Hilliards' discography




Concert schedule




Rogers's discography


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Gesang ist Versenkung (Bad Urach, 17th December 2011)

Hilliard Ensemble in Bad Urach
Eine besondere Weihnachtsüberraschung erlebten Musikliebhaber in Bad Urach: das Gastspiel des weltberühmten Hilliard-Ensembles. Auf dem Programm stand weihnachtliche A-cappella-Musik vor 1600.

Dieses Ensemble hat Geschichte geschrieben. 1974 gegründet, ersang es sich weltweiten Ruhm durch seine bezwingende Interpretation von A-cappella-Musik der Zeit bis 1600 sowie von neu komponierter Musik. Bekannt wurde das Hilliard Ensemble auch durch seine Zusammenarbeit mit dem Jazzer Jan Garbarek; derzeit besteht es aus David James (Countertenor), Steven Harrold (Tenor), Rogers Covey-Crump (Tenor) und Gordon Jones (Bariton).

"Puer natus est nobis" - "ein Kind ist uns geboren" - lautet der Titel einer Messe des Franko-Flamen Pierre de la Rue, die dem Programm das Gerüst gab. Drum herum gruppiert waren geistliche Stücke auf lateinische Texte unterschiedlicher Herkunft sowie frühe Weihnachtslieder aus England und Italien, oft aus Übertragungen anonymer Handschriften, die in den Archiven Europas liegen.

All dies wurde fast ohne Pause nacheinander abgesungen, berechtigt auch dadurch, dass "Alte Musik" nicht den erst später aufgekommenen Werkcharakter trägt. Manches aus den unübersichtlichen Textblättern wurde dabei auch noch weggelassen. Der Zugang wurde dem Hörer nicht eben erleichtert, zumal auf eine Einführung gänzlich verzichtet wurde.

Es blieb dem Singen der vier Solisten überlassen, die gleichzeitig alte und neue Musik zu vermitteln. Dieses bestach nicht so sehr durch stimmliche Schönheit, runde Harmonie oder äußere Glätte, wie sie etwa von jüngeren Ensembles gepflegt wird. Die Timbres des Countertenors sowie des Baritons hoben sich ab, kleinere Unebenheiten wurden toleriert.

Das besondere Können der Hilliards besteht eher darin, zum einen die schwierigen, eng verflochtenen Partituren möglichst originalgetreu umzusetzen, zum andern die Logik und den Geist, die sich in der abstrakten, dem heutigem Fühlen fernen Klangsprache verbergen, zum Leben zu erwecken.

Das können sie immer noch. Dass nach Hunderten von Aufführungen Magie und Spiritualität nicht auf Knopfdruck aufleuchten, ist verständlich, dass die Stimmen in zugigen Kirchen leiden, ebenso.

Ein Wunder fast, dass dennoch ihre spezielle Kraft des Singens zum Tragen kam. Diese schöpft nicht aus hinein- oder herauszulesendem "Ausdruck" oder "Affekt", sondern versucht, mittels Textverständnis, Atemtechnik und Phrasierung in die fast unzugänglichen Tiefen der fernen Welten einzudringen, sich singend in sie zu versenken, wie dies wohl in früheren Zeiten die Kleriker getan haben, und die Musik aus sich, von innen heraus sprechen zu lassen. Meist verhalten, so dass das Geheimnis zu spüren ist, jedoch stets in innerer Übereinstimmung der Singenden, die manchmal in eine mystische Einheit und bezwingende Intensität mündet.

Völlig gefühllos war diese "objektive" Musik dann doch nicht. Wenn etwa in "Salve mater gracie" die heilige Jungfrau mit "Freu dich, Königin, Herrin der Himmel" angerufen wird, ist diese Emotion in tänzerischer Bewegung zu spüren, in dem englischen "There is no rose" geht der zärtlich wiederholte Refrain des Gesangs sachte ins Ohr, und in Josquins "Ave Maria" gewinnt der Schluss auf "O Mater Dei, memento mei" durch eine dezente, doch umso intensiver wirkende Verstärkung eindringliches Gewicht.

Auf den lang anhaltenden Beifall antwortete das Ensemble mit einem für seine Verhältnisse "späten", harmonischen Christmas Carol von Thomas Ravenscroft - als süße Dreingabe auf ein scheinbar sprödes, aber von innen heraus leuchtendes Weihnachtsgeschenk.

source: www.swp.de (19 December 2011)

 


Hilliard Ensemble na krakowskim Rynku (Kraków, 16th December 2011)

Hilliard Ensemble in Krakow
W Bazylice Mariackiej rozbrzmiała muzyka hiszpańskiego renesansu. Hilliard Ensemble, znakomity angielski zespół, odwiedził Kraków w ramach festiwalu Stara Europa. Na repertuar złożyły się późnośredniowieczne i renesansowe utwory – usłyszeliśmy anonimowe kompozycje oraz dzieła Pérotina, Josquina des Prés i Tomása Luisa de Victorii.

Wokalny kwartet – cudowny baryton Gordona Jonesa, świetlisty kontratenor Davida Jamesa i dwa doskonałe tenory: Rogersa Coveya-Crumpa oraz Stevena Harrolda przeniósł nas w odległe czasy. Program został ułożony tematycznie, co umożliwiło wgląd w krystalizowanie się muzycznego stylu doby Odrodzenia.

O magnum mysterium Pomponnia Nenny, moim zdaniem najpiękniejszy utwór całego koncertu, wywołał łzy wzruszenia na twarzach wszystkich zakochanych w muzyce dawnej. Autor, neapolitański kompozytor żyjący w latach 1556-1608, związany był z dworem księcia Carlo Gesualdo, który przeszedł do historii muzyki jako autor awangardowych tonalnie utworów.

Niestety, pomimo wysokiego poziomu wykonania, nie wszystkim słuchaczom udało się dotrwać do końca wydarzenia. Trudno wytłumaczyć to zjawisko, można jedynie pokusić się o hipotezę, że tak ambitny repertuar nie jest łatwy w odbiorze dla przeciętnych melomanów. Pozostałą publiczność Anglicy nagrodzili jednym bisem.

Róża Różańska

source: www.polskamuza.eu (20 December 2011)

 


Litanei für den Wal war lebendige Gehörbildung (Bochum, 15th September 2011)

Hilliard Ensemble in Bochum
photo © Michael Kneffel
Als würde der leere Raum selbst sprechen erklang John Cages "Litanei für den Wal" am Donnerstag (15.9.) in der Jahrhunderthalle Bochum. Als Kernstück eines Programms, das das weltberühmte Hilliard Ensemble extra für den Buddhismus-Schwerpunkt der Ruhrtriennale zusammengestellt hat.

Das britische Vokalensemble ist beim Publikum so beliebt, dass es bei der Triennale nicht nur zwei Programme, sondern auch noch eine Zusatzvorstellung von "In Paradisum" aufführen konnte. Allesamt ausverkauft. Und das, obwohl es den Zuhörern zumindest beim Abend "Litany For The Whale" keineswegs leicht gemacht wird.

Meditation über das Wort "Wahle"

Das Konzert mit Werken Neuer Musik, teils von Zeitgenossen extra für das Sänger-Quartett komponiert, ist lebendige Gehörbildung. John Cages Komposition ist eine knapp halbstündige, zweistimmige Meditation über das Wort "Whale" ("Wal"), das wie ein Mantra wieder und wieder, Buchstabe für Buchstabe gesungen wird. Die Jahrhunderthalle liegt dabei im Halbdunkel, die Stimmen fragen und antworten aus unbestimmtem Nirgendwo.

Klang und Bedeutung der Worte

Auch in Luca Belcastros "La Voce delle Creature" und Ken Uenos "Shiroi Ishi" werden Klang und Bedeutung der Worte selbst zum Thema. Das Hilliard Ensemble singt diese musikalischen Meditationen über Gottes Schöpfung und den Tod nicht nur, es flüstert sie, zischt, summt, atmet, gibt den Zwischentönen Raum. Perfekte Aufführungen ungemein komplexer Kompositionen sind das.

Dazwischen lauscht das aufmerksame Publikum dem Japaner Tadashi Tajima, der die traditionelle Kunst des Shakuhachi-Spiels beherrscht. Die Musik auf der Bambusflöte, mündlich überliefert, wirkt wie avantgardistische Klangexperimente, ist als "Brücke zur Erleuchtung" gedacht.

source: www.ruhrnachrichten.de (16 September 2011)

 


Kurz in einer anderen Welt (Heidenheim, 16th July 2011)

Hilliard Ensemble and Jan Garbarek in Heidenheim
Bewegendes und mitreißendes Konzert von Jan Garbarek und dem Hilliard Ensemble in Heidenheim.

„Ein Pfarrertraum“ entfuhr es einem Besucher der fast vollbesetzten Pauluskirche bei dem bewegenden Konzert mit Jan Garbarek und dem „Hilliard Ensemble“ im Rahmen der Heidenheimer Opernfestspiele. Für etwa siebzig Minuten wurde man in eine faszinierende Klangwelt, bei der Fremdheit und Wohlgefühl kein Widerspruch waren, entführt.

„Officium Novum“ hieß das Programm, und „Officium“ bedeutet etwa so viel wie „Stundengebet“. Bevor das „Hilliard Ensemble“ mit seinen wunderbar reinen und klaren Stimmen in feinsinniger Dynamik den Kirchenraum füllte, ließ Jan Garbarek mit seinem Sopranino fast zaghaft filigrane Töne sprechen. Ob sanft angeblasen oder mit explosiver Wucht, stets spielte Garbarek mit raumgreifender Fülle und enormer Plastizität. Fast wie bei einer Prozession bewegten sich die Hilliards und schufen mit ihren Stimmen Sphärenklänge zu den variantenreichen, weichen bis durchdringenden Saxophonfiguren.
Kraft und Zauber lagen in den Stimmen der vier Briten, die mit Countertenor, Tenor und Bariton liturgische Gesänge vorwiegend armenischen Ursprungs boten. Doch wiesen diese virilen, geschliffenen Stimmen über die abendländische Kirchenmusik hinaus. Da klang es manchmal wie die melancholischen, aber trotzdem lebensbejahenden ostjüdischen Klezmerfiguren, besonders wenn Jan Gabarek sein Sopranino dazu jubeln und sprudeln ließ. Aber war da nicht auch der Ruf des Muezzins vom Minarett zu hören neben dem sonoren Gesang des orthodoxen Popen? Klang es nicht mitunter in Trance wie buddhistische Tempelgesänge? Hier zeigte sich die unabhängige, lebendige Religiosität der Musik, die den abendländischen friedlich neben dem arabischen Gläubigen erfreut und die Schamanen der asiatischen Steppe neben den Mönchen in den Bergen Chinas gemeinsam am geistlichen Leben musikalisch bauen lässt.
Jan Garbarek verstand es, mit außergewöhnlichem technischen Esprit einen in sich geschlossenen Kosmos zu schaffen, der die Grenzen musikalischer Ausdruckskraft hinter sich ließ.
Die Distanz zu den Hilliards störte nicht. Die weniger dezenten Sax-Sprengsel bei manchen Stücken ließen nur die in allen Registern glänzend gestalteten Vokalpartien der begnadeten A-cappella-Sänger in ihrer Eigenständigkeit deutlich werden. Mystische Erdenschwere und lebendige, fast jubelnde Figurationen wussten die Hilliards mit klanglicher Delikatesse und klarem Ansatz während des mitreißenden Konzerts zu bringen. Wenn dazu Jan Garbareks oft fast an der Grenze zur Stille intoniertes Saxophon erklang, so war man kurz in einer anderen Welt. Als er dann am Schluss spielend durchs Kirchenschiff zog und die Hilliards dies ihm singend nachtaten, wurde die spirituelle Nähe zu einer höchst eigenständigen, aus vielen Wurzeln genährten Musik fast körperlich spürbar.
Nach zwei Zugaben verließen viele Besucher stumm die Pauluskirche, um mit dem aufwühlenden Erlebnis zunächst allein zu sein. Hans-Peter Leitenberger

source: www.schwaebische-post.de (18 July 2011)

 


La luce di Sant’Apollinare per Officium Novum (Ravenna, 14th June 2011)

Hilliard Ensemble and Jan Garbarek in Ravenna
“Gaia luce: forma, libertà e austerità” recita il programma di Ravenna Festival, ed è lo splendore della decorazione musiva dell’abside a rendere la basilica di Sant’Apollinare scenario ideale per questo “Officium Novum”.
Oltre seicento persone a gremire la basilica, che stupisce per la resa acustica: rigorosamente senza amplificazione, le voci non perdono mai di efficacia e il sax soprano si fa più equilibrato del solito, dando vita a un impasto timbrico ben calibrato.
È il quartetto ad iniziare, con una sorta di mantra in movimento che avanza da dietro, mentre Garbarek li attende sull’altare. L’ensemble è in tour nelle cattedrali europee e mostra un affiatamento e una padronanza davvero ragguardevoli, al punto da limitarsi a pochi minuti di sound check. Il repertorio è quello di “Officium Novum” e spazia da Arvo Pärt all’Armenia, passando per Bisanzio, in linea con l’album pubblicato per Ecm:
una lunga suite costituita dalle deliziose polifonie del quartetto che dialoga con le linee eteree e suggestive del sassofonista... Per quasi un’ora di rapito ascolto da parte del pubblico che non fiata, non applaude, ma assiste incantato, per arrivare al finale di “Alleluia. Nativitas” di Perotin, in cui il fraseggio di Garbarek si fa più graffiante, accolto con entusiasmo dal pubblico.

Suggestivo l’effetto di spazializzazione del suono nel brano successivo, in cui i cinque dialogano muovendosi negli ampi spazi della basilica, con il pubblico intento ad inseguire i suoni, così distanti tra loro e in costante movimento.
A quasi vent'anni dalla prima registrazione (nel ’93), l’ispirato incontro tra il sassofonista norvegese e il quartetto di voci inglesi si conferma ogni giorno più maturo e affiatato, un’autentica esperienza, che mostra i suoi maggiori limiti nella prevedibilità, confermandosi unica nel suo genere.

Luca Vitali

source: www.giornaledellamusica.it
photo gallery: www.flickr.com

 

 


Už nikdy žádné příběhy (No stories, never again) (Praha, 2nd and 3rd June 2011)

Hilliard Ensemble in Prague
Jednou z největších kulturních událostí roku u nás lze označit hostování renomovaného britského souboru Hilliard Ensemble se scénickým koncertem ve třech obrazech na texty T. S. Eliota, Maurice Blanchota, Franze Kafky a Samuela Becketta I went to the house but did not enter v pražském Národním divadle v rámci nedávno skončeného festivalu Pražské jaro.

Autorem konceptu tohoto – ve své preciznosti a hlubinné soustředěnosti ojedinělého — scénického díla, současně i autorem hudby a režisérem je proslulý německý skladatel a režisér Heiner Goebbels (1952), jeden z předních představitelů nového hudebního divadla propojujícího hudbu a text s pohybovým a výtvarným uměním. Jeho styl je charakteristický prací se zvukem a zvukovými plochami, současně však s důrazem na text a detail s minimem – většinou akustických – nástrojů. V jeho hudbě najdeme vlivy rocku, jazzu i staré hudby, jež propojuje se soudobou vážnou hudbou s častými prvky minimalismu a oblibou v repetitivnosti. Projekt I went to the house but did not enter (Šel jsem do domu, ale nevstoupil) vznikl v roce 2008 pro Edinburský festival a od té doby byl uveden v řadě světových zemí. Skládá se ze tří oddělených obrazů.

První na ranou báseň T. S. Eliota (1888 — 1965) Milostná píseň J. Alfreda Prufrocka je jakýmsi tajemným obřadem konce a znovuzrození. V chladně neosobním pokoji obřadně uklízejí – za zpěvu Eliotovy básně – zpěváci Hillard Ensemble oblečeni jako muži na pohřbu či po hostině jakýsi opuštěný měšťanský pokoj. Vše – bílé nádobí, bílou vázu, květinu, obrazy a dokonce i ubrus – zabalí do velké krabice, kterou odnesou. Světlo se pomalu utlumuje, přechází téměř do tmy. Krabice se však opět objevuje na druhé straně scény a muži téměř stejnými pohyby vše vracejí na místo. Světlo z okna se zintenzivňuje, vše je opět na svém místě, jen barvy se proměnily – z bílé je černá a jeden obraz spadl ze zdi…

Jeviště se proměňuje a na scénu vjíždí skelet jednopatrového domu. V jeho oknech jsou – vesměs osamělí – muži. A zpívají a recitují surrealistický text francouzského filosofa Maurice Blanchota (1907–2003) Šílenství dne. O předtuše smrti, o utrpení z banality, jež otupuje. Už nikdy žádné příběhy, praví se v něm. Právě tak bychom mohli označit formu a téma celého Goebbelsova „scénického koncertu“, jak tento tvar mezi koncertem a divadlem, dlouhodobě nazývá. Druhý obraz doplňuje krátký výstup míjejících se nehrdinů, „nikdů“ z Kafkovy kratičké povídky Výlet do hor.

Závěrečný obraz se odehrává v hotelovém pokoji. Muži se v něm jen volně přeskupují, poposedávají, stojí. Zapnou televizi, dívají se z okna… A zpívají text Samuela Becketta (1906–1989) K tomu nejhoršímu napsaný ke konci jeho života, v roce 1983.

Ve všech dílech se tak odráží motiv smrti a nicoty, motiv prázdna a absolutna. Všechny texty jsou podány a capella souborem Hilliard Ensemble (na několika místech zazní reprodukovaná hudba či zvuky, ale jen coby kulisa dění). Znějí obřadně, duchovně, přitom vysoce civilně, bez jakýchkoli pěveckých manýr, patosu či exhibicí. Obdobně jako ve svých předchozích opusech, ať už zaměřených na starou nebo novou hudbu či v koncertní spolupráci se saxofonistou Janem Garbarkem. Zpěváci se chovají spíše jak obřadníci než zpěváci či herci. Přesto – nebo možná právě proto — jsou všechny obrazy, každý okamžik, každé gesto, plné napětí a tajemství. Plné pokory a usebrání. Jako když zpívá Leonard Cohen… Stejně podstatné jako hudba, zpěv, aranžmá postav, choreografie a text je i výtvarné působení jevištních obrazů. Barva scény, kostýmy, rozestavění nábytku. Každá proměna světla, každý pohyb mají svůj rytmus daný samotným tématem a hudbou. Společně tak vytvářejí silný dramatický účinek. Ač je celek vesměs vysoce statický, objevují se i rychlé střihy a jemně ironické, zcizující motivy. Představení tak nepůsobí pateticky a už vůbec ne monotónně. Vyžaduje soustředěnost a vysoké intelektuální i emotivní nasazení. Parafrázujíce motto firmy ECM, pro kterou nahrávají, lze říci: Goebbels a Hilliard Ensemble přivezli nejkrásnější divadlo po tichu a prázdnotě. Dokonalost, jež není rutinou.

P. S. V obou pražských představeních pro náhlou indispozici zpíval part kontratenoristy Davida Jamese (který jen „hrál“) z listu mladík Matthew Venner, člen obdobně zaměřeného vokálního souboru Orlando Consort. Na vokální čistotě tato změna nebyla poznat.

