienes kogu kontserdile, ka muusikas. Ansambel häälestub aastatepikkuse kooslaulmise tulemusena ideaalselt ning vokaalliinid joonistuvad sõltumatutena välja seal, kus vaja. Hääled on väiksemapoolsed ja fookustatud. Kõik lauljad on eksponeerimatult musikaalsed. Nende esituses on lihtsus, mis saab kujuneda ainult muusikalise isiksuse pika arengu jooksul. Ansambli töös on laulmine jäämäe veepealne osa. Ajalooline uurimus, mis sellele eelneb, on ulatuslik. Esimese lisapalana esitati Piers Hellawelli “Sapphire’i” ansamblile nime andnud briti kunstniku Nicholas Hilliardi tekstile. See tõi akadeemilisse kavva elavust, nagu ka järgmine lugu, töötlus eesti rahvaviisist “Maga, marjake”. Enne viimast laulu vaatas bariton kella ja ütles ehtsa inglise huumoriga, et on küll alles varajane õhtu, kuid kui me nende jubeda eesti keele välja kannatame, laulavad nad meile hällilaulu. Nende eesti keel, nagu ka kõik muu, oli väga kõrgel tasemel.
Kontsert
The Hilliard Ensemble •• Koosseisus David James (kontratenor), Steven Harrold (tenor), Rogers Covey-Crump (tenor), Gordon Jones (bariton) •• Kavas lääne vanamuusika, armeenia traditsionaalid, uutest heliloojatest Bryars, Erskine, Moody, Pärt •• 12. detsembril Estonia kontserdisaalis source: www.epl.ee (17 December 2007)
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Visionäres himmelwärts (Frankfurt, 5th December 2007)
Man muss gar nicht erst nach Pisa: Auch Frankfurt kennt keinen Lerneffekt. Da haben sich erst vor wenigen Monaten alle musikalischen Kräfte der Stadt zusammengetan, um im Rahmen des "Auftakt"-Festivals der Alten Oper den estnischen Komponisten Erkki-Sven Tüür bekannt zu machen. Und jetzt, als wieder eine Tüür-Uraufführung anstand, gingen gerade einmal 100 Konzertkarten über die Theke, so dass im Großen Saal der Alten Oper die Abonnenten der Konzertdirektion Pro Arte ziemlich unter sich und im kleinen Kreis waren. source: www.fr-online.de (7 December 2007)
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Das Hilliard-Ensemble brilliert beim Vocalise-Vokalfest (Potsdam, 24th November 2007)
Ein ganz besonderer Glücksfall war der sonnabendliche Auftritt des weltbekannten Hilliard-Gesangsensembles aus England zum Vocalise-Vokalfest in der Erlöserkirche. Seit seiner Gründung 1974 zählt es trotz wechselnder Besetzung zur absoluten Spitze der A-cappella-Ensembles, charakteristisch sind seine programmatische Strenge und die miniaturartige, musikalische Zeichnung der Interpretation. source: www.maerkischeallgemeine.de (26 November 2007)
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Critics prize for Hilliard Ensemble (Berlin, 17th & 18th November 2007) The British Hilliard Ensemble which has been recording for ECM New Series since 1987 will be honoured for its artistic achievements by the jury of Preis der deutschen Schallplattenkritik at this year’s award ceremony in Berlin on November 17. The jury’s argument notes that “by championing Arvo Pärt and its numerous commissions to contemporary composers the ensemble has written music history, leaving an equally deep imprint in performance history through its unique style of interpretation. The ensemble’s interpretative art is based on making the music happen in a both lucid and emotional way out of pure sound. The singers’ individuality doesn’t disappear; as a product of polyphony it rather adds up to a blend of sound that does justice to each of the four timbres.” The Hilliard Ensemble’s most recent record on ECM, the Motets by Bach released this spring, has met with enthusiastic critical reactions. “If clarity is a virtue, these people are saints”, wrote Jacques Drillon in the French “Nouvel Observateur”, and in The Guardian, Andrew Clements praised a “supremely musical rendering overflowing with food for thought”. The Hilliards will perform a wide array of works ranging from Perotinus to Pärt at a special matinee concert in St. Johannes Evangelist in Berlin on Sunday, November 18. Tickets can be ordered at 0049/30/25 48 11 78 source: www.ecmrecords.com (18 October 2007) |
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the programme - as it was to be:
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the programme - as it actually was:
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Mysterious Circuit in the Church (Vac, 27th August 2007) ![]() On the evening of their concert the large church was packed with clergymen, musicians, composers, music lovers, and the air was filled with the unmistakably excited, thick, soft and cheerful buzz. The Hilliards (David James - counter tenor, Rogers Covey-Crump - tenor, Steven Harrold - tenor and Gordon Jones - baritone) seemed to be as modest and plain live as on their photos. They came in, put out their music sheets and started singing the Kyrie. One of them must have had a cold - gave a little cough, but then music overcame the virus and four soaring, bright, twinkling, intertwining male voices filled the unusually sultry sacred space. The four gentlemen looked surprised when the audience first burst out in enthusiastic applause,but then they nodded 'That's fine' and sang on with sparkling eyes. During the break the buzz moved to the main square outside the church. A young modern 'expert' beside me was saying that he liked the way the Hilliard were singing, but he missed something to top the whole thing with. Ecclesiastical music is not at all marked with the aggression , egoism or orgiastic interpretation of rock music, but it can give us something different, something more at the concerts too. It became obvious after the break. Studying the audience I could see that most of them relaxed and stopped looking at their running programme, not minding that they 'had lost the thread'. They got more and more absorbed in the music, rocking gently on their seats. And in the meantime, in a mysterious way, the audience and the ensemble got in perfect harmony, in an extraordinary intimacy. The circuit closed by the last movement, the Agnus Dei. And then came the two encores: contemporary English and American compositions. What was to come? The slowly approaching applause from the back rows, swelling into rapturous - in a church even the applause sounds differently from one in a concert hall. The Hilliard Ensemble, having given their fourth concert in Hungary, travelled to Cracow to collect some more encouraging experience from the music loving audience in Central-Eastern Europe. Klára Varga source and more reviews: www.borzsonybarokk.hu more photos: www.borzsonybarokk.hu
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Monteverdi in Greifswald, 25th August 2007
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Paul Robinson's score to Carl Dreyer's silent classic 'Joan of Arc' in the Wroclaw Opera House, 28th July 2007
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Gombert in Wrocław, 16th September 2006
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