Heiner Goebbels, Hilliard Ensemble: I went to the house but did not enter. Koncept, hudba, režie Heiner Goebbels, scéna a světelný design Klaus Grünberg, kostýmy Florence von Gerkan, zvuk Willi Bopp. Světová premiéra 28. 8. 2008 Edinburgh Festival. Uvedeno 2. a 3. 6. v Národním divadle v Praze v rámci Pražského jara 2011 (psáno z 2. 6.).

Vladimír Hulec

source: www.divadelni-noviny.cz (8 June 2011)
photo gallery: www.flickr.com (2 June 2011)

more reviews:
www.tyden.cz (3 June 2011)
www.ct24.c (3 June 2011)
www.operaplus.cz (4 June 2011)
www.ceskatelevize.cz (4 June 2011)
klusak.blogspot.com (6 June 2011)

 


The Hilliard Ensemble opent Festival van Vlaanderen (Kortrijk, 5th May 2011)

Hilliard Ensemble in Kortrijk
Kortrijk - In Kortrijk is het festival van Vlaanderen gestart met een optreden van The Hilliard Ensemble. Er was heel wat belangstelling voor het openingsconcert in de Sint-Rochuskerk. Op de concertagenda stond klassieke polyfonie en hedendaagse muziek. Naast de concerten komen tijdens de veertiendaagse ook educatieve projecten en nieuwe geluiden en vormen zoals geluidskunst aan bod.

Het Britse ensemble staat al jaren aan de top voor hun interpretaties van oude en hedendaagse muziek. Zij streven naar de vocale perfectie. Hun optreden in Kortrijk is meteen ook een buitenkans voor het Kortrijkse conservatorium. Het viertal gaf er in de rand van het festival een masterclass voor de studenten.

Françoise Vanhecke: “Het zijn vier mannenstemmen waarbij ook de sopraanstem door een man wordt gezongen. Het zijn unieke persoonlijkheden die samen een mooie cluster vormen van geluid waarbij ze zowel oude als hedendaagse muziek brengen.”

Het festival van Vlaanderen Kortrijk pikte vorig jaar de draad weer op. Na het schrappen vijf jaar geleden van Kortrijk als festivalstad is gekozen voor een nieuw concept. En vorig jaar bleek al dat dit nieuw evenement aansloeg met 2.400 bezoekers. Voor deze editie zijn er op de eerste dag al 35 % meer boekingen.

(BV/LD)

source: kw.rnews.be (6 May 2011)

 

source: www.focus-wtv.tv

 


The Hilliards in Kreuzkirche, Dresden, 3rd May 2011

Hilliard Ensemble in Dresden

 


Ovationen für ein Klangerlebnis (Marburg, 2nd May 2011)

Hilliard Ensemble and Jan Garbarek in Marburg
Der Norweger Jan Garbarek mit seinem einzigartigen Saxophon-Sound und das exzellente britische Vokalquartett „The Hilliard Ensemble“ schufen in der Lutherischen Pfarrkirche ein meditatives Klangerlebnis.

Keine Klangverstärkung, keinerlei Bühnendekoration, keine Lichteffekte, nur zwei dezent senkrecht von der Decke herab die Bühnenplattform vor dem Chorraum beleuchtende Strahler, die die Gesichter der Akteure meist im Halbschatten ließen. Anfangs erhellte noch das letzte Abendlicht das Innere der Lutherischen Pfarrkirche St. Marien durch die Fenster, doch schließlich saßen die knapp 700 Besucher fast völlig im Dunkeln. Und verhielten sich fast eineinhalb Stunden lang mucksmäuschenstill, ließen die zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzende intensive Atmosphäre von sakralem Raum, der hervorragenden Akustik des gotischen Baus und der einzigartigen Klangkombination von Vokalquartett und Saxophon auf sich einwirken. Aber am Ende wurde es dann laut, drei Zugaben erklatschte sich das Publikum mit tosendem Beifall und Jubelrufen und verabschiedete die Musiker nach dem geradezu fröhlichen Sanctus mit stehenden Ovationen.

Countertenor David James, die Tenöre Rogers Covey-Crump und Steven Harrold und Bariton Gordon Jones und Jan Garbareks Saxophon als frei gestaltende fünfte Stimme haben in ihrer dritten Zusammenarbeit seit dem 1994 veröffentlichten, sehr erfolgreichen Album „Officium“ musikalische Einflüsse aus Orient und Okzident, mittelalterliche Kirchenmusik aus Byzanz, Russland, Frankreich und Spanien, vor allem aber Kompositionen und Bearbeitungen des Armeniers Komitas Vardapet (1869-1935) aufgegriffen.

von Manfred Schubert

source: www.op-marburg.de (3 May 2011)

Jazz-Instrumentalist Jan Garbarek und »The Hilliard Ensemble« überzeugen in Marienkirche
(Alsfelder-Allgemeine.de, 4 May 2011)

 


Jan Garbarek begeistert in der Kreuzkirche (Bonn, 1st May 2011)

Hilliard Ensemble and Jan Garbarek in Bonn
Mit dem Album "Officium" beeindruckte Jan Garbarek und das Hilliard-Ensemble 1994 die musikalische Fachwelt über alle Maßen, im vergangenen Jahr legten der norwegische Saxophonist und das britische Vokalensemble mit "Officium Novum" nach, in der Bonner Kreuzkirche stellten sie jetzt ihr Werk dem Bonner Publikum Live vor.

Der Raum konnte kaum besser gewählt sein, die Akustik einer Kirche ist förmlich dafür prädestiniert, der sakral-meditativ angelegten Musik die geeignete Atmosphäre zu verleihen. David James (Countertenor), die beiden Tenöre Rogers Covey-Crump und Steven Harrold sowie Gordon Jones (Bariton) sowie der Jazz-Saxophonist Jan Garbarek zogen von der Empore aus einen dramaturgischen Spannungsbogen, der die mittelalterliche Musik behutsam in die Jazzwelt überführte.

Sowohl Vokalisten wie Instrumentalist brillierten durch wohl abgestimmtes Zusammenspiel und absolute Stimmreinheit. Jan Garbarek auf dem Sopransaxophon ließ den Sängern für die Stimmenentfaltung den erforderlichen Raum und beschränkte sich, in der Apsis hinter dem Altar umherwandelnd, das Gesungene durch versierte Improvisationen zu reflektieren.

Der 64-jährige Musiker glänzte dabei als virtuoser Solist, der den "Spiritus loci" gezielt suchte, ihn fand, aufgriff und den Gesang durch sein facettenreiches Spiel kongenial anreicherte ,ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Eine Musik, die von der Inspiration des Augenblicks lebt, zur Meditation animiert, den geeigneten Raum und nicht zuletzt Ausnahmemusiker besonderen Ranges benötigt.

Alle Komponenten stimmten bei diesem Konzert überein. Das Publikum spendete begeisterten Applaus und erlangte zwei Zugaben.

Von Paul Robert

source: www.general-anzeiger-bonn.de (3 May 2011)

 


Kontemplatives vom Tonmaler (Gronau, 30th April 2011)

Hilliard Ensemble and Jan Garbarek in Gronau
Gronau - Das Dröhnen eines Motorradauspuffs, das von draußen in die Kirche drang, wirkte wie ein Sakrileg. Drinnen entfalteten nämlich gerade Norwegens Tonmaler Jan Garbarek am Saxofon und die vier Sänger des englischen Hilliard-Ensembles Klangwelten, die die Zuhörer in tiefe Kontemplation versenkt hatten.

Die Musiker, die am Samstag im Rahmen des Gronauer Jazzfestes auftraten, vereinen entgegengesetzte Pole der Musik: Durchkomponiertes mit Improvisiertem, Musik aus der Frühzeit des Christentums und den Anfängen der Mehrstimmigkeit mit moderner Klassik, Folk­loristisches mit Sakralem, Ost und West.

Der elegisch-klagende Ton, den Garbarek seinem Instrument entlockt, bringt ebenfalls zwei Pole zusammen: Einerseits bildet der manchmal spröde Klang einen erheblichen Kontrast zu den ausgefeilten vokalen Harmonien des Ensembles; doch auf schier wundersame Weise verschmelzen sie zu einem sich ergänzenden und umschlängelnden Geflecht. Quasi in einem Akt der musikalischen Transzendenz.

Besonders ausgeprägt zeigte sich das gleich zum Auftakt des Konzerts: Die im Kirchenraum verteilten Sänger erzeugten Obertöne, deren irisierende Färbung jegliche Erdenschwere verloren hatte. Garbarek griff diese Stimmung kongenial auf.

Das Spiel mit dem Raum als musikalischem Faktor wiederholte sich im zweiten Teil des Konzerts. Countertenor David James, die Tenöre Rogers Covey-Crump und Steven Harrold sowie Bariton Gordon Jones brillierten mit ihrer höchst artifiziellen, aber dennoch ergreifenden Gesangskultur, die sie mit großer Lust an Perfektion darboten. Ein kleines Schmankerl waren in Pero­tins „Alleluia nativitas“ (aus dem 13. Jahrhundert) die kleinen Hoquetus-Passagen. Dabei werden die Stimmen in schneller Folge abwechselnd von Pausen durchsetzt, so dass der eine Sänger singt, während der andere pausiert.

Auch die Kompositionen des armenischen Kirchenmusikers Komitas Vardapet haben die Sänger offenbar völlig durchdrungen. Sie präsentierten harmonisch ausgefeilte Interpretationen. Als zeitgenössischer Komponist durfte Arvo Pärt nicht fehlen, der das Stück „Most Holy Mother of God“ für das exquisite Vokal-Quartett geschrieben hat.

Die Zuhörer in der ausverkauften Evangelischen Stadtkirche schwelgten im Wohlklang, der durchaus eine spirituelle Note hatte.

Von Martin Borck

source: www.westfaelische-nachrichten.de (1 May 2011)

more reviews:
Jan Garbarek und die Hilliards: Dem alten Erfolgsrezept treu geblieben (Ruhr Nachrichten, 1 May 2011)
Konzert mit Jan Garbarek & The Hilliard Ensemble beim Jazzfest in Gronau (Evangelischer Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken, 10 May 2011)

 


Гарбарек и джентльмены из Hilliard: чудо в Риге (Rīga, 17th April 2011)

Hilliard Ensemble and Jan Garbarek in Riga
В Риге состоялся концерт всемирно знаменитого Hilliard Ensemble из Великобритании и прославленного норвежского саксофониста Яна Гарбарека. Символично совпадение: рижский концерт прошел в Вербное воскресенье, причем в Домском Соборе.

По-моему, ценность нынешнего концерта в том, что для среднестатистического наблюдателя после него остается много загадок. Над которыми стоит размышлять еще долго после самого выступления. Не удивляет, что замечательные англичане (контратенор Дэйвид Джеймс, тенора Стивен Герольд и Роджер Ковей-Крамп, баритон Гордон Джон) выступали в огромном переполненном зале без микрофонов, а у «пятого голоса» знаменитого квартета — у саксофона Гарбарека — не было никаких усилителей. Удивительная акустика Домского — это идеальное место для чистого и по-прежнему мощного голоса норвежского саксофона. Равно как и для голосов четырех джентльменов, исполняющих духовные песнопения акапелла без какого-либо напряжения — негромко, сдержанно, аккуратно, внимательно соблюдая интервалы и, если угодно, педантично и «миниатюрно» (не случайно ансамбль назван по имени старинного художника, писавшего миниатюры).

Но вот для многих может остаться загадкой, отчего Гарбарек вышел на сцену из дверцы в глубине Домского, в то время как певцы — c других сторон старинного храма? Соединившись на сцене, четыре джентльмена и саксофонист начали исполнять произведения из своего знаменитого альбома Officium novum. При этом интересен тот факт, что первый номер Гарбарек «комментировал» саксофоном, стоя спиной к публике. А в дальнейшем то удалялся, играя, в «закулисье» или же непосредственно в зал. Или так: на сцене оставался только Гарбарек, певцы расходились в разные концы Домского — и вновь соединялись на сцене. Со стороны это можно было воспринять за некий интеллектуальный спектакль. Или за настоящий сакральный ритуал.

Действительно, казалось бы, такой немыслимый в духовном концерте инструмент, как саксофон (временами звучащий смиренно, временами кричащий) и четыре сдержанных джентльмена, поющие взаправду ангельскими голосами — это разговор земного с небесным, Человека с Всевышним, за почти полтора часа ни разу не прерванный аплодисментами. Всемирный разговор с «экуменическим акцентом» для лиц разных вероисповеданий (звучали произведения на самых разных языках).

Идущее с 1993 года, еще со времен первого альбома Officium феноменальное сотрудничество Гарбарека с Hilliard содружество — пожалуй, действительно чудо в мире современной музыки. Сегодня редко можно припомнить такое гармоничное сочетание саксофона с исполнением старинных ( Alleluia, Nativitas Перотина) и византийских песнопений, с произведениями великих Арво Пярта (Most Holy Mother of God) и армянина Комитаса (собственно, после посещения Армении у музыкантов и появилась идея об Officium novum). Более того: многие оценили деликатность «пятого голоса» — когда певцы долго и неторопливо выговаривая все слова, пропевали по-русски «Господи, помилуй» и «Отче наш», Гарбарек тихо отошел в сторону и замолчал. И также незаметно вернулся обратно при начале исполнения нового номера.

Приятно, когда исполнение заставляет не только чувствовать и воспринимать прекрасное, но и размышлять. Любопытен финал программы: вновь разойдясь по разные стороны, все пятеро великих музыкантов воссоединились на сцене. После чего четверо певцов ушли в «закулисье», возглавляемые Гарбареком. Хотя начиналась программа ровно наоборот. И тут, конечно, необходима небольшая пауза — аплодисменты потом...

source: www.lifenews.lv (18 April 2011)

 

source: www.diena.lv

 


Senųjų amžių giesmės ir J. Garbareko saksofonas svaigino Vilniaus publiką
(Vilnius, 15th April 2011)

Hilliard Ensemble in Vilnius
Vilniuje viešintis pasaulinio garso saksofono virtuozas Janas Garbarekas ir britų vokalinis kvartetas "The Hilliard Ensemble" penktadienio vakarą Šv. Kotrynos bažnyčioje senųjų giesmių muzika ir subtiliomis improvizacijomis užbūrė gausiai susirinkusią publiką.

Po barokinės bažnyčios skliautais liejosi sakralinė skirtingų laikotarpių vokalinė muzika, senosios armėnų giesmės, o meistriškai improvizavusio J. Garbareko saksofono tembras kartais primindavo armėnų instrumento duduko skambėjimą, kartais - paukščio klyksmą ar nutolusių amžių gausmą.

Papildomą koncertą šeštadienio vakarą rengiantys svečiai pristato lietuvių klausytojams kūrinius iš vos prieš pusmetį išleistos kompaktinės plokštelės "Officium Novum". Šiuo projektu J. Garbarekas ir "Hilliard" ansamblis tarsi atsigręžia į bizantiškąją tradiciją - skamba senosios bizantiškos giesmės, armėnų muzikos klasiko Komitaso Vardapeto aranžuotės.

Keturi ansamblio dainininkai gieda ne tik scenoje, bet ir vaikščiodami po bažnyčią, tarp sėdinčių ir stovinčių klausytojų. Pasak dainininkų, kiekviename koncerte kūrinius jie atlieka skirtingai, patys improvizuoja, vis kitaip pateikia publikai, tarsi išbandydami koncerto erdvės unikalumą.

"Hilliard" ansamblio vyrai specialiai vyko į Armėniją klausytis įspūdingo senovinio sakralinio giedojimo šios šalies katalikų bažnyčiose, o armėnų giesmių aranžuotės J. Garbareką įkvėpė saksofono improvizacijoms, subtiliai palydinčioms vokalistų partijas. Albume ir koncerte skamba ir garsiausio šiuolaikinio estų kompozitoriaus Arvo Perto (Part) muzika, kurią britų vokalistai vadina labai komplikuota.

Nuo 1980-ųjų gyvuojantis "The Hilliard Ensemble" jau yra koncertavęs Vilniuje - 1996 metais kvartetas pasirodė Nacionalinėje filharmonijoje. Vienas žymiausių pasaulyje vokalinių ansamblių, atliekančių senąją ir moderniąją muziką, ne kartą keitė savo sudėtį. Išskirtinį ansamblio stilių puoselėja keturi solistai - kontratenoras, du tenorai ir baritonas.

"Hilliard" ansamblio įrašų yra išleidusios garsios pasaulio įrašų firmos, ansamblis yra atlikęs garsiausių dabarties kompozitorių muziką, bendradarbiavo su Londono ir Niujorko filharmonijos orkestrais, Filadelfijos simfoniniu orkestru, dirigentais Kentu Naganu, Lorinu Mazeliu (Maazel), Kristofu Popenu (Christoph Poppen) ir kitais.

64 metų norvegų virtuozo J. Garbareko ir "Hilliard" ansamblio bendradarbiavimas prasidėjo 1993 m. įrašų firmai ECM išleidus minėtą albumą "Officium", kuriame J. Garbareko saksofono improvizacijos tapo tarsi dar vienu vokalinio ansamblio balsu. Dar po penketo metų buvo išleistas antras norvegų saksofonisto ir "Hilliard" ansamblio bendras albumas "Mnemosyne" (1998), išplėtęs atliekamos muzikos amplitudę nuo Europos viduramžių iki Antikos laikų bei šiuolaikinių kūrinių. Albumas "Officium Novum", kaip ir du ankstesnieji buvo įrašytas viename vienuolyne Austrijoje.

Vilniuje "Hilliard" ansamblis ir saksofonininkas J. Garbarekas kartu koncertuoja pirmą kartą.

source: www.respublika.lt (16 April 2011)
photo gallery: www.15min.lt


Penkių balsų dermė („7 meno dienos“ Nr.16 (938), 22 April 2011)

 


The Hilliard Ensemble; Chapter House, York Minster (York, 23rd February 2011)

Sacred or secular, early or modern music are alike meat and drink to the Hilliard Ensemble, whose flexibility and musicianship are second to none.

The quartet’s appearance in York on Wednesday, postponed by illness from 2009, covered all those areas with equal finesse.

It is greatly to the credit of Roger Marsh that he was able to create for the Hilliards a Dante-inspired piece that blends Renaissance techniques with a modern idiom. Il Cor Tristo sets three groups of extracts from Cantos 32 and 33 of Dante’s Inferno (Hell).

Between the sections were interwoven 16th-century madrigals, three each by Pisano and Arcadelt, which offered a certain light relief from Dante’s angst-laden travels. Marsh’s score called for a spectrum of techniques ranging from straight song to ordinary speech, with several varieties of speech-song along the way. They added depth to his keen sense of theatre.

The Hilliards maintained an almost conversational flow in their delivery, while negotiating some testing close harmony. But there moments of forceful declamation too. Most affecting of all was the tale of the traitor Ugolino, sealed in a tower to die with his family. The setting was vivid, the singing heartfelt.

After Perotinus’s staggeringly modern (though 12th century) Viderunt, the sacred second half of the evening smoothly traversed orthodox Slavonic chant, Rossi’s appealing By the Waters of Babylon, and Arvo Pärt’s new plainsong, heard in And One of the Pharisees. The Hilliards’ facility knows no bounds.

By Martin Dreyer

source: www.yorkpress.co.uk (24 February 2011)

 


Berührendes Musikerlebnis (Villingen-Schwenningen, 17th February 2011)

Hilliard Ensemble and Jan Garbarek in Villingen
The Hilliard Ensemble ist ein weltweit berühmtes und gerühmtes Gesangsquartett. Mit Jan Garbarek (Saxophon) vereinigt es sich unter dem Programm Officium Novum. Der Bekanntheitsgrad sorgte dafür, dass das Villinger Münster voll besetzt war.Das Publikum war hingerissen und spendete intensiven Beifall im Stehen – Dank für Eineinviertelstunden Andacht. Das Programm war ein Gesamtkunstwerk von gesanglicher, instrumentaler und szenischer Gestaltung.

David James (Counter­tenor), Rogers Covey-Crump (Tenor), Steven Harrold (Tenor) und Gordon Jones (Bariton) können grandiose stimmliche Qualitäten vorweisen. Was betört, sind die tragenden Stimmen, die Töne, die in den Kirchenraum hineinschweben, das klangliche Zusammenwirken. Die Mitglieder des Quartetts sind Harmoniefetischisten auf hohem ästhetischen Niveau.

Das Repertoire ist geprägt von alten Gesängen verschiedener Sprachen aus West- und Osteuropa. Die textliche Aussage wird durch den stimmlichen Ausdruck erhöht. Einfühlsam, fein sind die Interpretationen, die von einer besonderen Religiosität zeugen. Mönchsgesang wäre zu wenig gesagt. Die Ausformung hat den Anstrich des lebendig-aktuellen Spontanen und ist geprägt von individuellem Musikverständnis. Deutlich wird dies an der Auslotung der akustischen Gegebenheiten der Hallenkirche, die die Zuhörer bannen muss. Alles scheint aus mystischen Urtiefen emporzusteigen, um zu den Herzen der Zuhörer zu sprechen. Die Sänger bewegen zu Andacht und innerer Einkehr.

In ihre Klangteppiche woben sich die frei gestalteten Fantasien des hervorragenden Saxophonisten Jan Garbarek. Seine Tonbildung reichte von einem hingehauchten Pianissimo bis hin zu markantem Forte. Freie Erfindungen bedeuteten den Kontrast zu den Sängern. Garbarek glich sich auch an, übernahm die entsprechenden Tonhöhen oder gab diese den Gesangssolisten vor, die treffsicher die Stimmung trafen. Der Saxophonist überzeugte durch seinen intensiven Ton. Mit seinen unterschiedlichen Positionen im Chorraum faszinierte er nicht nur durch die szenische Gestaltung, sondern die differenzierten Klangformen, die sich an den akustischen Gegebenheiten orientierten.

Alles trug den Drang von vollkommener gestalterischer Freiheit, die spontan, leidenschaftlich und individuell gefärbt herüberkam. Die Performance schloss sich in einem effektvollem Kreis, der mit dem beeindruckenden Einstieg geöffnet wurde und sich final rundete. Ein Pluspunkt für die Interpreten und das Kulturamt!

Von Siegfried Kouba

source: www.schwarzwaelder-bote.de (18 February 2011)

more reviews:
Musiker von Weltrang spielen ein Fest der Sinne im Münster (Südkurier, 18 February 2011)
Ein Dienst an der Musik (Südkurier, 19 February 2011)

 


Wie Licht in einer dunklen Nacht - Jan Garbarek & The Hilliard Ensemble im Dom zu Lübeck (Lübeck, 11th February 2011)

Hilliard Ensemble and Jan Garbarek in Lübeck
Eine feierliche, fast andächtige Stimmung füllt an diesem Abend die steinerne Basilika des Doms zu Lübeck. An die tausend Menschen sind gekommen, um das gemeinsame Konzert des international erfolgreichen norwegischen Jazz- und Folkloresaxophonisten Jan Garbarek mit dem britischen Vokalensemble Hilliard Group zu erleben.

Es herrscht eine angespannte Stille, als um 20 Uhr nacheinander die vier Sänger David James (Countertenor), Rogers Covey-Crump (Tenor), Steven Harrold (Tenor) und Gordon Jones (Bariton) links und rechts des Kathedralchores durch die große Halle der über 800 Jahre alten Hallenkirche schreiten. Ganz leise tönt ihr mittelalterlicher Gesang durch den großen Raum und wird bereits erwartet, als sie die kleine Bühne im vorderen Kirchenschiff erreichen: Denn ihnen vorweg kam Jan Garbarek, 63, eine kleine Gestalt mit in diesen Umständen winzig wirkendem Saxophon. Wie Polarlichter in einer endlosen Nacht antworten die sakralen Choräle dem einsamen Bläser in seiner Melodie, scheinen Orientierung und Trost zu spenden in jener weiten Dunkelheit, die ihn umgibt. Im Dom ist es ruhig. So ruhig, dass selbst das Kameraklicken eines Photographen eine Störung bedeutet. Viele haben die Augen geschlossen. Sind auf dem Weg nach Innen. Auf der Reise zu jenem Seelenraum, der so tief und verborgen liegt, dass er nur in Stille wahrgenommen werden kann.

Fast meditativ wirken die Klänge der vier Sänger - ungezähmt und wild, aufbegehrend und laut die Einwürfe Garbareks als ihrer fünften Stimme. Immer etwas abseits, nie ganz dazugehörend sucht sein Saxophon doch den Dialog, gibt Themen vor und scheint um Halt zu ringen. In mir entsteht ein Bild von einer rauen Felsenküste. Der schäumenden Gischt der tosenden Brandung trotzend stehen dort gigantisch vier steinerne Riesen, denen die stürmischen Fluten nichts anhaben zu können scheinen. Vor ihnen ein kleines hölzernes Boot. Zerbrechlich seine Planken, zerfetzt sein Segel. Mit den unbarmherzigen Wogen kämpfend ertönt sein Schrei. Als wollten die alten Felsriesen dem in Not geratenen Kahn ihre Hilfe anbieten und seinen Steuermann beruhigen, tönen in immer gleicher Weise ihre Klänge zu ihm hinaus auf das erzürnte Meer. Der einsame Fischer in seinem Boot erkennt den Trost, den die nahe Küste verspricht – und kann sie dennoch nicht erreichen. Während sein kleines Schiff von den hohen Wellen hin und her geworfen wird, durchbricht sein Schrei das Zischen und Tosen der Fluten. Die kraftvolle Melodie entsteigt der wilden Szene und erklimmt schließlich den über allem thronenden Himmel, der das ganze Schauspiel nur beobachtet hat. Von hier aus verrät ein veränderter Blick, was der verzweifelte Seemann doch auch in seiner größten Not noch spürte: Auch die Felsen, so standhaft, fest und gleichmütig alle Stürme überstehend, haben letztlich nur gelernt, zu ertragen – denn das stete Wasser höhlt auch ihre harte Form mit der Zeit aus, auch sie müssen schließlich irgendwann vergehen...

Die Stimme Jan Garbareks wirkt angesichts dieser inneren Bilder wie der gebündelte Ausdruck eines Protestes gegen die großen Gesetzmäßigkeiten der Natur, denen er sich machtlos gegenüber gestellt sieht. Wenn unser Leben in einem Haus statt fände, hinter dessen umgrenzenden Mauern uns der Tod erwartete, scheint sein Saxophon diese unumstößliche, wenn auch bittere Wahrheit nicht akzeptieren zu wollen – und scheint mit aller Kraft gegen jegliche Genügsamkeit anzugehen, um irgendwann dies starre Bild zu sprengen. Es ist ein unermüdlicher und kräftezehrender Kampf, in dessen stillen Momenten der Trost der Vokalstimmen zu dem Rebellen spricht. Ihre Art, mit dem Leben umzugehen, wird bestimmt von einer geordneten Sanftmut. Einer stillen Akzeptanz unabwendbarer Ereignisse, in denen sie ihre Kräfte sorgsam einsetzen, um sie zu bestehen. Ihre Beschwichtigung und milde Fürsorge gilt dem Einsamen und Unangepassten, sein Zurufen erfährt ihr Antworten und begleitet ihn auf seinem Weg.

Was so gegensätzlich scheint, verbindet sich in der gemeinsamen Musik und scheint sich darin zu erkennen. Die freie Melodie braucht ihre ausdauernden Begleiter in ihrer Untermalung seiner Stimmungen, um sich für einen Moment lang auszuruhen und neue Kraft zu sammeln. Die ruhigen Gesänge wiederum erfahren Neuorientierung und Belebung durch die Themen, die das Saxophon ihnen angibt. So manches Mal fügen sich die sakralen Gesänge der vier Briten auch in eine freudigere Stimmung des blasenden Solisten ein, deren wirkliche Höhen jedoch nur erahnt, wer sich wie Garbarek mit einer ganzen Seele dort hinaufschwingt. Es scheint mir wie ein Abbild der Gesellschaft, in der ein Einzelner verzweifelt und dennoch unbeirrt nach seinem Weg, seiner ganz eigenen Melodie sucht – begleitet, ermahnt und ermuntert von dem Kreis derer, die ihn umgeben und die, anders als er selbst, ihr Schicksal angenommen und den Widerstand dagegen aufgegeben haben.

Die tiefe Innenkehr, die ausgelöst durch die unterschiedlichen, doch immer intensiven und kraftvollen Klänge der Saxophonstimme, wohl viele der Konzertbesucher erfahren, äußert sich in der stillen und emotionsgeladenen Atmosphäre des Doms nur in den bewegten Blicken einiger Menschen. Ähnlich wie ich selbst haben diese am Ende des Konzerts noch nicht ganz ihre Fassung wiedergefunden. In der Tiefe berührt, nach gut 90 Minuten und drei Zugaben, die Jan Garbarek und sein Hilliard Ensemble auf der Bühne standen, braucht es etwas Zeit, um meine Seele wieder einzufangen. Mit Garbarek hat sie sich irgendwie gelöst und aufgemacht. Auf die Reise von ihren tiefsten Gründen weit hinaus in unerahnte Räume, die sie durchdringen muss, um irgendwann ganz frei zu werden. Und so bleibe ich noch einige Momente lang in der großen Kathedrale sitzen.

Neben mir entdecke ich zwei, denen es ähnlich zu gehen scheint: Matthias Kayser und Susanne Naumann, beide 52, äußern sich zutiefst berührt durch das „einmalige Konzertereignis in diesem perfektem Rahmen“. Matthias Kayser hat den Norweger mit dem britischen Sängerquartett schon vor einigen Jahren in der MuK erlebt. Auch damals war er sofort hingerissen, hat ihn die Musik von dem ungewöhnlichen Projekt Officium tief bewegt. Seitdem für dessen Musik eingenommen, schenkte er seiner Begleiterin Susanne Naumann schließlich zu Weihnachten das neue Album Officium Novum, das erst vor kurzem zur Tour erschienen ist. Auch Susanne Neumann, die Garbarek bislang nur als reinen Jazzmusiker kannte und vor vielen Jahren in Hamburg in der Fabrik gesehen und gehört hatte, fing sofort Feuer von dem neuen, so andersartigen Klang der CD. Als die beiden schließlich von dem außergewöhnlichen Konzert im Dom erfuhren, stand fest, dass sie das einmalige Ereignis nicht versäumen wollten. „Es hat sich wirklich gelohnt und war etwas ganz Besonderes!“, so die Stimmen der zufriedenen und noch immer etwas entrückten Gesichter der beiden auf den Plätzen neben mir.

Ja, dem schließe ich mich an. Und als die Lichter in der großen Kirchenhalle angehen, ziehe ich hinaus in diese Nacht - sternenklar und klirrend kalt und doch unendlich schön!

Von Nina Kossak

source and more photos: www.unser-luebeck.de (13 February 2011)

 


The Hilliard Ensemble - гость «Декабрьских вечеров» (Moscow, 6th December 2010)

«Декабрьские вечера Святослава Рихтера» в Государственном музее изобразительных искусств имени Пушкина в этом году проходят в тридцатый раз. Но и тридцать лет спустя продолжают удивлять уникальностью атмосферы и изысканностью программы. Доказательство – выступление вокального коллектива из Великобритании The Hilliard Ensemble. Более трех десятилетий, - чуть дольше, чем существует рихтеровский фестиваль, – английские певцы исполняют вокальные сочинения Средневековья, Возрождения и Барокко, даря двадцать первому веку шанс услышать «живые» голоса далёких эпох. При этом мастерство The Hilliard Ensemble во всём мире признано исключительным. Рассказывают «Новости культуры».


Кажется, само провидение привело однажды The Hilliard Ensemble на «Декабрьские вечера», на фестиваль, где на равных участвуют два искусства – изобразительное и музыкальное. Хиллиарды тоже объединили эти искусства. Удивительное дело, четыре музыканта назвали свой ансамбль в честь… художника.

«Николас Хиллиард – английский художник XVI века, это фантастический мастер, его работы есть в Национальной галерее в Лондоне. Он писал миниатюры, у него чудные крохотные портреты. Поскольку мы работаем в камерном жанре, мы взяли себе его имя», - объясняет руководитель The Hilliard Ensemble, (Великобритания) Дэвид Джеймс.

The Hilliard Ensemble уже третий раз принимает участие в «Декабрьских вечерах». И каждый раз поражает искушенных слушателей этого фестиваля. Сначала было потрясение просто от звучания самого ансамбля. В следующий раз они смело сочетали музыку далекого прошлого с импровизациями на саксофоне Яна Гарбарека. На этот раз исполнили музыку, созданную на протяжении, не удивляйтесь, тысячелетия. Один из авторов, сочинения которого The Hilliard Ensemble пел на этом концерте, родился в XI веке! Это святой Годрик.

«Мы постоянно ищем рукописи со стариной музыкой в музеях, библиотеках. И однажды нам попались замечательно простые одноголосные мелодии. Их автор -святой Годрик, он жил в XI-XII веках. Жил в монастыре на востоке Англии. В то время нот не было, но мы увидели его мелодии, именно записанные нотами от руки. Видимо, его мелодии передавались из уст в уста, из поколения в поколение, пока кто-то их не записал», - объясняет Дэвид Джеймс.

А в компании со святым Годриком оказались наш современник Арво Пярт и средневековые композиторы. Даже их имена звучат строго и аскетично – Дюфаи, Палестрина, Жоскен де Пре.

В соответствии с английской церковной традицией, согласно которой женщины в хоре не поют, в The Hilliard Ensemble тоже мелодии в высоком регистре исполняет мужской голос. Обладатель дивной красоты контратенора Дэвид Джеймс секретов своего голоса не раскрывает. «Я ничего специально не делаю. Просто веду полноценную жизнь. После концерта мы обязательно выпьем красного вина, насладимся вкусной едой», - говорит он.

А после такого завершения вечера снова в путь. The Hilliard Ensemble ждут в других странах. В год они дают около ста концертов.

source: www.tvkultura.ru (7 December 2010)

 


Fusion insolite entre deux mondes (Genève, 22nd November 2010)

Hilliard Ensemble in Genève
The Hilliard Ensemble et le chef-compositeur Heinz Holliger donnaient un concert lundi soir à Genève mêlant des œuvres de l’ère médiévale et d’aujourd’hui

Le Hilliard Ensemble, c’est ce boys band britannique qui s’est taillé une solide réputation dans le chant a cappella. Sa spécialité? La musique médiévale, les polyphonies de la Renaissance, certains compositeurs du XXe siècle, en particulier l’Estonien Arvo Pärt. Ces quatre chanteurs ont l’art des fusions insolites. Ils ont collaboré avec le saxophoniste Jan Garbarek (deux disques) et le compositeur et metteur en scène Heiner Goebbels (l’élégie théâtrale I went to the house but did not enter en mars 2009 à Vidy). Bref, ils ont le goût du risque.

Il en fallait pour se mesurer à des motets de Guillaume de Machaut, le plus célèbre poète et compositeur français du XIVe siècle (vers 1300-1377), revus et transcrits par Heinz Holliger. Lundi soir au Conservatoire de Genève, le compositeur bâlois avait bien conscience que le programme n’était pas facile. «C’est de la musique-migraine», s’amuse à dire Holliger de son accent guttural. A l’entracte, il sort une partition de Machaut éditée en ex-RDA (!) pour pointer du doigt la folle arithmétique des «motets isorythmiques».

Holliger s’est inspiré de ces motets pour élaborer une grande œuvre vocale et instrumentale, Machaut-Transkriptionen (2001-2009), qui est une élaboration des pièces plutôt qu’une transcription note à note. On entend d’abord l’original – Machaut chanté à trois voix – puis la proposition de Holliger – des pièces pour trois altos, très bien tenus par Geneviève Strosser, Jürg Dähler et Muriel Cantoreggi. Le résultat est fascinant, notamment quand Holliger s’appuie sur le tracé d’une ballade de Machaut pour y substituer des harmoniques. L’écoute est parfois fastidieuse, un peu longue (ces sons crissants aux cordes), comme si Holliger s’enferrait dans l’exercice de style. Mais il y a des moments miraculeux. Même si toutes les voix n’ont pas la fraîcheur d’antan, le Hilliard Ensemble maintient un haut degré d’expressivité (superbe Hoquetus David de Machaut).

source: www.letemps.ch (24 November 2010)
photo gallery: www.scc-concerts.ch

 


Kjartan Sveinsson's Cage a Swallow Can't You but You Can't Swallow a Cage
(New York, 15th November 2010)


audio source: www.wqxr.org (22 November 2010)

Hilliard Ensemble in New York
photo by Darren Webb
In “Credo” — produced by Lincoln Center in conjunction with Wordless Music, an influential series devoted to musicians who flout boundaries in search of the transcendent — Mr. Birgisson and his Sigur Ros bandmate, the multi-instrumentalist Kjartan Sveinsson, offered music that aspired to ecstatic peaks. That Mr. Sveinsson’s “Cage a Swallow Can’t You but You Can’t Swallow a Cage” was entrusted to the Hilliard Ensemble, the English a cappella consort, spoke to the seriousness of this enterprise, which drew a capacity audience and reached even more listeners through a live stream on the Internet station Q2.
Performing an evocative text by Anne Carson as randomized by Robert Currie, the Hilliard countertenor David James dipped and curled in melodic lines suspended above chord sequences that floated like sun-warmed clouds. Unfortunately, the Hilliard singers, unamplified and distant, were engulfed by the sanctuary’s sonorous acoustics, making it impossible to discern the texts in Mr. Sveinsson’s piece and in “In Hydraulis,” the complex Busnois motet that preceded it. (For Sigur Ros partisans, it may not have mattered: most of the group’s songs are performed in Icelandic or a made-up language.)
New York Times (16 November 2010)

Cage a Swallow Can't You But You Can't Swallow a Cage was a pure-vocal setting for five sonnets by the poet Anne Carson, performed by the early- music quartet the Hilliard Ensemble. The four men, standing on a platform set back in the nave, sang hearty climbing harmonies in a massive echo that dissolved Carson's spare lyric tumult ("If storms don't kill you / Radio towers might") into ancient liquid tongue — the pure sound of humbled wonder, in a space that let the notes hang long past the singers' breath.
Rolling Stone (16 November 2010)

 


A Collaboration Embraces the Sacred and the Saxophone (New York, 12th November 2010)

Hilliard Ensemble and Jan Garbarek in New York
At the heart of the White Light Festival, the ambitious, multidisciplinary performing-arts series now at Lincoln Center and a few satellite locations, is the idea that art can illuminate the presence of the ineffable. An agnostic might argue that Lincoln Center’s real aim is to nudge the invisible hand of commerce. Both notions were evident during two events presented under the White Light banner on Friday night.

At the Church of St. Ignatius Loyola, the Norwegian jazz saxophonist Jan Garbarek renewed a popular collaboration with the Hilliard Ensemble, the splendid English a cappella quartet. Later the Latvian National Choir sang modern classical works, sacred and otherwise, in a casual, after-hours setting at the Kaplan Penthouse.

On this night the invisible had a name: Manfred Eicher, the influential German producer behind ECM Records. Begun as a jazz imprint in 1969, ECM embraced some strains of contemporary classical music during the 1980s, in the process lifting the Estonian composer Arvo Pärt to international fame and brisk album sales.

In 1994 Mr. Eicher coaxed Mr. Garbarek and the Hilliard members, all veterans of multiple ECM sessions, to collaborate in a fusion of Renaissance vocal music with gentle saxophone improvisations. The resulting disc, “Officium”, became a surprise hit. Two more albums followed; the newest, “Officium Novum”, issued in October and the focus of Friday’s event, mixes traditional Armenian songs with selections by Pérotin, Mr. Pärt, Mr. Garbarek and others. The concert reaffirmed the eloquence and taste with which Mr. Garbarek insinuates himself into the Hilliard Ensemble’s keenly focused silken sound. Playing soprano saxophone exclusively, he echoed and elaborated on motifs plucked from one vocal line or another, underscoring the music’s wistful, yearning qualities.

In the Armenian songs — mostly arrangements by Gomidas, a revered Armenian priest, composer and musicologist — Mr. Garbarek evoked the nasal sound and expressive bends of the duduk, an Armenian reed instrument. Elsewhere his coolly soulful playing conjured a pastel blues.

Abetted by the church’s sonorous acoustics, Mr. Garbarek and the Hilliard Ensemble reproduced the contemplative beauty and melancholy of their album for a rapt audience. But it was in the few instances when they left the altar to sing and play in the aisles and far corners that the music reached an otherworldly peak. When they performed “Svjete tihij”, a Byzantine chant, as they exited, even after a door closed behind them, the effect was riveting.

source: www.nytimes.com (14 November 2010)
Diane Wolkstein's review

 


Uno sguardo sulla musica contemporanea (Napoli, 9th November 2010)

Hilliard Ensemble and Arditti Quartet in Torino 18.09.2010
Il Quartetto Arditti e l’Hilliard Ensemble straordinari interpreti di “Et Lux”, il particolare requiem di Wolfgang Rihm.

“Et Lux”, per quartetto vocale e quartetto d’archi, del tedesco Wolfgang Rihm (1952) è un brano del 2009, frutto di una commissione congiunta KölnMusik, Festival d’Automne di Parigi e Carnegie Hall, che ha esordito al Festival di Musica Contemporanea di Huddersfield.

Dopo aver conosciuto la sua “prima” in Italia, durante il Festival MITO, la composizione è approdata anche a Napoli, nell’ambito della stagione dell’Associazione Alessandro Scarlatti.

Il lavoro prende come riferimento il testo in latino della Messa da Requiem, dal quale l’autore ha estrapolato alcune frasi o frammenti di frasi, senza seguire l’ordine usuale.

Così facendo ha costruito una struttura dove la parte vocale, ricca soprattutto di richiami gregoriani e rinascimentali, risulta, di volta in volta, unica protagonista, interagisce con quella strumentale o si muove su piani differenti, al punto che finisce per attirare maggiormente l’attenzione rispetto al quartetto d’archi, destinatario dei passaggi maggiormente moderni.

Il risultato complessivo è sicuramente di forte suggestione, pur non raggiungendo i livelli di altri autori che si sono cimentati in ambito sacro (Pärt in primis), penalizzato da una lunghezza forse eccessiva e da un senso religioso molto personale, dove è eliminato qualsiasi riferimento a Dio, tanto che qualcuno ha definito il brano con l’appellativo di Requiem “laico”.

A fornire un decisivo contributo è comunque l’abbinamento fra l’Hilliard Ensemble (privo nell’occasione del controtenore David James, brillantemente sostituito da Robin Tyson) e il Quartetto Arditti, che stanno portando il brano in tutto il mondo, per cui ci chiediamo quanto perderà dell’atmosfera originaria la composizione, nel momento in cui verrà proposto da organici di livello normale.

Una domanda che non è emersa fra i commenti del dopo concerto, incentrati quasi esclusivamente sul brano, a conferma del fatto che, nell’ascolto della musica contemporanea, l’attenzione si focalizza più sul pezzo eseguito che sugli interpreti.

Pubblico presente molto concentrato (a parte qualche fuga iniziale, più o meno attesa, e finale, meno comprensibile), ma abbastanza esiguo, reso ancora più sparuto dal tempo inclemente e dallo spostamento del consueto appuntamento, dal giovedì al martedì, dimostratisi ottimi alibi per gli assenti.

Ciò non sminuisce comunque la scelta dell’Associazione Scarlatti, oltremodo coraggiosa, consapevole che serate del genere, se difficilmente attirano spettatori, rappresentano comunque fra le poche occasioni per poter conoscere quanto sta avvenendo nell’attuale mondo musicale.

source: guide.supereva.it (12 November 2010)
photo taken in Torino, 18 September 2010, source: www.mitosettembremusica.it

 


Finał Nostalgii nie zachwycił (Poznań, 2nd November 2010)

Hilliard Ensemble in Poznań
Brak przejmujących emocji, głosy w gorszej formie i kilka dobrych interpretacji - taki był koncert z udziałem The Hilliard Ensemble, który zakończył Festiwal Nostalgia.

- Niech się dzieje wola Twoja, Panie Boże - śpiewali we wtorkowy wieczór The Hilliard Ensemble. Czy słowa chorału z Pasji Janowej przenikały myśli Jana Sebastiana Bacha, gdy po powrocie z podróży w 1720 r. zastał żonę Marię Barbarę pochowaną? Nie wiadomo. Na pewno w tym czasie komponował Partitę d-moll na skrzypce. Muzykolog Helga Thoene wysnuła teorię, że pochodząca z Partity Ciaccona jest epitafium Bacha dla żony. Muzyczną ilustracją tej tezy stała się płyta "Morimur" ("Umieramy"), którą dziewięć lat temu nagrali legendarni "Hilliardzi" ze skrzypkiem Christophem Poppenem. Pomysł był kontrowersyjny - dźwięki Ciaccony połączono z głosami Moniki Mauch (sopran), Davida Jamesa (kontratenor), Johna Pottera (tenor) i Gordona Jonesa (baryton), śpiewającymi bachowskie chorały związane z tematyką śmierci. Właśnie ten projekt zakończył poświęconą Bachowi edycję Festiwalu Nostalgia. Niestety, na koncercie zestaw muzyków uległ zmianie. Pottera zastąpił Steven Harrold. Zamiast fenomenalnego, pięknie brzmiącego i pokazującego wirtuozerski pazur Poppena wystąpiła Muriel Cantoreggi. Skrzypaczka grała też partie wokalne nieobecnego z powodu choroby Jamesa. Choć to ostatnie zastępstwo świetnie wpisało się w założenie projektu, to wtorkowe wykonanie nie spełniło oczekiwań publiczności. Cantoreggi jest sprawnym muzykiem: Gigę zagrała płynnie i brawurowo. Ale ładne wykończenia fraz w chorałach nie przysłoniły problemów z intonacją w piekielnie trudnej Ciacconie. Z kolei głosy wokalistów - zachwycające na nagraniu - nie zdołały ogrzać blaskiem kościoła oo. Franciszkanów. Czyściutki sopran Mauch nie czarował najwyższymi, zazwyczaj "anielsko" brzmiącymi dźwiękami. W gorszej formie był również Jones. Jedynie tenor Harrolda ładnie spajał pozostałe głosy. I choć niektóre chorały brzmiały przejmująco, ten wieczór nie był zbyt udany. Szczęśliwie za to zakończyła się historia Bacha. Półtora roku po śmierci żony ożenił się z 20-letnią wokalistką, Anną Magdaleną. Jednak bachowska Ciaccona ciągle będzie inspirować. Bo - jak pisał Johannes Brahms - na jednej pięciolinii, jeden człowiek zawarł tu cały świat najgłębszych myśli i najsilniejszych emocji.

source: poznan.gazeta.pl (3 November 2010)
photo gallery: www.nostalgiafestival.pl

 


Jan Garbarek & Hilliard Ensemble (Warszawa, 29th September 2010)

Hilliard Ensemble and Jan Garbarek in Warsaw
Gdy pół wieku temu rozpoczęto eksperymentowanie z łączeniem muzyki klasycznej i jazzu (zwanego trzecim nurtem), to mimo początkowego entuzjazmu nie dawano tej muzycznej hybrydzie szans przetrwania na dłuższą metę. Jak jednak pokazuje historia, kierunek ten nie zyskał wprawdzie olbrzymich rzeszy zwolenników, ale nieustannie pojawiają się udane próby łączenia tych dwóch gatunków, co również potwierdził szereg produkcji ze zrobionego z pełnym rozmachem niedawnego Festiwalu Chopinowskiego.

Koncert norweskiego saksofonisty sopranowego Jana Garbarka z angielskim kwartetem wokalnym The Hilliard Ensemble, jaki miał miejsce 29 września br. w Bazylice NSJ na warszawskiej Pradze, wpisywał się w kontynuację tej koncepcji. Artyści zaprezentowali zasadniczo program ze wspólnej, świeżo wydanej, trzeciej płyty „Officium Novum”. Kwartet sięgnął po utwory skomponowane przez Komitasa Vardapeta – armeńskiego mnicha (którego twórczość śpiewacy odkryli podczas pobytu w Armenii), Arvo Pärta – współczesnego estońskiego kompozytora, dawną anonimową muzykę liturgiczną i świecką oraz utwory Garbarka. Ponieważ dla wielu słuchaczy było to kolejne spotkanie z tym unikalnym klimatem muzycznym, nie stanowił on zapewne takiej niespodzianki, jaką mógł sprawić pierwszy kontakt. Na koncert przybyli więc fani takiej formuły, wiedzący dobrze czego mogą oczekiwać po wykonawcach najwyższej klasy.

Wydaje się, że występ ten można by określić jako bardziej świetlisty niż poprzedni w kościele Wszystkich Świętych, jak i ten udokumentowany na płycie, bo otoczenie ołtarza, gdzie umiejscowił się kwartet i saksofonista było mocno oświetlone, co szczególnie wpływało na ton wypowiedzi Garbarka. Zanim jednak wszyscy wykonawcy spotkali się pod ołtarzem, schodzili się z różnych stron kościoła w delikatnym mruczando bezbłędnie wynikającym z łagodnego tonu saksofonu; nadało to pewnej dynamiki koncertowi, który zakończył się z kolei powolnym, wyciszającym zejściem artystów do podziemi kościoła. Gdyby nie oklaski rozentuzjazmowanej publiczności, echo muzyki byłoby jeszcze słyszalne w świątyni przez długi czas, a z pewnością nasza podświadomość podpowiadałaby nam, że magia oratorium nadal trwa.

Podczas koncertu saksofon z niewiarygodną perfekcją stapiał się z liniami wokalnymi chóru. Nieco ascetycznie brzmiący kwartet wokalny (kontratenor, dwa tenory i baryton) poruszając się w górnym rejestrze sprawiał momentami wrażenie chóru chłopięcego, a saksofonowy sopran przenosił całość brzmienia jeszcze wyżej. Chórzyści nie śpiewali ekspansywnie jak mistrzowie opery, a nastrojowym mruczando przenosili nasze myśli na Wschód Europy. Większość utworów miała charakter medytacyjno-modlitewny o zbliżonej fakturze i tylko dwunastowieczny Alleluia Nativitas Perotina charakteryzował się skocznym rytmem (nawet z przytupem Garbarka), co wyraźnie ociepliło atmosferę prezentacji.

Bazylika posiada wyśmienitą akustykę do tego typu wydarzeń, co szczególnie wykorzystywał Garbarek, bawiący się echem pogłosu, spacerując podczas gry po prezbiterium. Bez wzmocnienia i elektronicznych efektów uzyskiwał poruszające efekty, może nawet zaskakujące jego samego. Jak twierdzi on, muzykowanie z kwartetem Hilliard stanowi nowatorską przygodę spotkania starej tradycji wokalnej ze współczesną improwizacją o jazzowym posmaku.

Cezary Gumiński

source: jazzforum.com.pl (28 December 2010)

 


Struny podzimu: skvělý začátek s Janem Garbarkem (Praha, 19th September 2010)

Hilliard Ensemble and Jan Garbarek in Praha
Netypický prostor si vybral festival Struny podzimu pro zahájení jubilejního, 15. ročníku. V Národním památníku na Vítkově byl vyprodaný sál místem koncertu norského saxofonisty Jana Garbarka a britského vokálního Hilliard Ensemble.

Koncert byl zároveň i prvním v řadě Inspirace tvořené obnovenými premiérami umělců, kteří festival v minulosti ovlivnili rozhodujícím způsobem. Právě koncert Garbarka s „Hilliardy“ v roce 1997 byl takovým a návštěvníci na něj vzpomínají dodnes.

Tentokrát místo hradní jízdárny vybrali organizátoři poprvé renovovaný prostor Památníku, jehož dlouhý dozvuk byl ideálním pro koncertní podobu alba Officium Novum nahraného interprety v rakouském kostele.

Ve vysokém sále se krásně prolínaly vokály a improvizace

Je výborným tahem festivalu, že Praha koncert slyšela krátce po hamburské premiéře. Ve vysokém sále se vokály britského kvarteta nádherně pojily s improvizacemi Garbarkova sopránového saxofonu.

Nor nehraje na rovnou „sopránku“ a zatočený instrument v jeho rukou vypadá jako dětská hračka, ale jak volnější improvizace, tak melodické splývající partie jsou ve spojení s vokály kouzelné a intonačně bezchybné.

Spirituální až meditativní ráz koncertu publikum nadchl a většina skladeb z posledního alba zazněla v ideálním provedení. Album na rozdíl od prvního Officia z roku 1994 se nesoustřeďuje jen na gregoriánský chorál, ale zachycuje rozpětí od arménských, byzantských a slovanských chorálů až po současnost, tvořenou díly Pärta a samotného Garbarka.

Na začátku i v závěru půldruhé hodiny trvajícího koncertu bez přestávky využili umělci možností sálu a pohybem v něm vytvářeli zvuková kouzla, jež nadchla diváky k závěrečným ovacím.

source: www.novinky.cz (21 September 2010)

more reviews:
www.ct24.cz (20 September 2010)
www.o2extra.cz (20 September 2010)
video: www.o2extra.cz

 


Musikalischer Schutzraum von meditativer Ruhe (Hamburg, 14th September 2010)

Jan Garbarek und das Hilliard Ensemble verzauberten im Michel

Vier Sänger und ein Saxofon schlagen eine Brücke vom Mittelalter zum Jazz: Mit dieser Idee haben das Hilliard Ensemble und Jan Garbarek Mitte der 90er-Jahre einen sensationellen Crossover-Coup gelandet und Millionen Hörer verzaubert. Nun geht die Zeitreise weiter: Im schummrig beleuchteten Michel präsentierte das Erfolgsteam die Uraufführung seines aktuellen Projekts "Officium Novum", das zeitgleich auf CD erscheint.

Schon die ersten, leicht exotisch gefärbten Töne von Jan Garbarek deuten die Richtung an: Der norwegische Samt-Saxofonist und das britische Quartett blicken diesmal gen Osten, vor allem nach Armenien, wo die Hilliards unter anderem Werke des Komponisten Sogomon Komitas entdeckt haben. Seine melancholischen Weisen erwecken jahrhundertealte Melodien zu neuem Leben - und sind eine anregende Inspirationsquelle für Garbareks Improvisationskunst: Er schmiegt sich mitunter fast unmerklich in die warmen Vokalklänge ein, um dann aus den reizvoll fremdartigen Akkorden und Skalen seine eigenen Fäden zu spinnen, die allmählich über die Gesangsstimmen hinauswachsen und schließlich die ganze Kirche durchranken.

Unter diesem Gewebe aus sanft schwingenden Linien entsteht ein musikalischer Schutzraum von meditativer Ruhe. Kein Wunder, dass viele Zuhörer im ausverkauften Michel das rund 80-minütige Programm mit geschlossenen Augen genießen.

Nur kurz entlädt sich der subtile Spannungsbogen des Konzerts in einem eindringlichen, hell aufgleißenden Sopransaxofonsolo, und ein Pérotin-Stück bringt vorübergehend mehr Tempo und rhythmischen Drive. Doch dann kehrt das gleichmäßige Strömen zurück. Ganz langsam entschwinden die Musiker durch eine Altartür - wohl wissend, dass auch ihr neues Programm magische Kräfte entfalten kann.

Marcus Stäbler

source: www.abendblatt.de (16 September 2010)
video: video.idnes.cz

 


Alguses Oli in Tallinn, 17th August 2010

source: tv.delfi.ee

 


Himmlische Klänge beflügeln (Thun-Amsoldingen, 15th August 2010)

Hilliard Ensemble in Thun-Amsoldingen
Himmlische Klänge, aber nicht von Engeln: Zum Auftakt der 23.Bachwochen Thun-Amsoldingen am Sonntag begeisterte das Hilliard Ensemble das Publikum in der fast ausverkauften Stadtkirche Thun.

«In Paradisum» – der Titel des Eröffnungskonzerts der 23.Bachwochen Thun-Amsoldingen versprach nicht zu viel. Der Auftritt des Hilliard Ensemble am Sonntag in der Thuner Stadtkirche glich wahrhaftig einem Ausflug ins Paradies. Nur dass es sich bei den singenden Engeln nicht um blonde, weiss gekleidete Wesen mit Flügeln, sondern um vier ältere Herren aus England handelte. Während 80 Minuten hüllten sie das Publikum in der annähernd ausverkauften Stadtkirche in ihren wohlig warmen, klaren und ungekünstelten A-cappella-Gesang. Das seit beinahe 30 Jahren bestehende Hilliard Ensemble wurde mit unzähligen Preisen ausgezeichnet und gehört zu den weltbesten Vokalformationen, dennoch war das Auftreten der Sänger bescheiden, fast zurückhaltend. David James (Countertenor), Rogers Covey-Crump, Steven Harrold (beide Tenor) und Gordon Jones (Bariton) stellen sich vollständig in den Dienst der Musik. Den roten Faden des Konzerts bildete der lateinische Requiemtext in einer Vertonung aus Frankreich von 1627. Im Kontrast zu diesen einstimmigen gregorianischen Gesängen standen polyfone Sätze der beiden Renaissancekomponisten Palestrina (1525–1594) und Victoria (1548–1611), welche das Hilliard Ensemble mit perfekter Intonation interpretierte.

Sanft, aber fesselnd

Die ruhigen und tragenden Stimmen der vier füllten den Raum bis in die hintersten Winkel, ohne jegliche Anstrengung von Seiten der Sänger, wie es schien. Sie erweckten den Eindruck, als wäre singen kinderleicht. Und so unschuldig wie der eines Kindes war er auch, ihr Gesang, hell, vibratolos und sanft, nie laut, aber stets fesselnd. Am eindrucksvollsten waren die Pianissimi, bei denen man kaum zu atmen wagte, woran sich die Qualität des Ensembles nicht zuletzt erkennen liess. Die Klasse des Hilliard Ensemble zeigte sich auch daran, dass die vier Sänger enorm präzis aufeinander abgestimmt waren und sich ihre Stimmen hervorragend mischten, ja dass sie gar zu einem einzigen, lebendigen Instrument verschmolzen. Besonders die ausgehaltenen hohen Töne waren dem Klang einer Orgel oft zum Verwechseln ähnlich.

Auf den lang anhaltenden und begeisterten Applaus antwortete das Vokalquartett mit einer unglaublich einfühlsamen Interpretation der Motette «Most Holy Mother of God», welche der estnische Komponist Arvo Pärt für das Hilliard Ensemble komponiert hat. So mancher Zuhörer schwebte wohl nach dem Konzert, von den himmlischen Klängen beflügelt, nach Hause.

Miriam Schild

source: tt.bernerzeitung.ch (17 August 2010)
photo: www.bachwochen.ch

 


Et Lux in Salzburg, 7th August 2010

Hilliard Ensemble in Salzburg

photo © Wolfgang Lienbacher
source: www.salzburgerfestspiele.at

 


Am Ende ein vokales Gipfeltreffen (Schwäbisch Gmünd, 4th August 2010)

Hilliard Ensemble in Schwäbisch Gmünd
„Hilliard Ensemble“ und „Singer Pur“ beim Festival Europäische Kirchenmusik am Mittwoch in Gmünd.

Ein gemeinsamer Auftritt von „Hilliard Ensemble“ und „Singer Pur“ wird schon mal als vokales Gipfeltreffen beschrieben. Das Konzert der beiden Solistengruppen am Mittwoch beim Festival Europäische Kirchenmusik in der Augustinuskirche war aber nur am Schluss ein solches.

Kein Zweifel: Wenn die fünf Sänger und die Sopranistin Claudia Reinhard, wenn „Singer Pur“ allein sangen, dann war Gipfelglück. „Das Alphabet“ von György Ligeti, ein Klassiker der modernen Vokalmusik, kam mit selbstverständlicher Präzision bei den heikelsten Einsätzen daher, mit harmonischer Wärme und musikalischem Wohlbehagen. Gleich danach im intelligenten Kontrast Renaissance von Giovanni Palestrina, „Pulchra es, o Maria virgo“, eines dieser Stücke, die dem Chor schon beim nicht eben leichten Einstudieren viel Spaß machen, deren Charme aber dem Publikum zumeist verborgen bleibt.
„Singer Pur“ zeigten Glanz und Dramaturgie der wunderbaren Komposition klingend und unterhaltsam. Hier wie in anderen Teilen seines Programm zeigte das Ensemble eine wichtige Qualität: „Singer Pur“ erzählt mit jedem Stück eine Geschichte, dem Text verpflichtet, dem Publikum zugewandt, eingebettet in höchstes musikalisches Können und begünstigst vom schönen Timbre der unterschiedlich gefärbten Stimmen. Besonders deutlich wurde das beim „Velum templum scissum est“ von Wolfgang Rihm, das mit exponierten Dissonanzen beginnt und zu großzügiger Schönheit aufblüht.
Hingegen das „Hilliard Ensemble“. Vier Männer seit 30 Jahren im Repertoire von alter und zeitgenössischer Musik verbunden und berühmt. Große Erwartungen, wenn die Hilliards auftreten, auch am Mittwochabend in der überfüllten Augustinuskirche.
Die Engländer haben den ersten Solopart im Doppelkonzert mit „Singer Pur“ und demonstrieren ihre Kernkompetenz mit zwei Stücken ganz alter Musik. Lang und nicht kurzweilig erklingen ein anonymer Lobgesang vom Anfang des 14. und ein „Veni Creator Spiritus“ von John Dunstable aus dem 15. Jahrhundert. Beide Stücke spröde, beschleunigter Psalmgesang eher denn polyphone Kunst. Die Hilliards stellen Noten und Text hin, der Hörer vermisst die Musik.
Erst spät, scheint es, finden sich die vier Sänger, können aus der etwas gefälligeren Notierung des anonymen „Ave pura tu puella“ (um 1500) beseelte Musik aufsteigen lassen. Als subtile Antwort stellt das Programm Arvo Pärts „Most Holy Mother of God“ gegen die mittelalterliche Marienverehrung. Bei der emotionalen Komposition des Zeitgenossen Pärt legen die Hilliards dann vollends alle Sprödigkeit ab und verlassen die puristische Akademie. In der sind sie allerdings zurück, wenn Heinz Holligers heutiges Werk „Lai VII“ sängerisch dokumentiert wird, eine Adaption bis zur Unkenntlichkeit von Versatzstücken aus dem Werk des mittelalterlichen Guillaume de Machaut. Mit Geduld nimmt man die auch für Sänger vom Niveau des „Hilliard-Ensemble“ schwer zu singende Komposition zur Kenntnis.
Das Konzert ist ein gemeinsamer Auftritt von Hilliard Ensemble und Singer Pur. Vier Stücke singen die Ensembles gemeinsam. Am Anfang ein Lied von Hildegard von Bingen; die Sopranistin trägt die Melodie durch den Kirchenraum zu den neun Männern im Chor, stimmungsvoll, schöne Musik. Auch das folgende Stück von Orazio Vecchi wird von Wohlklang und Innigkeit getragen.
Am Ende des ersten Teils präsentieren beide Ensembles das „Dixit Martha ad Jesum“ von Orlando di Lasso im doppelchörig wirkenden Dialog. Die Klangfärbungen bleiben erkennbar, „Singer Pur“ passt sich bei einigen Einsätzen dem Hilliard Sound an.
Nach der Pause treten die Hilliards mit vier Mitgliedern von „Singer Pur“ auf. Nicolas Gomberts „Lugebat David Absalon“ aus der ersten Häfte des 16. Jahrhundert wird zum Höhepunkt des Abends; ein starkes Stück, die beiden Ensembles wachsen zu einem Chor zusammen. Der wird wesentlich geprägt vom Countertenor David James, der seine Phrasen wie einen Cantus firmus auf die Vielstimmigkeit setzt.
Das Schlussstück ist das griechisch-englische Anastasis für zehnstimmiges Vokalensemble des englischen Komponisten Ivan Moody. Der hatte bei der Uraufführung diesen Stückes von eben jenem Ensemble wie jetzt in der Augustinuskirche vom „vokalen Gipfeltreffen“ gesprochen. Nach diesem Stück konnte man ihn verstehen. Das Doppelensemble führt das ausladende Werk grandios auf, musikalisch ausformuliert in jeder Phrase, bewegend.
Ein doppelchöriges Werk von Giovanni Gabrieli bildete die Zugabe. Das Publikum dankte mit herzlichem Applaus.

Rainer Wiese

source: www.schwaebische-post.de (5 August 2010)

 


Ein Ruf wie Donnerhall (Auhausen, 31st July 2010)

Hilliard Ensemble in Auhausen
Erotische Liebe in spirituellen Schriften: Das Hohelied des König Salomo hat nicht nur stets Bibelexegeten beschäftigt, sondern auch Kirchenkomponisten. Im Rahmen des Festivals „Fränkischer Sommer“ beziehungsweise der Konzertreihe „Musica Ahuse“ setzte sich nun das bekannte „Hilliard Ensemble“ unter dem Motto „Hortus Conclusus“ mit Hohelied-Vertonungen auseinander. Und die Klosterkirche zu Auhausen platzte angesichts des Fan-Ansturms auf das britische Kultquartett fast aus allen Nähten.

Fingerspitzengefühl, Witz und Fantasie

David James (Countertenor), Steven Harrold und Rogers Covey-Crump (Tenöre) sowie der Bariton Gordon Jones haben bei Alte-Musik-Liebhabern wie bei Musica-Nova-Freunden einen Ruf wie Donnerhall. Sagt man „Hilliard Ensemble“, meint man vokale Überpräzision, gepaart mit musikalischem Fingerspitzengefühl, Witz und Fantasie.

Tugenden, die den vier distinguierten Herren von der Insel bis heute zu eigen sind, obwohl der strahlende Goldglanz der vier Stimmen streckenweise einem edlen, aber matteren Messington gewichen ist - das Alter verlangt auch von diesen „Wundersängern“ seinen Tribut.

Gestalterisch macht dem „Hilliard Ensemble“ freilich niemand etwas vor. Der thematische Bogenschlag mit verschiedenen „Inkarnationen“ des Hoheliedes von Rodrigos des Ceballos (16. Jahrhundert) bis in die Gegenwart eines Ivan Moody (Jahrgang 1964) gelingt dem Herrenvierer erstaunlich bruchlos und sehr selbstverständlich.

Der virtuelle Klebstoff ist die vokale Macht, die hier immer noch entfesselt werden kann: Das „Hilliard Ensemble“ klingt bei Bedarf so tragend und sonor, wie ein gut besetzter Kammerchor, kann sich aber genau so gut zu einem gazeschleierfeinen Pianissimo zurücknehmen, wenn der Inhalt des Gesungenen dies gebietet.

Die einzige zeitgenössische Komposition - Ivan Moodys „Canticum canticorum I“ - fügt sich in die bei aller Schlichtheit der Polyphonie doch opulenten und oft sehr heiteren Hohelied-Vertonungen ein. Eine Hymne, die hinsichtlich ihrer harmonischen Verschrägungen und rhythmischen Zuspitzungen im Vergleich zu manchem Renaissancestück ziemlich konventionell daher kommt.

Fleischliche Liebe

Höhepunkt sind deutschsprachige Hohelied-Adaptionen aus der Feder von Leonhard Lechner (um 1553 bis 1606): Keine Frage, dass es hier um körperliche Anziehung, um die ganz „fleischliche“ Liebe zwischen zwei Menschen geht. Das „Hilliard Ensemble“ bewältigt den hoch emotionalen frühbarocken Stoff mit Verve, betonter Opulenz und leisem Augenzwinkern - im Wissen, dass solche Themen im kirchlichen Kontext lange Zeit sehr schwer vermittelbar waren. Textausdeutung und Transparenz des Stimmgeflechts wirken modellhaft und studiogleich fehlerfrei. Die ergrauten Sängerlöwen zeigen, dass ihre Krallen noch scharf sind.

von Gustl Meilenhammer

source: www.augsburger-allgemeine.de (2 August 2010)

 


Liedgut aus fernen Zeiten (Neuburg-Bergen, 30th July 2010)

Hilliard Ensemble in Bergen
Betritt man die Kirche zum Heiligen Kreuz in Bergen, öffnet sich ein heller, hochgespannter und goldumglänzter Raum. Dass er gleich mit Musik erfüllt sein wird, davon künden nur vier Notenpulte – Minimalausstattung eines Konzerts. Dann postieren sich vier Herren hinter den Pulten und beginnen ohne Umschweife zu singen. Die Stimmen verflechten sich zu einem hellen, fast ätherischen Klang, dessen leicht asketische Kühle sich angenehm ums Herz legt. So klingt nur ein Vokalensemble, nämlich das berühmte Hilliard-Ensemble, das in den 1970ern die Gesangsästhetik der Alten Musik völlig neu definiert hat. Für die von Audi veranstalteten Sommerkonzerte verbanden die Hilliards Musik des Mittelalters, der Früh- und Hochrenaissance zu einem Programm von interessanten Kontrasten.

Messzyklus

Den roten Faden bildete die um 1450 entstandene Messe "Se la face ay pale" von Guillaume Dufay. Das Werk ist ein Klassiker, weil hier erstmals einem vierstimmigen Messzyk-lus ein Cantus firmus zugrunde liegt, eine Melodie aus dem genannten französischen Liedes, die sich im Tenor durch das gesamte Werk zieht und es äußerst kunstvoll strukturiert. Ohrwürmer und große Gefühle gibt es allerdings nicht, der moderne Hörer findet nicht leicht den Zugang in diese fein gebaute Klangwelt. Da könnten ein wenig Informationen helfen, aber der schlampig kompilierte Programmhefttext informiert zwar über die Reimwörter des gar nicht gesungenen Liedes, klärt aber kaum über die Musik auf. So benötigt man einige Zeit, bis man sich eingehört hat, und die Hilliards lassen mit ihren sparsamen, subtilen Mitteln des Ausdrucks anfangs noch nicht so richtig den Funken überspringen. Sobald sie sich aber in die etwas schwierige Akustik einfinden, bringen sie die Musik wirklich zum Schweben und nehmen den Hörer mit auf eine Klangreise in ferne Zeiten.

Das gilt besonders für die Motetten von Josquin Desprez, die einen ganz anderen Entwicklungsstand repräsentieren. Denn die Musik des "Fürsten der Musik" um 1500 klingt bei aller Kunstfertigkeit bereits wesentlich sinnlicher und emotionaler. Hier fügen sich die sehr individuellen Stimmen der Hilliards zu zauberischen Harmonien, besonders schön in dem ergreifenden Gebet "Tu solus", dem dieser Klang eine geheimnisvoll schimmernde Melancholie verleiht.

Gebet

Zum Glück warteten die Abendglocken genau das "Amen" einer ebenso schönen Josquin-Motette ab, bevor sie mit nahezu endlosem Gebimmel begannen. Das stand offenbar nicht auf dem Programm, aber die vier Herren nehmen es mit britischem Humor.

Für einen schroffen, aber gewollten Kontrast sorgten dann die Stücke aus der St.Martial-Epoche. Diese im 12. Jahrhundert gepflegte Mehrstimmigkeit gehorcht noch völlig anderen Gesetzen als die der modernen Harmonik. Die zwei Stimmen, oft in Quinten und Quarten sich treffend, erzeugen ein sprödes Klangbild, das in seiner Fremdartigkeit aber auch wieder faszinierend wirkt. Ganz anders Arvo Pärts "Most holy Mother save us", wieder ein Gebet, das sich ganz unmittelbar mitteilt. Die kompositorische Grundlage ist minimal, nur ein verschieden beleuchtetes Motiv, doch die Hilliards vermitteln mit hellster Perfektion ein ganzes Spektrum an Empfindungen. Langer Applaus für die vier Herren, die dem Publikum ein strenges, forderndes aber auch erfüllendes Konzert im Rahmen der Sommerkonzerte bereiteten.

Von Jörg Handstein

source: www.donaukurier.de (1 August 2010)

 


Vocal quartet, wonderful pianist offer pleasing dilemma to solve (Ottawa, 7th July 2010)

Hilliard Ensemble in Ottawa
You know the old saw about a donkey positioned equidistantly between two bales of straw of the same size. It is said he will starve to death, not being able to make a decision between the two. Sometimes attending a music festival can be like that, though there are few instances of starving music lovers on record.

Still, something of the sort happened Wednesday evening when audiences had to choose between, among other things, the Hilliard Ensemble and pianist Peter Serkin, performing within a few blocks of each other at Knox Presbyterian Church and the National Arts Centre, respectively.

Although it's not officially encouraged, there is a workaround for this kind of situation. You can go to the first half of one program and the second half of the other. When they both involve charges in addition to the festival pass, it can get expensive, but it can be done. I couldn't make up my mind between the two, so I went to hear the Hilliards at eight and dashed over to the NAC at intermission.

About 150 people came to hear the Hilliards, a Renaissance vocal quartet, one of the best in the world, in fact. Their program was entitled Music from the Age of Caravaggio, the great and controversial Renaissance painter. It featured works by di Lasso, Monteverdi, Victoria and Palestrina, along with composers with less familiar names, all from the late 16th and early 17th centuries.

The ensemble is made up of a countertenor, two tenors and a baritone. In Caravaggio's time, women were not allowed to sing in church. The only adult sopranos available were -- well, you know.

Of the pieces I heard, I was especially moved by Monteverdi's Surge propera and Quam pulchra es along with Victoria's Quam pulchri sunt. It hardly needs saying that the singing was not far from perfect.

If there were more than 150 people at Serkin's recital, it was only by a few dozen. There must have been 1,800 empty seats, an embarrassment to everyone involved.

Rudolph Serkin was one of the greatest pianists of the 20th century. His son, Peter, is of much the same stature, though he has never achieved, nor apparently aspired to, his father's renown. The second half of his program was about equally divided between Bach and Chopin. His interpretations of both composers were supremely temperate without ever selling the music's lyrical or dramatic qualities short.

His account of Bach's Suite in C minor was a model of serenity, though there was no lack of dash and colour in movements like the concluding Gigue.

Did you know that Chopin wrote a bolero? It's his Opus 19 and surely one of his most obscure works. Serkin made quite a good case for it and delivered wonderful performances of the Impromptu in A-flat and the Nocturne in E.

So, no, there were no starving music lovers to be found, but one has to wonder about the organizers. They must have taken a terrible hit in the wallet Wednesday evening.

Richard Todd

source: www.ottawacitizen.com (8 July 2010)

 


5. Kammerkonzert | Ewigwährendes Licht (Duisburg, 30th May 2010)

Hilliard Ensemble in Duisburg
Am Ende verlöscht das Licht in Wolfgang Rihms “ET LUX” ganz zart und leise wie das behutsame Auspusten einer Kerzenflamme. Ginge es nach den Worten die Rihm für diese Komposition aus dem liturgischem Requiem-Text zusammenstellte müsste die Musik eigentlich immerwährend sein: “Et lux perpetua” als Nucleus aus dem alles entspringt und in den alles zurückfließt. Das Arditti-Quartett und das Hilliard-Ensemble in einem Abend überirdischer Klangkunst.

Dies wäre durchaus vereinbar mit dem christlichem Glauben: Gott, das allgegenwärtige Licht, der Ursprung aller Dinge ruft die Schöpfung am Ende der Tage wieder zurück, hebt sie auf. Dies ist ein tröstlicher Gedanke, der in Rihms leiser und zarter Musik zu Beginn und am Ende durchscheint. Aber keiner, der eigentlich im Requiem-Text selbst zu finden wäre: Angst und Zagen, Zittern und Klagen – die Schrecken des letzten Gerichts, das Gott über den Sünder abhält und die Aufrechnung der guten gegen die bösen Taten dagegen schon. Gottes Gnade möge dann doch am Ende den Sünder aus dem Rachen des Löwen reißen und ihn nicht in den Flammen der Hölle lassen. Die Sicherheit des Gläubigen kann bei diesem Inferno ins Wanken geraten.

Ein Wanken, dass Rihms “ET LUX” ebenfalls eigen ist. Rihm naht sich dem Text des Requiems durch die Macht der Erinnerung, die einzelne Fragmente des Textes aus dem Bewußtsein hebt und sich an einigen länger aufhält als an anderen. Eng an den Text schmiegt sich die Musik – wobei sich in dieser Anklänge an den Stil der Renaissance-Meister finden lassen. Etwa wenn die einzelnen Worte zu einem Stimmgeflecht gewoben werden so wie das auch in Giovanni Pierluigi da Palestrina „Libera me Domine“ geschieht. Während bei Palestrina aber das Stück hörbar in drei Teile zerfällt, jeweils abgesetzt durch ein Stimmenunisono rekurrierend auf den gregorianischen Choral, ist dies bei Rihm nicht der Fall.

Rihms Werk ist ein kontinuierliches musikalisches Fließen – es gerät selten ins Stocken und gegen Ende erst wird teilweise auch ein Sprechgesang von den Künstlern verlangt. Steigerungen gibt es bei “Libera me”, das zuerst leise flehentlich wirkt und dann regelrecht ausbricht – nicht aus der Tonsprache, sondern aus dem Klang. Ebenso bei “Dies illa”. Die wenigen kraftvollen Stellen lassen das Werk eindringlich und intensiv wirken. Dabei scheint es, als ob die Beschäftigung mit den letzten Dingen eher Nachdenklichkeit als Wut bei Rihm hervorruft.

Wut und Verzweiflung empfindet dagegen Hiob: Ein Gerechter Gottes, der unerwartet geprüft wird und der – was den Großteil des Buches im Alten Testament ausmacht – mit Gott und gegen Gott persönlich ins Gericht zieht. Verse aus dem 10. Kapitel sind die Grundlage für die Musik von Tomás Luis de Victorias „Taedet animam meam”. Im Gegensatz zu Palestrina werden die Stimmen hier eher gleichberechtigt behandelt – die Textverständlichkeit steht eher im Vordergrund. Was das Werk mit Rihm verbindet ist die Behutsamkeit, mit der Victorias sich dem Sujet nähert – musikalisch nachdenklich, obwohl der Text ganz dagegen spricht.

Später wird man bei den verschiedenen Vertonungen des Requiem-Textes lautmalerischer sein und vor allem das “Dies illa” Verdis wird donnerhallend Eindruck machen. Doch darf daran erinnert werden: Gott, der das ewigwährende Licht ist, erscheint dem Propheten Elias weder im Feuer, noch im Donner. Sondern im leicht säuselnden Wind. Da ist Anfang und Ende von “ET LUX” wieder ganz im christlichen Kontext.

source and more photos: www.dacapo-dp.de (1 June 2010)

 


The Hilliard Ensemble in Piber! (Pfarre Piber, 23rd May 2010)

Hilliard Ensemble in Piber
The HILLIARD ENSEMBLE gastierte im Rahmen MUSICA SACRA PIBER 2010 in Piber! Im zweiten Konzert der diesjährigen Konzertreihe brachte das international konzertierende britische Ensemble Geistliche Musik der FRÜHEN MEHRSTIMMIGKEIT im Stil der sogenannten ARS ANTIQUA eindrucksvoll zur Aufführung:
Pèrotin, Guillaume Dufay, Guillaume de Machaut und andere Komponisten aus der Zeit von 1200 - 1450 brachten am Abend des vergangenen Pfingstsonntags einer großen Zuhörerschaft neue Klangerlebnisse durch die atemberaubende Interpretation der vokalen Meister!

Mag. Johann Fuchs

source: www.pfarre-piber.at (28 May 2010)

 


I Went to the House at the Barbican, London EC2 (London, 28th April - 1st May 2010)

Hilliard Ensemble
Given its premiere at the 2008 Edinburgh Festival and toured worldwide since then, Heiner Goebbels’s extraordinary piece of music theatre will either leave you cold or deeply, almost irrationally, transfixed. For me, the latter.

It’s hard to say anything fresh about the futility of modern life. And Goebbels’s decision to set wilfully elliptical texts written decades ago didn’t seem the most promising route to new revelation. Indeed, the work’s full title — I Went to the House but did not Enter — aptly hints at how the meaning retreats like a mirage as you try to grasp it. Yet I’ve rarely seen anything that melds music, staging, texts and performance so perfectly into a meditation on humanity’s 20th (and 21st) century blues.

The performers are the Hilliard Ensemble — four middle-aged British classical singers of mournful demeanour and breathtaking musicianship. They don’t normally do theatre. As one remarks in the programme: “The simple task of walking on and off a concert platform could sometimes cause us problems.”

But here their very impassiveness becomes an asset. They are “nobodies”, trapped in an existential cul-de-sac to which they respond in several ways. In Eliot’s Love Song of J. Alfred Prufrock it’s with dour, determined (but pointless) ritual. These four undertaker-like figures solemnly and silently strip a dull suburban living room of its contents, empty them into a box, then replace them with the contents of another box. In between they sing Eliot’s hymn to stunted suburban lives, with its killer line: “I have measured out my life with coffee spoons”.

In Maurice Blanchot’s The Madness of the Day, they are at the windows of a soulless house, where their paranoid ravings intermingle surreally. In Kafka’s Excursion into the Mountains they gather round a bicycle, chirruping like a demented barbershop quartet. Finally comes Samuel Beckett’s late prose-piece Worstward Ho, with them in a dim hotel room, listlessly observing a slide-show of childhood holidays as Beckett’s bleak, clipped text — “Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better” — slips by like life itself.

It sounds depressing. But to me the dominant aura was elegy tinged with dark farce. And Goebbels’s music — like Anglican psalm chants, but with more dissonant harmonies — discloses these heavily freighted wisps of text with impeccable clarity. Whether you are bewitched, bothered or bewildered, it’s an intriguing 105 minutes.

Richard Morrison

source: timesonline.co.uk (30 April 2010)

more reviews:
www.whatsonstage.com (29 April 2010)
www.ft.com (29 April 2010)
www.guardian.co.uk (30 April 2010)

 


The Hilliard, tutte le sfumature del bianco (Brescia, 25th April 2010)

Hilliard Ensemble in Brescia
Spostata di una settimana la loro esibizione a causa della famigerata nube, l’Hilliard Ensemble chiude la rassegna della Società dei Concerti. Ecco a voi i cantori più famosi del mondo, i più invidiati e discussi, lontani dalle vicende umane, appollaiati sui troni dell’Olimpo, invisibili agli occhi dei comuni mortali. Percorrono la chiesa longobarda di San Salvatore con passo felpato, sorrisetto, occhi socchiusi, in abito scuro. Dalle tasche non spunta neanche un piccolo diapason. Orecchio assoluto, tecnica mostruosa, attaccano a freddo come aprissero il Times. Voci asessuate, senza sbavature, abbacinanti. Tutte le sfumature del bianco.

Una settantina di fortunati quasi riesce a toccarli, gli altri ne aspirano il profumo collegati dall’auditorium di S. Giulia. Il pubblico bresciano contempla un’eufonia sonora che tutto può, si abbaglia di quell’emissione metafisica e androgina. Dalle loro bocche escono dissonanze ai limiti dell’eseguibilità, glissati, linee spezzate. Vibrato minimo, intonazione miracolosa, fiati che non finiscono mai, incastri raffinatissimi, chiusure millimetriche, fusione spettacolare. Qualità ideali per certo repertorio: il morbido cilicio di Arvo Pärt, i suoni ghiacciati di James McMillan, atemporali canti armeni, intelligentissime commissioni a compositori d’oggi.

Nel repertorio più consueto convincono meno: il gregoriano di Nonantola è querulo e poco espressivo, la polifonia rinascimentale risulta piatta, fredda, devitalizzata, insoddisfacente la resa emotiva del testo. In Pärt impressionano la delicatezza di emissione e la pitagorica purezza delle consonanze, quasi armonia di sfere celesti. I brani contemporanei sono diamanti esposti in teche di cristallo.

La personalità interpretativa del gruppo vocale inglese è così forte e invadente che diventa essa stessa l’oggetto dell’attenzione, più che soggetto attivo nella ricreazione di musiche altrui. Lo stile Hilliard fagocita le diverse personalità stilistiche. Il controtenore David James crea il sound inimitabile del gruppo, ma quando canta da solo il suo falsetto risuona piagnucoloso, perfino indisponente. Belli, serafici, un poco senz’anima.  L’Hilliard, in certi momenti, mette a disagio: uomini o replicanti?

source: www.giornaledibrescia.it (26 April 2010)
photo gallery: www.giornaledibrescia.it/fotogallery

 


Großartige Sänger und Gentlemen (Hessisch Oldendorf, 10th April 2010)

Hilliard Ensemble in Hessisch Oldendorf
Fischbeck (eaw). „Sie sind echte Gentlemen und großartige Sänger“, schwärmt die Fischbecker Äbtissin Uda von der Nahmer. Keine Frage, dass das eigens zum Konzertauftakt der neuen „Jahreszeiten“-Reihe ins Stift Fischbeck angereiste weltberühmte britische Hilliard Ensemble besondere Wertschätzung und Obhut genießt. „Die sollen sich hier wohlfühlen und werden von unserer neuen Stiftsdame Ursula Schroeder bekocht und betreut“, so von der Nahmer.

Ermöglicht wurde der Auftritt der „Hilliards“ durch das finanzielle Engagement der Klosterkammer Hannover und des Landschaftsverbands. Mit ihrem dem in der orthodoxen Kirche eine besondere Rolle spielenden Erzengel Michael gewidmeten Programm „Arkhangelos“ präsentierte das Quartett den Zuhörern in der voll besetzten Stiftskirche – darunter auch die Präsidentin der Klosterkammer Sigrid Meier-Knapp-Herbst sowie die Äbtissinnen aus Walsrode, Obernkirchen und Wülfinghausen – ein reizvolles und überaus anspruchsvolles Konzert im Spannungsfeld zeitgenössischer Bearbeitungen mittelalterlicher Sakralgesänge und modernen, mitunter eigens für das Ensemble geschriebenen Kompositionen.

source: www.dewezet.de (11 April 2010)

 


МФ "Мартенски музикални дни" 2010: Тайната за дълголетието на камерният ансамбъл "Хилиард" е шеговития тон на общуване помежду им (Ruse, 14th March 2010)

Hilliard Ensemble in Ruse
Тайната за дълголетието на камерният ансамбъл "Хилиард" е шеговития тон на общуване помежду им. Ансамбълът се смята за една от най- добрите камерни вокални групи в света. Изпълненията му са ненадминати, както в старата така и в новата музика. Състои се от четири гласа: контратенор, тенор, тенор и баритон. Изключителният стил и високото музикално майсторство са привлекателни за слушателя, започвайки със средновековния и ренесансов репертоар и стигащи да произведения написани специално за тях. Концертират и записват със симфоничните оркестри на Би Би Си, Лондонския филхармоничен оркестър, Филаделфийския оркестър и други. През 2004 година ансамбъл Хилиард отбелязва своят 30 – ти юбилей от създаването си, носейки бароков привкус с участието си в Холандския фестивал, в Ливърпул и Единбург. Въпреки многото ангажименти участниците отделят време за тези, които искат да ги следват в музикалното майсторско пеене. Много скоро Хилиард ще прави съвместен концерт с подобна млада формация.

Известен художник на миниатюри от началото на 16-и век става кръстник на един от най - реномираните вокални квартети в света. Противно на широко разпространеното мнение, че съставът е наречен на основателя си Пол Хилиър, изпълнителите са избрали да носят името на миниатюриста Никълъс Хилиард. Те дори носят винаги със себе си книга с негови портретни миниатюри, за да ги показват на любознателните си читатели.

"Причината да изберем това име е, че когато започвахме като квартет, повечето музикални групи носеха имена на композитори. Ние решихме да бъдем различни и да изберем името на художник, и то такъв, който рисува миниатюри, защото възприемаме нашите музикални изпълнения именно като такива миниатюри", казват певците.

"Хилиард" гостува на фестивала за втори път, като остават верни на своите концертни програми - съчетание на стара и съвременна музика. Самите музиканти признават, че за тях не е важно кога е написано произведението, а какво отразява. Така те поднесоха на слушателите си в Русе комбинация от творби, създадени в Англия, Франция и Канада. Наред с кратките старинни мадригали на вечните теми за любовта и смъртта прозвучаха и две по - големи - епическа северна поема на Вельо Тормис и музика от Елизабет Лидъл по текст от романа "Моби Дик".

Изборът на толкова диаметрално противоположни епохи, които са разделени от няколко века не е случаен. "Избрахме да пеем ранна музика, защото тя беше много подходяща за нашите гласове, тъй като те не отговарят на стандартната подребна на гласовете - контратенор, два тенора и баротино. Има много малко групи, които имат това съчетание. Обикновено гласовете са поравно разделени, има средно висок, ниско висок и нисък глас. Нашите гласове са много по - близко един до друг, в много по - малък диапазон. Имаме един долно среден глас, два равностойни гласа във високата среда и още един за останалото. Музиката, която се пише за нас, трябва да е доста по - различна, много по - компактна. Има малко музика от периода от 17 век до наши дни, която да е подходяща за нашия комплект гласове. Освен това винаги певческите изпълнени яв този период са съпроводени от музика, а ние сме акапелна група. Що се отнася до съвременната музика, която изпълняваме, тя е написана специално за нас", казват четиримата. Те опитват да научат младите групи, с които работят, че едно от най - важните неща е да се свържат с композитори, които да напишат музика за тях. Защото ако тази връзка липсва, те ще изпълняват само стара музика и няма да имат развитие.

Дейвид Джеймс, Роджърс Коуви - Крамп, Стивън Харолд и Гордън Джоунс проявяват сериозен интерес и към православната музика. В проекта на норвежкия саксофонист Ян Гарбарек те изпълняват църковна музика от Русия, Армения, Сърбия и Гърция.

Новият им съвместен диск, който трябва да излезе до края на годината, е замислен като цялостно концертно изпълнение. "Ние ще пеем написаната музика по ноти, а Ян ще импровизира върху нея. Албумът ще бъде по - скоро като отражение на нашата съвместна дейност с Ян - нашите изпълнения ще бъдат като една литургия за катедрала, а той със своите сола ще ги свързва. За разлика от западната музика, православната дава възможност на Ян за импровизации", казват от "Хилиард".

Този състав е покорил целият свят, на неговото творчество русенската публика ще може да се докосне за втори път, като един от участниците на ММД.

source: www.ruseinfo.net (15 March 2010)

 


Top acts down south (Albany, 21st February 2010)

Hilliard Ensemble in Albany, WA
THE Perth International Arts Festival continues to bring some of the world’s top artists to Albany.

The Hilliard Ensemble was no exception, being well known as the world’s finest vocal chamber group.

Now in its 35th year, the ensemble delighted the appreciative audience on Sunday night, singing 15th century religious songs.

It was fitting their medieval and renaissance repertoire was presented in one of Albany’s oldest buildings, the Wesley Church in Duke Street.

PIAF events will continue around the Great Southern until March 5. (...)

source: albany.yourguide.com.au (25 February 2010)

more articles:
Ethereal contrasts with vocal quartet (The West Australian, 4 February 2010)
Passio | The Hilliard Ensemble (Australian Stage, 26 February 2010)
Review: Hilliard Ensemble/St George's Cathedral Consort (The West Australian, 3 March 2010)

 


Perfekter Gesang (Hildesheim, 15th January 2010)

Hilliard Ensemble in Hildesheim
A-cappella-Gesang von solcher Qualität ist nur schwerlich zu finden: David James, Rogers Covey-Crump, Steven Harrold und Gordon Jones sind das Hilliard Ensemble.

Bekanntermaßen sollen ja die Engel im Himmel unter anderem singen. Das hat zwar von uns Irdischen realiter noch niemand gehört. Aber eine Ahnung davon, wie’s wohl klingen könnte, gab’s beim Eröffnungskonzert in der St.-Michaelis-Kirche mit dem Hilliard Ensemble: Es sungen vier Engel – zum Glück – kein’ süßen Gesang. Aber einen vollendeten.


source: www.hildesheim.com (18 January 2010)

 


Puer Natus Est in Warszawa, 11th December 2009

Hilliard Ensemble in Warsaw
Hilliard Ensemble in Warsaw Hilliard Ensemble in Warsaw Hilliard Ensemble in Warsaw Hilliard Ensemble in Warsaw

source: www.estrada.com.pl

 


Der Tod im Leben - Rihms Kammer-Requiem "Et lux" in Köln uraufgeführt
(Köln, 15th November 2009)

Die abgedunkelte Bühne der Kölner Philharmonie ist bis auf acht Notenständer leergeräumt: Entrümpelung im Dienste eine rituellen Musik, deren Seelenton vor der Pause durch Requiem-Sätze von Tomás Luis de Victoria und Giovanni Pierluigi da Palestrina angeschlagen wird. Da spinnt das stimmlich merklich gealterte Hilliard Ensembles polyphone Linien zu zarten polyphonen Kokons; Ausdruck entsteht nicht durch die große pathetische Geste, sondern durch Verdichtungen der Harmonie.

An diese mönchische, exerzitienhafte Einfachheit knüpft Wolfgang Rihm mit der Uraufführung von "Et lux" an. Die immer schon als vollkommen empfundene Vierstimmigkeit verdoppelt Rihm zur klanglich homogenen "Hyper-Perfektion": Vier Sänger (Hilliard Ensemble) und vier Streicher (Arditti Quartet) zeichnen zarte Linien und weiche Klänge in die Stille des Raumes, wie sie so pur und demütig seit langem kein moderner Komponist mehr erdacht hat.

Der Text aus der lateinischen Totenmesse ist nur noch "Material", zerschnitten zu suggestiven Einzelworten. Sie irrlichtern durch die Partitur, fügen sich organisch in die Instrumentallinien oder wachsen aus ihnen heraus. Flächige Streicherakkorde werden zu Stimmklängen - und umgekehrt. Der Grad der Verschmelzung erreicht ein (auch handwerklich) beeindruckendes Maß. Dabei gibt es durchaus Sinn-Inseln, mit denen Rihm eine Art Botschaft des Stücks formt. Wie Mantras vernimmt man immer wieder die Wendungen "Libera me" (Befreie mich) oder "Et lux" (Und Licht). Auf einer Länge von 70 Minuten wird der elegische Trauerton - trotz gelegentlicher "teuflischer" Anfechtungen im aufgerauten Streicherklang - kaum verlassen.

In diesem höchst persönlichen Werk beruft sich Rihm eher auf die "objektive" Totenklage der Renaissance als auf den dramatischen Zugang Giuseppe Verdis oder den monumentalen von Hector Berlioz. Der Tod spielt gleichwohl eine unverkennbare, auch strukturelle Hauptrolle - oder sagen wir besser: die Erkenntnis des Todes im Leben. Denn gegen Ende muss sich die Musik von "Et lux" mehr und mehr gegen den eigenen Zerfall anstemmen, sich immer wieder aus der Erschöpfung zu neuen Gebilden formieren, bis sie den letzten Atemzug tun darf. Das erinnert an den Sterbevorgang in Thomas Bernhards Gedichtzyklus "In hora mortis", in dem sich die Zeilen finden: "Die Zahl zerspringt / der Mond schreit auf / ich aber bin / vorbei." MICHAEL STRUCK-SCHLOEN

source: www.sueddeutsche.de (19 November 2009)

Wolfgang Rihm about "Et Lux" (with music clips from the Paris premiere of "Et lux" in the Amphitheater de la Bastille on 17 November 2009)

 


Gesualdo da Venosa zauroczył Poznań (Poznań, 6th October 2009)

Hilliard Ensemble in Poznan
Wczoraj kościół oo.Dominikanów wypełnił się przepiękną muzyką na głosy Gesualdo da Venosy w wykonaniu słynnego The Hilliard Ensemble.

To był niezwykły koncert. Kościół wypełniony po brzegi. W oczekiwaniu na The Hilliard Ensemble szepty wzmagały się i cichły, by w końcu zamilknąć i oddać miejsce muzyce.

Artyści z The Hilliard Ensemble przedstawili nam bliżej twórczość Gesualdo da Venosy, a dokładnie najsłynniejszą sakralną kompozycję Gesualda: Tenebrae Responsoria, poświęconą ostatnim chwilom Chrystusa.

Sam Gesualdo da Venosa był postacią kontrowersyjną. Żyjący na przełomie XVI i XVII wieku włoski Książę Venosy, wielki kompozytor, w szale zazdrości zabił swoją żonę i jej kochanka. Pisał piękne, napięte do granic emocji madrygały miłosne oraz utwory sakralne.

The Hilliard Ensemble - wystąpił w składzie: David James [kontratenor], Rogers Covey-Crump [tenor], Steven Harrold [tenor], Gordon Jones [baryton], Robert Macdonald [bas], David Gould [kontratenor]

source: blubry.pl (7 October 2009)
photo gallery: www.reportage.pl

 


Hilliard Ensemble St Patrick’s Cathedral, Dundalk (Dundalk, 1st October 2009)

Hilliard Ensemble in Dundalk
There’s a conventional wisdom that the repertoire of the mainstream classical concert has become too narrow. And it’s certainly the case that the body of work from Bach to the late romantics is as hugely popular with audiences as it is with leading performers and orchestras.

There are, of course, other ways of approaching programme planning than those commonly espoused by symphony orchestras and virtuosos. Take the all-male vocal quartet, the Hilliard Ensemble, who gave the second of Louth Contemporary Music Society’s Temenos 2009 concerts at St Patrick’s Cathedral, Dundalk, last Thursday.

Rather than engage with the widely familiar, the Hilliards concentrated instead on the new and the very old, on work by living composers and on music that’s at the far end of the early music spectrum. Thursday’s programme, titled Arkhangelos , included works by James MacMillan, Jonathan Wild, Ivan Moody, Arvo Pärt and Alexander Raskatov. There were arrangements of Armenian religious chants by Komitas Vardapet, a chant from an 11th-or 12th-century Italian manuscript, a 15th-century lauda, and one of the two surviving pieces by the 16th-century composer John Sheryngham.

The Hilliard’s distinctive sound is governed both by the unusual line-up (countertenor, two tenors and baritone) as well as by a style that favours individuality of tone rather than fineness of blend. The pressured countertenor tone of David James is often the dominant colouring, almost as if he’s the soloist with a compliant backing group.

The programme wasn’t just a juxtaposition of new and old, but also of East and West, with Arkhangelos by the English composer Ivan Moody providing a clear link. Moody, who lives in Portugal, was ordained a priest in the Orthodox Church in 2007, and his teachers included the most famous of Orthodox-influenced English musicians, John Tavener. In the event, the performances didn’t quite live up to the tantalising prospects that were offered by such a richly layered programme.

The considerable technical demands of James MacMillan’s . . . here in hiding . . . and Alexander Raskatov’s Praise , which framed the evening, were not fully met, although the saturated climaxes of the Raskatov were hugely impressive.

It was in fact the simplest music which sounded best, not least because of moments of suspect intonation which marred the more overtly demanding works. Komitas’s sharakans were unfailingly affecting, as were the refrains of Sheryngham’s Ah, gentle Jesu , and the insistently repeated invocations of Pärt’s Most Holy Mother of God . MICHAEL DERVAN 

source: www.irishtimes.com (6 October 2009)
photo gallery: www.louthcms.org

 


Jan Garbarek and the Hilliard Ensemble (St Paul’s Cathedral, London, 23th June 2009)

For those unaware of this unique project, the fusion of early Gregorian chant and a jazz saxophonist in St Paul’s Cathedral may seem like a blasphemous musical experiment.

However, it was this collaboration between the Hilliard Ensemble, one of the world's finest vocal chamber groups; and Norwegian saxophonist Jan Garbarek, who in 2004 produced Officium, ECM’s biggest-selling album of all time and one of the most popular crossover albums of the 90’s.

Last night saw the Hilliard Ensemble's Officium programme return to London with new material from throughout Europe, including works from Scotland's James MacMillan and Estonia's Arvo Pärt.
 
St Paul’s Cathedral proved the perfect host for such a profound and sensitive performance and gave an acoustic freedom of which the musicians made full use. Distant echoes of a single baritone chant echoed from the back of the Cathedral long before the Hilliard Ensemble could be seen walking ceremoniously through the aisles towards the raised stage at the front. The audience sat transfixed as the close harmonies, sublime unresolved dissonances, drones and weaving vocal lines unfolded before them.

Several minutes of A cappella bliss passed before Jan Gabarek’s distinct tone began to whisper through the audience. His concise phrases and generous use of silence allowed the cutting edged tones of his soprano saxophone to linger eerily.

Garbarek (renowned for his affiliations through jazz, classical and world music) drew on his improvisational skills and focused classical tone to deliver wide disjunct leaps in pitch and piercing flourishes of colour, which complemented the fluid vocal chants flawlessly.

Applause after such a beautiful opening seemed out of place and the audience remained silent in fear of breaking the tension. The atmosphere was only relaxed much later on when, after nodding gently to the Hilliard Ensemble to mark the end of a piece, Garbarek let out a smile of appreciation. The audience responded with resounding applause.
 
The Hilliard Ensemble walked freely around the Cathedral several times, sometimes leaving a soloist on stage. Garberek continued in similar fashion with intermittent modal lines and, even when playing tenor saxophone, never overpowered the vocal group.

By the end of the night, resounding applause had become a standing ovation and, after a short encore, the group bowed graciously, leaving the echoes of the audiences’ appreciation to fill the Cathedral.

Jan Garberek and the Hilliard Ensemble is undoubtedly a highlight of The City of London Festival, which for three weeks each midsummer revitalises the cultural life of the City and concludes with London Symphony Orchestra at St Paul’s Cathedral on 9th July (free events continue until 7th August).  

Garbarek fans eagerly await the autumn release of his live album featuring a new jazz quartet and, judging by last night’s performance, they will not be disappointed.

Luke Pinkstone

source: www.jazzwisemagazine.com (10 July 2009)

more reviews:
londonjazz.blogspot.com (24 June 2009)
www.thisislondon.co.uk (24 June 2009)
www.jazzwisemagazine.com (24 June 2009)
timesonline.co.uk (25 June 2009)
www.ft.com (25 June 2009)

 


Künstlichster Gesang auf natürlichste Art (Göppingen, 16th June 2009)

Auch wenn es, den Zeitpunkt betreffend, so nicht geplant war - das Konzert war auf Januar terminiert -, mündete die Kulturkreis-Saison in ein großartiges Finale: Am Dienstag war das Hilliard-Ensemble zu Gast.

Der eine oder andere der vielen Musikfreunde (die Stadthalle war fast ausverkauft) mag vielleicht die Frische der Diktion, den von früheren Begegnungen im Gedächtnis behaltenen jugendlichen Schmelz der Stimmen etwas vermisst haben - die vier Herren, die seit über 30 Jahren zusammen singen, sind, wie solls auch anders sein, in die Jahre gekommen. Geblieben ist der Bewunderung jedoch der souveräne Umgang der Vokalisten mit der Musik, deren nach wie vor brillante Umsetzung in Ton und Klang. Diese werden geformt von einer in ihrer Reinheit immer wieder verblüffenden Intonation; von einer die stimmliche Nuance nie mit beschwerender Aufdringlichkeit, sondern mit leicht flügelnder Selbstverständlichkeit schaffenden Phrasierung; von einem in jedem Augenblick mühelos erscheinenden Vortrag, als sei die kunstvolle Art des Gesangs die natürlichste Verlautbarung der Menschheit; schließlich von einer stets beispielhaften Souveränität des stimmlichen Zusammenwirkens, das, in sich ruhend, sich seiner selbst gewiss und bewusst, nicht einmal mehr des sich verständigenden Augenkontaktes bedarf.
 
Was Wunder, dass auch zeitgenössische Komponisten um die Ehre wetteifern, für dieses Ausnahme-Ensemble, das in seinem Genre immer noch zu den besten der Welt zählt, Werke schaffen zu dürfen, die ganz auf die musikalische Eigenart des Quartetts (David James, Countertenor; Steven Harrold und Rogers Covey-Crump, Tenor; Gordon Jones, Bariton) zugeschnitten sind. So zum Beispiel Piers Hellawell, dessen "Hilliard Songbook" das Konzert mit rasch aufeinander folgenden, ineinander verschlungenen musikalischen Aphorismen eröffnete, die den Sängern Gelegenheit in Fülle boten, ihre oft kopierte, doch nie erreichte Interpretationsweise vor- und auszustellen ebenso wie, auf andere Art, nämlich mehr erzählerisch illustrativ gestaltet, Don Crocketts "The Village". Zwischen diesen beiden Werken - und die Vorgehensweise wiederholte sich im zweiten Konzertabschnitt - "frönte" das Ensemble seiner eigentlichen "Leidenschaft", der Musik vor 1600, mit Kompositionen von Robert Fayrfax (Most Clere Of Colour), William Cornysh (Ah Robin) Jakob Arcadelt (Il bianco e dolce cigno), Phillippe Verdelot (Divini occhi) und Cipriano de Rore (O sonno) sowie dreier Anonymi (Madame damours; Remember Me My Dear; Passacalli della vita). Dabei wurde jedem der drei Stücke, in denen jede stimmlich präzis ausgeformte musikalische Nuance sich selbst feierte, ohne dass in Dynamik oder Agogik ein allzu großer emotionaler Aufwand hörbar wurde, ihr auf Klangwirkungen setzender, unverwechselbarer Charakter zugemessen.
 
Der zweite Konzertteil spiegelte in etwa den ersten: Roger Marshs "Il cor tristo, Part III" und Barry Guys "Un coup de dés" (letzteres ein ebenso vergnügliches wie schwierig zu realisierendes musikalisches Würfelspiel) rahmten als Beiträge zur "Moderne" vorwiegend dem 16. Jahrhundert verpflichtete Musik von Roquelay (Grace, vertu), Antonio Gardane (Jouissance vous donnerai; Douce memoire), Jean Courtois (Si par souffrir) und Pierre de Villiers (Le dueil issu), welche die erwartete brillante Darstellung erfuhr.
 
Begeisterter Beifall und eine launige, deshalb nicht weniger bravourös interpretierte Zugabe.
 
HANS HERDEG

source: www.suedwest-aktiv.de (18 June 2009)

 


“Officium” - Jan Garbarek és a Hilliard Ensemble hangversenye (Budapest, 27th May 2009)

Hilliard Ensemble and Jan Garbarek in Budapest
Végy egy férfi kamarakórust, amely a vokális egyházi zenében, a gregorián-éneklésben, és a kortárs zenében egyaránt otthonosan mozog. Tégy hozzá egy a jazzvilágban ünnepelt szaxofon mestert, és adj hozzájuk egy producert, aki egyben tartja az egészet, végül az így összeállt fogást tálald ízlésesen.

Amikor Jan Garbarek és a Hilliard Ensemble első közös munkája megjelent Manfred Eichernek köszönhetően, a zeneértő közönség azonnal érezte, hogy valami nem hétköznapi dolog született. Azonnali szenzáció, majd minden idők legsikeresebb gregorián felvétele lett, amely egyben a modern kori gregorián-kultusz elindítója is. Az album 1994-es megjelenése óta a társulat több száz hangversenyt adott a Föld legjelentősebb templomaiban. Magyarországon most a budapesti Szent István Bazilikát választották, és mivel még idejében észrevettem a plakátokat, igen jó helyről élvezhettem végig a gyorsan teltházassá lett koncertet. A jegyárakról most inkább nem ejtenék szót...

Amit a koncert előtt tudtam, hogy valami egészen különleges élményben lesz részem, bár egy kicsit tartottam az akusztikai körülményektől, mivel még nem voltam hasonló hangversenyen, de reménykedtem benne, tudják mit csinálnak. És természetesen tudták. A Bazilikába belépve azonnal egy másik dimenzióba kerül az ember. A falakon kívül marad a forgalmas város zaja, és a rohanó élet. (Az időnként érezhető metrószerelvények néha mini földrengést előidéző robaját azt hiszem figyelmen kívül hagyhatjuk.) A padsorokat műanyag kerti székekkel egészítették ki. Én a legkényelmesebb mozi székekben sem bírok ki egyhelyben két órát, de itt most ez sem zavart.

Miután az összes hely gazdára talált, némi várakozás után Jan Garbarek került elő elsőként táskájával, amelyből elővette tenorszaxofonját, és az első hangok után az idő is megállni látszott. Rövid improvizálás után, a háttérben felcsendült egy halk ének, és amikor kétoldalt egyre közelebbről hallottam az éneket, csak akkor esett le, hogy ez bizony élőben szól, és a négy énekes közelít hátulról. Mivel én takarásban ültem, csak akkor láttam meg őket, amikor felbukkantak az első sor két szélén kettesével. Mindenki beállt a saját kottája mögé, és ettől kezdve kezdetét vette a különös időutazás.

A hangosítást úgy oldották meg, hogy nem volt. Gyakorlatilag a terem akusztikáját használták ki. Eleinte furcsa volt látni, hogy a négy elegáns brit úr mellett Jan Garbarek úgy mászkált fel-alá, mint aki unatkozik, de ha csak a fülünkre hallgattunk, akkor jött a csoda, mert ez volt hangosítás helyett. A járkálás volt a hangeffekt, mivel ahogy mozgott, úgy szólt mindig másképp a hangszere. A bevezető után már a szopránszaxofonnal játszott, de az apró hangszer, a mérete ellenére, tökéletesen betöltötte a Bazilikát. Amikor felénk fordult, áradt a hangszerből a csodálatos muzsika, nyíltan és tisztán. Ha hátat fordított tompábban szólt, majd előre-hátra, jobbra-balra sétálva, mindig kicsit halkabban-hangosabban, szebben-torzabban. Már önmagában ez hatalmas élmény volt, de ott volt még a négy énekes is.

A négy énekes három szólamban énekelte a nagy középkori szerzők, Palestrina, Gesualdo, Perotin, Christobal Morales, Dufay, Pierre de la Rue műveit, valamint a szebbnél szebb zsoltárokat és gregorián énekeket.
A beharangozóból megtudhattuk, hogy „a Hilliard Ensemble zenészei hosszú évek óta saját maguk is végeznek gyűjtéseket, melyek során középkori kolostorok levéltáraiban már több felbecsülhetetlen értékű, korábban ismeretlen egyházi ének kottájára leltek. Ezek között napvilágra került egy XV. századi ismeretlen magyar szerző kompozíciója is (Procedentem Sponsum), mely a többi alapmű mellett természetesen felcsendül majd.”
Amíg Jan Garbarek a kortárs jazz improvizációival különös aláfestésként szolgált, addig az énekesek középkori hangulatot teremtettek, és lelki szemeim előtt láttam, sőt éreztem, hogy ott vagyok egy régi nagy szertartáson, ahol a szerzetesek fantasztikus éneke egészen földöntúli hangulatot teremt. Az első pillanattól kezdve egy kellemes bizsergést éreztem a fejemben, és egyfajta alfa állapotban élveztem végig a koncertet.
És hogy a közönség mennyire volt átszellemülve. Éteri csend töltötte be az épületet, egy két köhintéstől eltekintve csak a zene szólt. A darabok közti szünetekben még tapsolni is elfelejtettünk. Persze nem kell hosszú szünetekre gondolni, mert szinte egyben énekelték végig a műsort, de volt egy hosszabb szünet, amikor csak nagy nehezen tudatosult bennünk, hogy most tapsolni kell. Érkezett is a vastaps. Ezután még egyszer volt taps a műsor második felében, de akkor rossz helyen, mert már beszívták a levegőt, hogy belekezdjenek a következő műbe, de a korábbi taps kiindulópontjából ismét kezdeményeztek egy tapsvihart, így a levegőt mosolyogva kifújták, és kis kivárás után folytatták csak az éneklést.
A műsor vége felé az énekesek el kezdtek levonulni a „színpadról”. Gordon Jones elindult a padsorok között, és pont mellettem kezdte mormolni énekét. Csak Garbarek maradt a helyén, aki folytatta szárnyaló muzsikáját, mígnem egyszer csak az énekesek a terem különböző pontjaiból kezdtek énekelni, ezzel megteremtve az élő térhangzást. Ezt azzal tetőzték, hogy elkezdtek ők is járkálni körülöttünk, így a hang kavalkád teljesen körülvett minket. Tudták még fokozni az amúgy is leírhatatlan élményt.
A főműsor után szűnni nem akaró taps közepette vonultak el művészeink, majd még kétszer sikerült őket visszacsalni, hogy egy-egy rövidebb darabbal örvendeztessenek meg minket.
A nem egészen két órás koncert gyakorlatilag egy nagy összefüggő katarzis volt. A fantasztikus lemezt, akármilyen drága rendszeren hallgathatjuk otthon, meg sem közelíthetjük ezt a koncertélményt. Ha valaki nyitott erre a zenére, és lesz még lehetőségünk a formációt itthon látni, javaslom, mindenki menjen el a magas jegyárak mellett, és hallgassa meg a produkciót, mert semmi máshoz nem fogható, hihetetlen audiofil zenei élmény.

source: www.zenesz.info (10 June 2009)

 


Officium in Lublin, 5th May 2009

 


Auf dass der Mensch musiziere (Hilchenbach, 27th April 2009)

Hilliard Ensemble and Jan Garbarek in Hilchenbach
Jan Garbarek und das Hilliard Ensemble boten exquisites Konzerterlebnis. Das „ungleiche Paar“ überwindet dank großer Könnerschaft mühelos stilistische Grenzen.

Wer das hörte, konnte geneigt sein zu glauben, Gott habe den Menschen nur geschaffen, auf dass er musiziere. Dass gerade die Musik diejenige der Künste ist, die ganz besonders dazu geeignet ist, tief an die Seele zu rühren, ist nichts Neues. Nur sind diese Momente, in denen es tatsächlich geschieht, in denen Klang und Empfinden des Zuhörers so zueinander finden, wie am Montagabend in der voll besetzten ev. Kirche in Hilchenbach, eher selten. Jan Garbarek und das Hilliard Ensemble haben dieses – im wahrsten Sinne des Wortes – Kunststück geschafft. Am Ende des rund anderthalbstündigen, von der Siegener Zeitung präsentierten „Officium“-Konzerts gab es minutenlangen Beifall und Standing Ovations, die Begeisterung war aus den Gesichtern der Besucher herauszulesen. Es gab zwei kurze Zugaben, und das nicht einfach, weil sie dazugehören – sie mussten, im Gegenteil, recht lange herbeigeklatscht werden.
Zu dem exquisiten Musikerlebnis eingeladen hatten kreuztalkultur und der Gebrüder-Busch-Kreis in Kooperation mit dem Kreuztaler Unternehmen Achenbach-Buschhütten. Sie und die fünf Künstler bescherten dem Publikum einen Abend von überwiegend kontemplativem Charakter, einen Abend des Innehaltens, der Einkehr, des ehrfürchtig-konzentrierten Hinhörens. Mit dem norwegischen Saxofonisten Garbarek und dem britischen Gesangsquartett – David James (Countertenor), Steven Harrold (Tenor), Rogers Covey-Crump (Tenor) und Gordon Jones (Bariton) – hat sich zwar ein „ungleiches Paar“ getroffen. Dem aber gelingt es mit seinem außergewöhnlichen Crossover-Projekt (zwei CDs, „Officium“ und „Mnemosyne“, sind bislang daraus hervorgegangen) dank großer Könnerschaft, sogenannte Kunstmusik und dem Jazz verwandte Improvisation mühelos zusammenzuführen, als hätte es nie etwas anderes gegeben, und nebenbei noch folkloristische und liedartige Anklänge, auf höchst kunstvollem Niveau, versteht sich, einfließen zu lassen.
Dabei sind es nicht immer zwingend die vermeintlich „schwierigen“, harmonisch farbigen, komplexen Stücke, die besonderen Eindruck machen. So dürfte der eine oder die andere bei dem schlichten Strophenlied „Remember Me, My Dear“ durchaus feuchte Augen bekommen haben, so schön, so harmonisch, so weich und rund im Klang, so ideal war der Gesang der vier Hilliards – Dank an Jan Garbarek für sein Gespür, das Quartett einen Vers ganz allein singen zu lassen. Ebenso anrührend geriet das von den Sängern intonierte, homophone, aber interessant harmonisierte „Most Holy Mother Of God“, das Garbarek mit Solo-Improvisationen einrahmte. Nicht nur hier zeigte der Musiker eine nahezu unfassbare Beherrschung des Sopransaxophons (nur zweimal griff er zum Tenor-Instrument), die sich weniger in virtuos-akrobatischen „Kapriolen“ äußerte als vielmehr in einem breit angelegten Spektrum gestalterischer Mittel. Mal ließ der Norweger sein Instrument weinen, mal schrill aufschreien, mal leise flüstern und hauchen, mal (vogel-)zwitschern. Mal setzte er kraftvolle Kontrapunkte oder dissonante Akzente als Gegenpol zum Gesang, um sich dann wieder mit einem einzelnen Ton oder einer einfach-schönen Phrase im Stimmenklang zu verlieren.
Das Hilliard Ensemble, im Gegensatz zu Garbarek nach Noten musizierend, zeichnete sich (nach winziger Anlaufphase) durch kaum zu überbietende Homogenität und Reinheit im Gruppenklang aus. Auch glänzten die Sänger mit starken Soli und bauten einmal Obertongesang als gelungenen Effekt ein. Bei aller Exaktheit blieben ihre Darbietungen immer beseelt und emotional. Neben viel Sakralem, Ruhigem gab es auch zwei flotte, tänzerische Stücke, bei denen Garbarek sich dazu hinreißen ließ, den Rhythmus mit dem Fuß mitzuklopfen – gelungene Farbtupfer im Programm.
Stimmungsvoll farbig illuminiert war auch der in dezentes Gelb getauchte Altarraum der Kirche. Für die Besucher auf der Empore warfen die Veranstalter auf jeder Seite Videoprojektionen an die Wand. Das Auge „hört“ schließlich mit bei einem Konzert. An diesem Abend war so mancher aber sicher mehr als einmal geneigt, die Lider zu schließen und einfach nur hörend zu genießen.

source: www.siegener-zeitung.de (29 April 2009)
photo: www.derwesten.de

 


Himmlische Stimmen und Kammermusik (Amberg, 26th April 2009)

Hilliard Ensemble and Singer Pur in Amberg
The Hilliard Ensemble trifft in der Amberger St.-Georgs-Kirche auf das Quintett Singer Pur

Ein solches Programm lockt die Besucher an: Die St.-Georgs-Kirche in Amberg ist am Sonntag restlos gefüllt, als sich Singer Pur und The Hilliard Ensemble zu einem gemeinsamen Konzert finden. Singer Pur, das sind fünf ehemalige Regensburger Domspatzen, die sich mit einer Sopranistin zum derzeit führenden deutschen Vokalensemble entwickelt haben.

Das Hilliard Ensemble gilt als eines der weltweit renommiertesten Ensembles vokaler Kammermusik. Beide Ensembles verfügen über ein ganz eigenständiges Profil und einen unverwechselbaren Klang. Die Hilliards verkörpern das Stimmideal des Vokalquartetts ins seiner historisch reinsten Form mit Countertenor, zwei Tenören und Bariton.

Dichte Gestaltung

Im Sextett von Singer Pur hingegen übernimmt eine Sopranistin die höchste Stimme. Im Amberger Konzert umfasst ihr Repertoire Werke vom 12. bis ins 16. Jahrhundert mit Werken der großen Meister der Renaissance, wie dem in Hahnbach geborenen Raselius, Orlando di Lasso und Gabrieli. Danach stehen Werke aus dem 20. Jahrhundert auf dem Programm, bei denen die Vorbilder der alten Meister deutlich hörbar werden. Äußerst spannend ist das Programm auch dadurch, dass beide Ensembles sowohl eigenständig sangen, sich aber auch zu bis zu zehnstimmigen Vokalwerken zusammenschließen.

Faszinierend bei allen gemeinsamen Darbietungen, wie sich der metallische, strahlende Stimmklang des Countertenors David James mit der weichen, schlank und klar geführten Sopranstimme Claudia Reinhards ergänzt, mischt und zu einer unglaublich dichten Gestaltung führt.

Dass alle Sänger ihre Stimmen perfekt beherrschen, dass die Dynamik der Interpretation nahezu akribisch variierte, ist ein weiterer Baustein zu einem begeisternden Konzert. Beeindruckend bereits der Beginn mit einem fast mysteriös zelebriertem Werk von Hildegard von Bingen. Die Solistin fesselt schon hier mit ihrer ausdrucksstarken Stimmführung und wird von dem gesamten Männerensemble mit ruhigem, generalbassähnlichem Gesang begleitet. Singer Pur glänzen mit einem grandios gesungenen Werk von Raselius, beide Ensembles zusammen mit einer wunderschön gesungenem Motette von Nicolas Gombert. Als Schluss und Höhepunkt des ersten Teils singen alle zehn Sänger die jubelnde Motette von Gabrieli, "Exsultate justi", in einer begeisternden Interpretation, bei der der strahlende Sopran leuchtend zur Geltung kommt, sich beide Ensembles wunderbar mischen.

Moderne und "Maria"

Der zweite Teil ist der Moderne gewidmet. Joanne Metcalf (geboren 1958) hat mit "Il nome del bel flor" eine klangintensive Huldigung Marias komponiert. In lautmalerischen Klangvisionen, die immer wieder die Silben "Maria" umspielen, verschmelzen aufbauende Soli mit teilweise komplizierten Intervall-Sprüngen zu zehnstimmigen Klangbildern von eindringlicher Dichte.

Eine großartige Interpretation eines starken Werkes. "The Hilliard Ensemble meets Singer Pur" lautet das Motte des Abends: Es war eine großartige Demonstration perfekter Vokalmusik.

source: www.oberpfalznetz.de (28 April 2009)
photo & video: www.otv.de

 


Garbarek e l'Hilliard nello spazio (Bergamo, 25th April 2009)

Hilliard Ensemble and Jan Garbarek in Bergamo
Il progetto "Officium" nella basilica di Santa Maria Maggiore, l'evento più atteso di Bergamo Jazz.

È stato certamente l'evento più atteso di Bergamo Jazz 2009, festival che il nuovo direttore artistico Paolo Fresu ha voluto aprire a più luoghi della città, in linea con la sua visione ad ampio raggio "geografico" (bella anche la location dell'ex chiesa della Maddalena, che ha visto alcuni concerti diurni, tra cui il solo di Nils Petter Molvaer). La Basilica di Santa Maria Maggiore - nel cuore della città alta - ha ospitato per un prevedibile tutto esaurito il progetto "Officium", che ormai dal 1993 unisce il sassofono (soprano e tenore) di Jan Garbarek alle quattro voci dell'Hilliard Ensemble. In un progetto come questo, la scelta di un luogo dalla componente sacra così forte contribuisce certamente alla suggestione dell'esito e così è stato, con i quattro cantanti inglesi sempre molto sensibili nell'intonare le splendide polifonie del repertorio e il sassofonista a rispondere con linee eteree e poetiche. All'inizio della serata Garbarek è sembrato un po' distante, limitandosi a un ruolo ornamentale con frasi che non sono riuscite a scalfire la superficie vocale, ma nella seconda parte le volute del sassofono hanno iniziato a penetrare nella profondità dell'armonia, scheggiandola in modo suggestivo. Il pubblico della Basilica ha ascoltato rapito, seguendo talvolta i membri dell'Hilliard Ensemble che si muovevano nello spazio della chiesa con un suggestivo effetto di spazializzazione, tributando a questa nuova avventura di "Officium" lunghissimi applausi. Tra gli altri spazi coinvolti da Bergamo Jazz, la Galleria Gamec e l'Auditorium di Piazza Libertà (solitamente sede del Bergamo Film Meeting), nel quale Fresu ha voluto inserire alcune giovani proposte europee, tra cui il duo tra Luca Aquino e Raffaele Casarano.
Enrico Bettinello

source: www.giornaledellamusica.it (25 April 2009)

 


Heidelberger Frühling, 18th-19th April 2009

Hilliard Ensemble in Heidelberg

Echoes at Peterskirche
source: www.heidelberger-fruehling.de

James Clarke's "Untitled No. 4" with Arditti Quartet

 


Alle origini della polifonia con l'Hilliard Ensemble (Cagliari, 24th February 2009)

Hilliard Ensemble in Cagliari
Applaudita esibizione al Lirico

Musica per sole voci. A cappella, come ha usato per secoli e secoli sotto le volte di chiese modeste e di grandi cattedrali. L'Hilliard Ensemble, maestro del genere, sa come esplorare quel grande repertorio di canto devozionale, nato nei primi secoli del secondo millennio. Musica diversa dal modo di far musica odierno. Fin nei suoi elementi essenziali. A partire dal timbro delle voci del tenor e contratenor e soprattutto della parte acuta del superius, un tempo affidata a voci bianche, o come nel concerto di martedì al Comunale, ad un adulto che canta "di testa". A Cagliari l'Hilliard Ensemble arriva in forma ridotta, con tre solisti e non i quattro consueti, dopo aver già rimandato l'appuntamento dello scorso gennaio. Obbligato quindi a un cambio di programma, il gruppo britannico accantona le annunciate chansons rinascimentali per risalire indietro sino alle origini della polifonia o a radici ancora più remote. Come alla melodia attribuita a Perotino, maestro nell'XII secolo della schola cantorum nella appena consacrata cattedrale di Notre Dame di Parigi.
Un linguaggio dove gli accenti non conoscono il ritmo misurato, seguono il fluire libero della parola, invitando alla meditazione e al raccoglimento. Musica fuori dal sistema tonale che con le sue armonie regola la musica dei secoli a noi più vicini. Naturalmente ciò non vuol dire che tra le pieghe delle avanguardie del nostro tempo non ci sia chi guardi a questi canti per trovare nuova ispirazione. Come Arvo Part, che trova uno spazio particolare nelle interpretazioni proposte dell'Hilliard Ensemble: un'antologia musicale che si addentra nella musica sacra costruendo un interessante parallelo tra composizioni antiche e contemporanee.
Erano all'incirca gli anni '70 quando si cominciò a guardare con interesse crescente al repertorio antico. Fu in quegli anni che l'Hilliard ensemble venne fondato da Paul Hillier, Paul Elliott e David James. Mentre è nel 1993, con il cd Officium dedicato al canto gregoriano e realizzato con il sassofonista norvegese Jan Garbarek, che il gruppo conobbe la massima notorietà, raggiungendo punte di vendita da musica pop. Indipendentemente dalla popolarità raggiunta, l'Hilliard continua nella sua opera di diffusione della musica antica e di quella musica contemporanea che guarda all'antico per trovare nuove forme di espressività. E nel suo concerto si affida ad atmosfere che invitano ai tempi lunghi della preghiera in musica. Una dimensione di eleganza raffinata. Che l'Hilliard con le sue intonazioni suadenti e levigate porta alla piena resa espressiva ed emotiva, concludendo con un mottetto di Guillaume de Machault.
GRECA PIRAS

source: www.unionesarda.it (26 February 2009)

 


eighth blackbird, Hilliard Ensemble create magic (Chicago, 19th February 2009)

Anyone doubting the relevance of new classical music must surely have overlooked eighth blackbird, a sextet that in a few short years has built a following that would make most purveyors of the traditional canon green with envy.

Thursday's presentation by Contempo and the Harris Theater featured three works by Stephen Hartke, including the recent "Meanwhile: Incidental music to imaginary puppet plays."

The composer forges his links with seamless, elegant craftsmanship, coaxing sounds, tunes and harmonies suggestive of the East, but mostly with Western instruments.

The ensemble absorbed the work with utter assurance, and incorporated subtle staging by Erica Mott that suggested the casual banter of street musicians.

If "Meanwhile" represented a melding of hemispheres, "Tituli" was a dialogue of eras, a negotiation between ancient and modern. The 1999 work partnered The Hilliard Ensemble with two members of eighth blackbird and percussionist Doug Perkins in an authoritative account of an eight-movement work based on ancient inscriptions from many sources—featuring messages that were ambiguous, banal and poetic.

Hartke created his world of antiquity through different methods—open vocal harmonies and chantlike melodic phrases hinted at medieval times, but piquant dissonances and snarling textures placed the work in modern garb.

The woody resonance of the marimba's low register exuded a primitive, earthy aura, while violin solos suggested a contemporary sonic environment. The legendary Hilliard quintet sang with keenly sensitive control of pitch and expression.

Violinist Matt Albert, pianist Lisa Kaplan, and clarinetist Michael J. Maccaferri contributed a tight, bracing performance of "The Horse with the Lavender Eye." Percussionist Matthew Duvall, flutist Tim Munro and cellist Nicholas Photinos completed the ensemble.

source: www.chicagotribune.com (21 February 2009)

 





source: blog.eighthblackbird.com/2009/02/18/hartke-and-hilliard
and blog.eighthblackbird.com/2009/02/21/stephanus-scripsit-hilliardi-canerunt

 


The Four Renaissance Men of the Hilliard Ensemble (Washington, 12th February 2009)

By Anne Midgette

However much our ears have grown accustomed to it through years of early-music performance, there remains a basic incongruity to hearing Renaissance religious choral works as concert music. Offering these flowing but ascetic harmonies to a polite concert audience demonstrates just how much classical music has become for many people a form of secular religion: something important received in silence, with a certain degree of incomprehension.

The voices of the four-man Hilliard Ensemble, which offered a program of Palestrina and Lassus at the Kennedy Center's Terrace Theater on Thursday night, aren't very concertlike either. Individually, each has a distinctive early-music sound, unadorned by vibrato or roundness or lushness, like bare wood on a door stripped of paint and varnish. They sometimes wavered or wandered through long melismas as if seeking the central pitch. The knifelike voice of countertenor David James, set the tone, poised high above the gravelly, bass-colored baritone of Gordon Jones. Between them were two husky tenors, Rogers Covey-Crump and Steven Harrold, one a little bleaty, the other baritonal. The voices had the rough edges of human speech, and the occasional hoarseness of a throat that needed clearing.

But pure beauty resided in their interaction. The ensemble's art lies in balancing sound; when juxtaposed, their voices blossomed. Nearly every segment of the evening ended with a chord that was perfectly turned and weighted and suspended, almost glowing, over the audience's head: a beautiful illustration of the potential of a period, a thought brought to fruition as well as conclusion.

Founded in 1974, and subject to various shifts of personnel in the years since, the group has done a number of unusual and contemporary projects: performing in a Stephen Hartke symphony with the New York Philharmonic, or releasing a runaway success of an album called "Morimur" that illustrated allegedly coded messages to Bach's deceased wife in his music.

This program, however, was more modest in scale and ambition. A requiem mass by Lassus provided an ordered framework, adorned with Palestrina settings of various psalms and other sacred texts as more discursive asides. Generally, the Lassus was more lapidary and polished, the Palestrina more richly melismatic, though the latter's segments varied: The Miserere (Psalm 50) was a long chain of musical statements, verses and plainsong loosely bound together, and ending in medias res, simply and almost bleakly, like a life cut short. Far more intricate was the concluding "Libera me," capped with the simple coda "In paradisum," like balm after a beautiful but stony program.

The ensemble is named after a British Renaissance painter, and as an encore the singers offered a piece written for them by the composer Piers Hellawell, based on Hilliard's own writings about mixing pigments. Unfortunately the words of "Sapphire" were largely incomprehensible (the Latin was a lot clearer than the English on this evening). But the piece had a wonderful energy that stirred the blood, as if the evening's blanket of devotion had lifted to reveal something refreshingly profane, if only by virtue of its contemporaneity.

source: www.washingtonpost.com (14 February 2009)

ionarts.blogspot.com review

 


Exquisites «Notprogramm» (Erlangen, 16th January 2009)

Hilliard Ensemble in Erlangen
Hilliard Ensemble begeisterte in Erlangen auch als Trio

Lange Zeit hatte Pfarrer Johannes Mann buchstäblich mit «Engelszungen» das Hilliard-Ensemble um einen Auftritt in der evangelisch-reformierten Hugenottenkirche gebeten, die Akustik gepriesen und das Erlanger Publikum. Endlich hatten sich David James (Counter Tenor), Rogers Covey-Crump (Tenor), Steven Harrold (Tenor) und Gordon Jones (Bariton), die dieses A-Capella-Quartett der absoluten Weltspitzenklasse bilden, zu einem spektakulären Auftritt bereit erklärt: «In Paradisum», ein Zyklus von Sterbegesängen, dessen Wurzeln bis ins 7. Jahrhundert zurückreichen, hätte in der Vertonung von Tomas Luis de Victoria und Giovanni di Palestrina seine deutsche Erstaufführung erfahren sollen.

Wie durch ein Wunder hatte man Platz schaffen können für 800 Zuhörer, und an der Abendkasse gab es lediglich Restkarten. Dann die Hiobsbotschaft: David James musste wegen Stimmbandentzündung absagen. Das Programm der Briten wurde kurzfristig auf Trio-Stücke umgestellt.

Allerfeinste Technik

Und es war bei Gott kein «Notprogramm», das in Windeseile zusammengeschustert wurde, sondern jede der zehn Miniaturen aus acht Jahrhunderten atmete den einzigartig achtsamen Umgang mit der Komposition, den das Hilliard-Ensemble auszeichnet. Die artifizielle Herleitung historischer Aufführungspraxis wird nicht bemüht, vielmehr vertraut man auf allerfeinste Technik und exquisiten Geschmack, die sich in mehr als 35-jährigem Vokalgesang auf höchstem Niveau zu einer übergreifenden Homogenität verschmolzen haben. Gerade an Unisono-Stellen ist das in aller Deutlichkeit hörbar.

Schwierigste Koloraturen

Sparsam, wie ein wertvolles Gewürz, setzen die Gentlemen das Vibrato ein, zaubern dafür lieber weiche Glockentöne, imitieren auch mal eine Schalmei, tanzen schwierigste Koloraturen. Vom andächtig dargebotenen Stabat Mater von Alonso de Alba bis zum «Vorbeizug des Jammerlappen» von Rodney Sherman und darüber hinaus geht ihre schillernde Ausdrucksfähigkeit. Bei den traditionellen armenischen Kirchengesängen freut man sich über arabische Anklänge in insgesamt tieferer Stimmlage und etwas stärkeren Unterschieden in der Dynamik.

Bei Perotins «Allejula posui adiutorium» entsteht wegen der außergewöhnlichen harmonischen Schwingungen der Eindruck, es seien mehr als drei Sänger am Werk, während bei den Stücken von De Machaut Zweifel kommen, ob in der Tat menschliche Stimmen diese Töne erzeugten.

Mit einer «Passacaglia de la vita» bedankten sich Covey-Crump, Harrold und Jones für den begeisterten Applaus, der in Standing Ovations gipfelte. What else? CORA UITTING

source: www.erlanger-nachrichten.de (20 January 2009)

 

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